 | Re: Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen |  |
Verfasst am: 03.04.2008, 20:37 |
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| julia07 |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 1252 | | Wohnort | 87700 Memmingen |
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Ursprünglicher Post zur "angemessenen Werbeaktivität" entfernt, da die Aussage extrem unglücklich formuliert war! Hatte die vorherigen Beiträge wohl nicht aufmerksam genug gelesen und nicht gemerkt, dass es nur um einen ganz bestimmten Verlag ging. Mea culpa hierfür
LG,
Julia |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 03.04.2008, 21:51 |
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| lverlag |
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Ich bin doch ein wenig verblüfft, über die 'Erwartungshaltung' einiger Personen hier, was die Möglichkeiten eines Verlages betrifft.
Wie Heinz bereits treffend geschrieben hat, schafft es auch nur eine kleine Zahl von Titeln großer Verlage in die Auslagen der Buchhandlungen. Ebenso ist es bei diesen Verlagshäusern mit der Verteilung der Werbebudgets. Fast die gesamten Etats gehen für eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Novitäten drauf. Titel der Backlist werden allenfalls im Rahmen eines Verlagsprogrammes 'beworben', was bei vielen Usern hier wohl nicht den Begriff 'ausreichende Werbung' erfüllen dürfte.
Übrigens plant so gut wie kein Verlag breit angelegte Endkundenwerbung. Der Grund ist recht simpel...sie wirkt nämlich in aller Regel nicht. Mit einer Anzeigenkampagne kann man kaum einen Leser zum Kauf eines Buches animieren (sofern wir nicht von speziellen Zielgruppen-Titeln bzw. Fachbüchern reden). Die Vermarktung von Büchern findet weitgehend über PR statt, die für viele Autoren unbemerkt 'im Hintergrund' abläuft. Das kann der Kontakt zu Journalisten sein, die Versendung von Rezensionsexemplaren usw. usw.
Persönlich habe ich zu dem erwähnten Verlag keinen Kontakt und möchte auch keine Aussage über ihn treffen. Allerdings sei mir der Hinweis gestattet, dass ich zumindest die Aussagen auf der Homepage für realistisch betrachte, insbesondere was das Thema gemeinsame Vermarktung usw. betrifft.
@Julia: Den angesprochen Verlag in die Ecke der DKZV zu schieben und zu unterstellen er würde lediglich auf die Zuschüsse von Autoren abzielen, grenzt m.E schon an eine geschäftsschädigende Aussage. Sofern Du diese Aussage inhaltlich belegen kannst, will ich Dir da nicht widersprechen. Andernfalls solltest Du Dir ggf. über eine Relativierung Deiner Aussage Gedanken machen. Dies nur als kleiner Hinweis. Für meinen Verlag würde ich eine solche Aussage nicht unkommentiert bzw. ohne Konsequenzen im Raum stehen lassen. Womöglich sehen das die Inhaber des angesprochenen Verlages ähnlich.
beste Grüße
André |
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Verfasst am: 03.04.2008, 22:27 |
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Ach nee, André - nun komm Du nicht auch mit Androhungen von rechtlichen Schritten... Tatsache ist doch, dass der Verlag hier nicht mit offenen Karten gespielt hat. Aussagen wie | Zitat: | | Werbung kostet sehr viel Geld, es wurde schon zuviel in den Sand gesetzt. |
sprechen nicht gerade für Professionalität. Und dass es eine Menge "Verlage" gibt, die sich über die Produktion von Büchern finanzieren, ihre Autoren danach aber im Regen stehen lassen, wissen wir alle.
Natürlich kann man an Hand von Verkaufszahlen nicht die Qualität eines Verlages bemessen (auch wenn 14 Ex. im halben Jahr nicht gerade viel sind...), denn es kommt auch immer auf das Buch als solches, die potentielle Zielgruppe etc. an. Trotzdem muss die Frage erlaubt sein, was sich hinter dem Begriff "angemessene Werbung" versteckt - und so, wie ich das hier verfolge, ist es eine Aussage, die einfach nur blendet...
| Zitat: | | Ich bin doch ein wenig verblüfft, über die 'Erwartungshaltung' einiger Personen hier, was die Möglichkeiten eines Verlages betrifft. |
Übrigens: Manches Mal sind es auch die Verlage, die wissentlich falsche Szenarios aufbauen, um ihre Autoren zu ködern. Der schwarze Peter ist nicht nur auf der einen Seite...
