| mogelvogel |
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| Anmeldedatum | 12.05.2008 | | Beiträge | 3 |
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Statistik w., Feststellung u. Untersuchung eines Zustandes durch zahlenmäßige Erfassung von Massenerscheinungen u. der in ihnen auftretenden Regelmäßigkeiten.
Diese Definition ist kurz und knapp, daher leider lückenhaft. Doch gibt sie aufgrund dieser Lücken diesen gewissen Raum, den Kritiker benötigen, um statistisch untermauerte Aussagen zu widerlegen, ihr den Wahrheitsgehalt abzusprechen und - mehr noch - der Statistik eine boshafte Form der Manipulation zuzusprechen.
Nehmen wir zwei Beispiele, um dies zu verdeutlichen:
Ein Unternehmen des ÖPNV, nehmen wir einfach mal die KVB (Kölner Verkehrsbetriebe) möchte feststellen, wie die Auslastung einzelner Linien zu bestimmten Tages- respektive Nachtzeiten ist. Einer solchen Überlegung liegt meist eine Vermutung zugrunde, in diesem Falle glauben die Verantwortlichen, dass die 3-Uhr-Bahn der Linie 18 an Werktagen weder von Berufstätigen noch Partygängern genutzt wird. Weil das so aber nur eine Vermutung bleiben würde, beauftragt die KVB nun mal über einen Zeitraum von 4 Wochen einige Studenten mit der anspruchsvollen Aufgabe, sich nachts in besagte Bahnen zu setzen, mit Notizblock und Stift bewaffnet, um die Ein- bzw. Ausstiegshaltestellen der Fahrgäste zu notieren. Dieses Beispiel entspräche somit der einleitenden Definition, die Fahrgäste werden nur zahlenmäßig erfasst. Macht man die Aufgabe für den Studenten nun eine Stufe anspruchsvoller, so müßte dieser seine Hemmschwelle überwinden, wildfremde betrunkene, nörgelnde und eventuell schwarzfahrende Fahrgäste belästigen, sie zum Vorzeigen ihres Tickets zu nötigen und allerhand Fragen zum Sinn und Zweck ihrer Reise stellen. Hier obliegt der Statitistik nicht nur eine quantitive sondern auch eine qualitative Erfassung.
Kommen wir so also zum zweiten Beispiel, welches aufzeigen soll, daß statistische Aussagen mitunter fehlerhaft sein können. Hierzu dürfen Sie selbst ein Experiment durchführen. Gehen Sie zum Fischhändler Ihres Vertrauens - Filialen der Kette "Nordsee" eignen sich hierfür ganz gut.
Meine "Vermutung", die es zu stützen gilt, ist die, dass der/die durchschnittliche Fischverkäufer(in) intelligenztechnisch minderbemittelt oder schwerhörig ist, vielleicht auch beides sind. Verlangen Sie nun einfach an der Theke ein Dachsbrötchen statt eines Lachsbrötchens, und Sie werden feststellen, dass die Angestellten des Fischfachhandels - ohne mit der Wimper zu zucken oder nachzufragen - Ihnen ein Lachsbrötchen aushändigen werden, obwohl Sie deutlich in deutscher Sprache doch nach einem Dachsbrötchen verlangt haben. Dieses Verhalten ist mir in meiner Studie in 100 ausgewählten verschiedenen Fischgeschäften immer wieder genau so widerfahren, so dass davon auszugehen ist, dass der Fischverkäufer entweder a) auf den (Fisch)kopf gefallen, oder b) der tägliche Umgang mit toten Tieren ohne Ohren hat ihm selbst zur Gehörlosigkeit verholfen hat.
Anmerkung: Falls es unter den Lesern jemanden aus dem Flossengewerbe geben sollte, bitte nicht angepisst fühlen. Ist natürlich nur Spass, Fischverkäufer(innen) sind genauso helle wie Metzgereifachverkäufer(innen). |
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