| Winfried Kerkhoff |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 17 | | Wohnort | Sendenhorst |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Ich wache auf,
wie jede Nacht, noch immer,
steh auf und wandere
durch Flur und Zimmer.
Ich sitz auf deinem Schreibtischstuhl,
er steht noch da, seit deiner Zeit.
So saßest du mir gegenüber.
Gestern? Oder vor einer Ewigkeit!
Ich blicke auf, vor meinen Augen
tauchst du auf für wenige Sekunden,
unerreichbar fern! Und schon
ist diese Fantasie entschwunden.
Im Türrahmen du einmal standst,
lächelnd, lockend mit der Hand,
nur eine Rose vor den Lenden,
umschlungen von einem roten Band.
Hör ich dich klingeln? So wars,
wenn du ans Krankenbett mich riefst.
Doch mir ist klar, dass es nicht sein kann,
weil du ja nicht mehr bist.
Ich schließ die Augen
und wein,
lege den Kopf auf deinen Tisch,
schlaf ein.
Ich träum, dass ich
mit meiner Stirn auf deinem Leibe liege,
du meine Tränen trocknest und flüsterst:
„Was dir auf ewig bleibt, ist meine Liebe!“
Entwurf Cruzeiro do Sul, Brasilien, 24.3.2001
Überarbeitet 11.9.2004 |
|