Matthias |
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Verfasst am: 04.04.2008, 00:46 |
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| Judith |
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| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 2227 | | Wohnort | Schwobaländle |
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Hallo André,
die Sache mit der Werbung und dem Buchverkauf größerer Verlage würde mich interessieren. Angenommen, es würde mir gelingen, ein Vorlese- oder Erstlesebuch bei Oetinger/Ravensburger/Arena/Loewe... unterzubringen, irgendein Buch "unter ferner liefen", das keineswegs eine große Werbekampagne bekommen würde, welche Chancen hätte es, in die Buchhandlungen zu gelangen? Wenn es, wie du sagst, nur wenig beworben wird, wie kann es dann zu akzeptablen Verkaufszahlen kommen? Ich denke, die großen Verlage werden ja kein Buch unter 2.000 mal drucken. Bei meinen BoD-Büchern wäre ich mit 200 Verkäufen pro Buch schon halbwegs zufrieden. Wenn die mindestens das Zehnfache verkaufen wollen, müssen ja irgendwelche Maßnahmen greifen. Hast du da näheren Einblick? Oder sonst jemand hier?
Grüßle,
Judith |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 04.04.2008, 06:31 |
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| SandraR |
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Zuersteinmal muss ich Heinz recht geben, bei der Menge von Buechern die jaehrlich erscheint, ist es unmoeglich alle Buecher in die Buchhandlungen zu bringen. Grosse Verlage machen da keine Ausnahme. Desweiteren, schon aufgefallen, wie gross eine Auflage ist, wird in Europa seit einigen Jahren nicht mehr ins Buch geschrieben.
Das hat auch einen Grund. Grosse Verlage haben wie die Filmindustrie auch A und B und vielleicht noch C Buecher. Ein Autor muss sich auch bei grossen Verlagen um sein eigenes Buch bemuehen.
Hier haben kleine Verlage einen Vorteil, wer nur einige Buecher pro Jahr verlegt, bewirbt automatisch bei jeder PR Massnahme alle vorangegangen Titel mit. Das Funktioniert uebrigens. Insbesondere wer in div. Sparten publiziert hat da einen Vorteil.
Klappern gehoert nunmal leider zum Handwerk, egal ob grosser Verlag oder kleiner Verlag oder auch der Autor. Ein Autor hat seinen eigenen Leser und Fankreis, jeder Verlag geht davon aus, dass der Autor in seinem eigenen Interesse dort auch sein neues Buch bewirbt.
Jeder Verlag hat Titel die sehr gut laufen, die gut laufen und solche die nicht sehr gut laufen. Letztere werden wirtschaftlich mit einberechnet.
Sandra |
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_________________ russland-buecher.ru |
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Verfasst am: 04.04.2008, 07:29 |
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| lverlag |
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| Anmeldedatum | 06.02.2008 | | Beiträge | 128 | | Wohnort | München |
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| mtg hat Folgendes geschrieben: | Ach nee, André - nun komm Du nicht auch mit Androhungen von rechtlichen Schritten... Tatsache ist doch, dass der Verlag hier nicht mit offenen Karten gespielt hat. Aussagen wie | Zitat: | | Werbung kostet sehr viel Geld, es wurde schon zuviel in den Sand gesetzt. |
sprechen nicht gerade für Professionalität. Und dass es eine Menge "Verlage" gibt, die sich über die Produktion von Büchern finanzieren, ihre Autoren danach aber im Regen stehen lassen, wissen wir alle.
Natürlich kann man an Hand von Verkaufszahlen nicht die Qualität eines Verlages bemessen (auch wenn 14 Ex. im halben Jahr nicht gerade viel sind...), denn es kommt auch immer auf das Buch als solches, die potentielle Zielgruppe etc. an. Trotzdem muss die Frage erlaubt sein, was sich hinter dem Begriff "angemessene Werbung" versteckt - und so, wie ich das hier verfolge, ist es eine Aussage, die einfach nur blendet...
| Zitat: | | Ich bin doch ein wenig verblüfft, über die 'Erwartungshaltung' einiger Personen hier, was die Möglichkeiten eines Verlages betrifft. |
Übrigens: Manches Mal sind es auch die Verlage, die wissentlich falsche Szenarios aufbauen, um ihre Autoren zu ködern. Der schwarze Peter ist nicht nur auf der einen Seite...
Matthias |
Hallo Matthias,
vorab zu der 'rechtlichen Drohung'. Ich wollte nicht meinerseits rechtlich drohen, aber die Aussage von Julia ist nun mal eine Tatsachenbehauptung, im rechtlichen Sinne. Aufgrund der aktuellen Rechtssprechung sollte man sich darüber im Klaren sein, dass eine solche Aussage Konsequenzen haben kann, wenn sie die falsche Person liest. Übrigens auch für den Betreiber dieses Forums hier.
Mir persönlich erscheint die Aussage einfach etwas zu definitiv, als dass ich sie, sofern sie auf mich bezogen wäre, unkommentiert lassen würde
Mit der Werbung und den Aussagen vieler Verlage hast Du natürlich recht. Klar gibt es viele Verlage, die nur auf die Zuschüsse der Autoren aus sind, und natürlich sind dies auch oftmals Verlage, die von vornherein nicht die Absicht haben auch nur einen Cent in die Werbung zu stecken. Der angesprochene Verlag macht aber aus meiner Sicht, zumindest auf seiner Homepage, keine haltlosen Versprechungen in dier Hinsicht.
Ich sehe hier das Problem nicht einseitig beim Autoren. Natürlich muß der Verlag mit offenen Karten spielen, und am Besten sollte man bereits bei Abschluß des Autorenvertrages besprechen, welche Maßnahmen sowohl seitens des Verlages geplant sind, aber auch was der Autor tun kann und muß.
In diesem speziellen Fall würde mich persönlich interessieren, ob man sich denn bei Vertragsabschluß über dieses Thema unterhalten hat. Schließlich ist es ja eine Vertragsklausel. Vielleicht können wir uns ja der Frage ein wenig sachlicher nähern, in welchem Umfang 'angemessen' geworben worden ist. |
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Verfasst am: 04.04.2008, 07:48 |
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| lverlag |
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| Anmeldedatum | 06.02.2008 | | Beiträge | 128 | | Wohnort | München |
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| Judith hat Folgendes geschrieben: | Hallo André,
die Sache mit der Werbung und dem Buchverkauf größerer Verlage würde mich interessieren. Angenommen, es würde mir gelingen, ein Vorlese- oder Erstlesebuch bei Oetinger/Ravensburger/Arena/Loewe... unterzubringen, irgendein Buch "unter ferner liefen", das keineswegs eine große Werbekampagne bekommen würde, welche Chancen hätte es, in die Buchhandlungen zu gelangen? Wenn es, wie du sagst, nur wenig beworben wird, wie kann es dann zu akzeptablen Verkaufszahlen kommen? Ich denke, die großen Verlage werden ja kein Buch unter 2.000 mal drucken. Bei meinen BoD-Büchern wäre ich mit 200 Verkäufen pro Buch schon halbwegs zufrieden. Wenn die mindestens das Zehnfache verkaufen wollen, müssen ja irgendwelche Maßnahmen greifen. Hast du da näheren Einblick? Oder sonst jemand hier?
Grüßle,
Judith |
Hallo Judith,
nehmen wir einfach mal an, dass Dein Buch als hoffnungsvoll, aber nicht als potentieller Bestseller eingestuft wird. Dann ist der wesentliche Vorteil bei einem Großverlag, dass einfach die Wahrscheinlichkeit durch den Buchhandel wahrgenommen zu werden größer ist. Viel Werbung würde da nicht anfallen. Endkundenwerbung kann man ausschließen. Du bekommst wahrscheinlich einen Platz in der Verlagsvorschau und wenn Du viel Glück hast, erwähnt ein Verlagsvertreter den Titel in entsprechenden Buchhandlungen. Der Vorteil ist aber, dass Du eben durch die anderen Titel des Verlages, die A-Titel, überhaupt erst einmal wahrgenommen wirst. Das ist Deine größte Chance erstmal einen Platz in einer Buchhandlung zu finden, und daraufhin auch verkauft zu werden. Aber realistischerweise muß man sagen, dass sich die Anzahl der Buchhandlungen, die sich Dein Buch auf Lager legen werden, in überschaubaren Zahlen bewegt.
Man muß ja nur mal in eine durchschnittlich große Buchhandlung gehen und sich die Regale anschauen. Da findet man von großen Verlage eine gewisse Anzahl von Büchern. Überschlägt man jetzt aber mal die Anzahl der vertretenen Titel, wird man sehr schnell feststellen, dass sich die Anzahl meist nur im einstelligen Prozentbereich des Verlagsprogramms bewegt, welche die Buchhandlung tatsächlich im Laden stehen hat. Davon nehmen den größten Teil frühere Bestseller ein, die sich immer noch gut verkaufen und die aktuellen Novitäten. Darüberhinaus bleibt einfach nicht mehr viel Platz, die der Buchhändler nutzen könnte.
Vielleicht noch ein Wort zu den Buchhandlungen. Man muß sich über folgendes im Klaren sein (und das gilt umso mehr, je größer die entsprechende Buchhandlung ist, wobei viele kleine Buchhandlung auch immer stärker nach diesem Muster arbeiten):
Ein neu aufgenommenes Buch hat heutzutage in der Regel 4-6 WOCHEN (!!) Zeit sich zu verkaufen. Bleiben in dieser Zeit die Verkäufe hinter der Erwartung des Händlers zurück, dann fliegt der Titel gnadenlos aus dem Programm. Bei Novitäten kann man Glück haben und der Zeitraum verlängert sich auf 2-3 Monate. Sehr viel länger hat aber kaum ein Buch Zeit sein Potential zu zeigen. Deshalb ist es besonders wichtig die Werbung, sofern Sie denn geplant ist und durchgeführt wird, auf die Zeit kurz vor und kurz nach Erscheinen zu konzentrieren. In den ersten Wochen entscheidet sich meist die Zukunft eines Buches. Kaum ein Verlag gibt heutzutage auch nur einen Cent dafür aus, einen 'alten' Titel zu bewerben. |
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Verfasst am: 04.04.2008, 07:54 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1961 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Matthias,
| mtg hat Folgendes geschrieben: | | Trotzdem muss die Frage erlaubt sein, was sich hinter dem Begriff "angemessene Werbung" versteckt - und so, wie ich das hier verfolge, ist es eine Aussage, die einfach nur blendet... |
| Zitat: | | Übrigens: Manches Mal sind es auch die Verlage, die wissentlich falsche Szenarios aufbauen, um ihre Autoren zu ködern. Der schwarze Peter ist nicht nur auf der einen Seite... |
Voellig einverstanden. Doch zu viele Autoren machen es diesen Verlagen auch sehr leicht. Wenn Kinder und eventuell auch noch Jugendliche jede Werbung fuer bare Muenze nehmen, kann ich das verstehen, aber wenn erwachsene Menschen Vertraege ueber vierstellige Betraege unterschreiben, ohne sich ueber den Inhalt ernsthafte Gedanken gemacht zu haben, bekomme ich Probleme.
Keiner wuerde vermutlich einen Arbeitsvertrag unterschreiben, in dem eine "angemessene" Entlohnung zugesichert wurde, oder einen Mietvertrag, in dem nur stuende, dass es bei einer "angemessenen" Miete bleiben werde.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 04.04.2008, 08:09 |
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| hawepe hat Folgendes geschrieben: | Hallo Rieke,
| Rieke hat Folgendes geschrieben: | | Unter angemessener Werbung von einem richtigen Verlag verstehe ich, wenn dieser das Buch per se direkt in den Buchhandel bringt, so dass es dort ausliegt. Und zwar breitgefächert. |
Ich weiss, Traeumen ist manchmal notwendig, bloss sollte man sie nicht fuer Realitaet nehmen.
Im letzten Jahr sind alleine in Deutschland um die 75 000 deutschsprachige Titel erschienen. Welche Buchhandlung wird sich wohl so viele Titel hinlegen und wird sie vor allem auch auslegen?
Wenn ich mal sehr willkuerlich von einem etwas groesseren Softcoverformat ausgehe, komme ich auf eine notwendige Tischflaeche von rund 1900 m², also ganz grob einem Viertel Fussballfeld.
Selbst renommierte Verlage schaffen es in der Regel nur mit einigen ausgewaehlten Titeln in die Auslage. Gehe einfach mal in eine Buchhandlung und du siehst selbst ohne groessere Rechnerei, dass von den 75 000 neuen Titeln nur eine Minderheit vorraetig oder gar ausgelegt ist.
Beste Gruesse,
Heinz. |
Mir ist klar, wie schwierig es ist, ein Buch im Handel unterzubringen. Wie viele schlechte Bücher auch gerade in den letzten fünf Jahren auf den Markt gekommen sind. Dennoch verstehe ich unter einer angemessenen Werbung, so sie den zugesagt wurde, dass mein Buch im Laden ausliegt. Wenn auch nicht in allen, so doch zumindest in einer Kette... oder so.
Es ging hier im Beitrag nicht um TRÄUME, sondern was wir unter angemessener Werbung verstehen.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.  |
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Zuletzt bearbeitet von Rieke am 04.04.2008, 13:00, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am: 04.04.2008, 08:59 |
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| hawepe hat Folgendes geschrieben: | | Keiner wuerde vermutlich einen Arbeitsvertrag unterschreiben, in dem eine "angemessene" Entlohnung zugesichert wurde, oder einen Mietvertrag, in dem nur stuende, dass es bei einer "angemessenen" Miete bleiben werde. |
Heinz - Du hast eine Art und Weise, die Dinge auf den Punkt zu bringen ...
Aber mal ehrlich - und das wendet sich auch an André: Ich will gar nicht unsachlich werden (ganz im Gegenteil...) - aber ein Buch zu schreiben, ist im Vergleich zum Arbeitsvertrag oder Mietvertrag eine sehr "unsachliche", weil emotionale Geschichte, da es hier um Träume und Hoffnungen geht. Dass nicht wenige ansonsten sehr erwachsene Erwachsene auf Versprechungen hereinfallen, sieht man auch jeden Tag an der Börse. Natürlich ist "jeder seines Glückes Schmied" - aber trotzdem sollte nicht mit so verwaschenen Formulierungen gearbeitet werden.
Übrigens habe ich auf der HP des Verlages nicht viel Hinweise auf Werbung, geschweige denn "angemessene" Werbung gefunden - eher die Begeisterung, sich einen Traum wahrgemacht zu haben. Was der eine darf (der einen Verlag gründet), sollte aber auch der andere dürfen (der ein Buch schreibt...).
Oder bin ich wieder mal hoffnungslos romantisch?
Matthias |
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Verfasst am: 04.04.2008, 10:22 |
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| lverlag hat Folgendes geschrieben: | | ... vorab zu der 'rechtlichen Drohung'. Ich wollte nicht meinerseits rechtlich drohen, aber die Aussage von Julia ist nun mal eine Tatsachenbehauptung, im rechtlichen Sinne. Aufgrund der aktuellen Rechtssprechung sollte man sich darüber im Klaren sein, dass eine solche Aussage Konsequenzen haben kann, wenn sie die falsche Person liest. Übrigens auch für den Betreiber dieses Forums hier. |
Weißt Du, André - die hiesige Erfahrung zeigt mir, dass es kaum eine Gruppe Menschen gibt, die mimosenhafter sind als die - und jetzt werde ich mal böse - so genannten Autoren. Wenn jeder dieser "freundlichen" Menschen seine Mitmenschen ähnlich ernst nehmen würde, wie er (oder sie) sich selber nimmt, wäre die Welt um vieles einfacher...
Offensichtlich haben diese Damen und Herren keinen Spaß an ihrem Tun - sonst würden sie anders reagieren ... vom "Standing" mal ganz zu schweigen.
Und was Julias Einlassung betrifft: Schau mal auf die Anführungszeichen oder das Icon - dann wäre auch Dir klar geworden, dass dies ein Spitze, aber keine Bewertung ist... Zumindest habe ich das so verstanden.
Herrgott - wenn man nicht mehr frotzeln darf, dann geh ich aber wieder.
Matthias |
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Verfasst am: 04.04.2008, 10:37 |
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| ChrisK |
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| Anmeldedatum | 16.04.2007 | | Beiträge | 212 | | Wohnort | Berlin |
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| Rieke hat Folgendes geschrieben: | Dennoch verstehe ich unter einer angemessenen Werbung, so sie den zugesagt wurde, dass mein Buch im Laden ausliegt. Wenn auch nicht in allen, so doch zumindest in einer Kette... oder so.
Es ging hier im Beitrag nicht um TRÄUME, sondern was wir unter angemessener Werbung verstehen.
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Dass dein Buch in Buchhandlungen ausliegt, kann dir kein Verlag dieser Erde garantieren. Verlage können bei Buchhändlern keine Auslagefläche mieten o.ä. Ein Buchhändler entscheidet ganz allein, was er auslegt oder auch nicht.
Gruß
Chris |
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Verfasst am: 04.04.2008, 10:52 |
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| julia07 |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 1252 | | Wohnort | 87700 Memmingen |
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Danke Matthias!
Meinen Post habe ich inzwischen gelöscht, weil ich Heiner nicht in Zugzwang (des Zwangslöschens) bringen will.
Ich wollte natürlich nicht auf einen bestimmten Verlag abzielen, sondern auf jene Verlage, die beim Kundenfang explizit damit werben, dass "angemessene" Marketingaktivitäten im Paket eingeschlossen sind. Unerfahrene Autoren fallen zu oft auf solche Aussagen herein und das wird permanent mit voller Absicht ausgenutzt. Was sich in Wahrheit hinter den "angemessenen Werbemaßnahmen" verbirgt, das wird bewußt verschwiegen oder bestenfalls in das Kleingedruckte verschoben!
Sich dann damit herauszureden, dass ja jeder die Möglichkeit hat, sich vorher "schlau" zu machen, ist zwar korrekt, aber die ganze Vorgehensweise bleibt trotzdem das, was sie ist: bewusste Täuschung und Abzocke.
Auf der Leipziger Messe bin ich ganze drei Tage durch die Hallen geschlendert und habe mir u.a. gezielt die Verlage angesehen, und auch mit den Mitarbeitern geredet, über die hier und in anderen Foren ständig geklagt wird. Dabei habe ich immer nur von einem "geplanten Buch" gesprochen und nach den Möglichkeiten gefragt. Ich kann versichern, dass es grauenhaft war, wie man da teilweise belogen wird. Ein Anbieter wurde sofort pampig, als ich eine zu gezielte Frage stellte, weil er dadurch merkte, dass ich doch nicht so unwissend war, wie ich mich gab.
Weil es auch anders geht, was eine Handvoll seriöser Anbieter bewies, sehe ich keinen Grund, über solche Bauerfängermethoden zu schweigen. Interessant finde ich die Entwicklung, dass seit geraumer Zeit ständig mit juristischen Maßnahmen gedroht wird, wenn irgendwo eine negative Äußerung auftaucht. Gehört wohl auch zum System
Weil ich selbst ein extrem realistischer Mensch bin, habe ich mich nie übertriebenen Illusionen zur meiner Autorenkarriere hingegeben und habe selbst ergo keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber ich kenne einige Kolleginnen und Kollegen, die von all diesen leeren Versprechungen ein Lied singen können - und das betrifft keineswegs nur Marketingthemen und den Betroffenen muss man auch nicht in jedem Fall Blauäugigkeit vorwerfen, denn sie hatten sich bemüht, die Details zu erfragen, wurden aber arglistig getäuscht. Ich habe Bücher gesehen, die sind qualitativ so grottenschlecht, weil sie z. B. ohne Wissen des Autors in China gedruckt wurden, dass man sie niemandem ruhigen Gewissens verkaufen kann. Als Käufer würde ich vom Autor Schadenersatz verlangen, wenn ich das Buch im Internet gekauft hätte!
Doch zurück zum Marketing.
Natürlich kann kein vernünftiger Mensch erwarten, dass er zum Millionär wird, wenn er ein Buch schreibt, eine ISBN drauf klebt und es nach dem Drucken bei Amazon einstellt, in der selbstverständlichen Annahme, dass es nun zum Selbstläufer wird. Trotzdem ist es für mich weder "normal" noch hinnehmbar, dass Unwissenheit automatisch gezielt und gnadenlos ausgenutzt bzw. bestraft wird.
Wie gesagt, es geht auch anders!
In diesem Sinne...
LG,
Julia |
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Verfasst am: 04.04.2008, 10:54 |
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| chiquitita |
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| Anmeldedatum | 21.09.2007 | | Beiträge | 395 |
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| mtg hat Folgendes geschrieben: | | Weißt Du, André - die hiesige Erfahrung zeigt mir, dass es kaum eine Gruppe Menschen gibt, die mimosenhafter sind als die - und jetzt werde ich mal böse - so genannten Autoren. |
So isses!
| mtg hat Folgendes geschrieben: | | Herrgott - wenn man nicht mehr frotzeln darf, dann geh ich aber wieder. |
Nöö, bleib nur schön hier!! Du wirst doch nicht Deine Aussage über die mimosenhaften Autoren jetzt bestätigen wollen, oder???
Schönen Tag noch
Gruß Uschi |
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Verfasst am: 04.04.2008, 10:56 |
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| chiquitita hat Folgendes geschrieben: | | mtg hat Folgendes geschrieben: | | Herrgott - wenn man nicht mehr frotzeln darf, dann geh ich aber wieder. |
Nöö, bleib nur schön hier!! Du wirst doch nicht Deine Aussage über die mimosenhaften Autoren jetzt bestätigen wollen, oder??? |
Uschi - darf ich jetzt noch nicht mal mehr gegen mich selbst frotzeln???  |
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