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Verfasst am: 15.06.2008, 21:06 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi Julia,
| Zitat: | | ...Charlotte Roches Roman würde ich unter "Skandalreißer" abhaken... |
Was an obiger Formulierung ist NICHT subjektive Meinung?
Ich befinde mich doch in einem deutschen Forum, unter Leuten, die der deutschen Sprache im Besonderen mächtig sein sollten, da Autoren, richtig? Und dennoch wird eine eindeutig subjektive, aus der Ich-Perspektive und dazu noch im Konjunktiv geschriebene Meinung als allgemein gehaltene Belehrung gehandelt?
Sorry Julia, aber wer derart schlampig liest, zusätzlich auch noch gleich pampig wird (statt - wie war das? - erstmal zu fragen), dem halte ich nicht auch noch die andere Backe hin und entschuldige mich dafür, daß ich es wagte, nicht auch noch "meiner Meinung nach" dazu zu schreiben.
Bin ich grad leicht gereizt? Ja, bin ich. Es ist nämlich nicht das erste Mal, daß du in meine Texte Dinge hineininterpretierst, die da nicht hineingehören und mich für deine Interpretationen zur Rechenschaft ziehst. Das übrigens regelmäßig in einem selbst bei größtem Wohlwollen nicht als freundlich oder wenigstens neutral erkennbaren Tonfall.
Ich pflege sehr genau zu formulieren, du wirst in meinen Texten keine subjektiven Kommentare aus der Ichperspektive finden, außer sie gehören genau da hin, wo sie sind. Umgekehrt werde ich mir sicher nicht sinnlose, doppelt gemoppelte Floskeln angewöhnen, die dank Grammatik und Pronomen bereits völlig eindeutig im Text ausgedrückt sind, nur damit jemand, der nicht bereit ist, einen Text genau zu lesen, aber aus welchem Grund auch immer alles auf sich und das im Negativen bezieht, zu ersparen daran zu arbeiten. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 16.06.2008, 08:16 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 4008 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Irgendwie misstrauche ich den Bestseller-Listen in den diversen Zeitschriften.
Denn manchmal scheint darin ein Titel auf, dessen
offizieller Verkaufsstart gerade einmal drei Tage "alt" ist. Und ob
es bei jedem dieser Bücher eine derartig hohe, für den Begriff
Bestseller reichende Menge an Vorbestellungen gegeben hat? Ich bezweifle das...
Für mich als Leser sind derartige Listen ohnehin von zweitrangigem
Interesse. Als Autor wäre es jedoch schön, einmal auf einer solchen
aufzuscheinen...  |
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Verfasst am: 16.06.2008, 08:26 |
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| lverlag |
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| Anmeldedatum | 06.02.2008 | | Beiträge | 128 | | Wohnort | München |
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Mittlerweile sind die meisten Bestsellerlisten relativ verläßlich, da diese aufgrund von automatisierten Abfragen in den Warenwirtschaftssystemen eine repräsentativen Stichprobe von Buchhändlern ermittelt werden. Natürlich spielt hier auch eine Rolle welche Buchhändler für die Stichprobe ausgewählt werden.
Bis vor einiger Zeit war es noch so, dass die Bestsellerlisten aufgrund manueller Meldungen von Händlern erstellt wurden. Das hatte den witzigen Effekt, dass oftmals Bücher auf den Listen erschienen, die gerade KEINE Bestseller waren. Die Händler wollten auf diese Weise dafür sorgen, dass schlecht gehende Bücher besser verkauft werden. Ich hab irgendwo mal gelesen, dass man früher bestenfalls von den ersten drei Plätzen auf den Bestsellerlisten tatsächlich davon ausgehen konnte, dass es Bestseller sind. Der Rest waren größtenteils solche 'Flops', die der Handel verkaufen wollte.
Mit den Angaben, die viele Verlage zu verkauften Exemplaren machen ist es oftmals nicht anders. Da würde ich persönlich, wenn überhaupt, nur de Hälfte der Zahlen Glauben schenken....wenn überhaupt... |
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Verfasst am: 16.06.2008, 08:54 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi Iverlag,
stimmt, das habe ich auch schon mal irgendwo gelesen. Gabs da nicht mal bei der Bestsellerliste der New York Times eine solche Manipulation, die sich zu einem Skandal ausweitete?
Was mich auch immer etwas irritiert, ist, daß einige der Listen zwischen Hardcover und Paperback unterscheiden. Zwar gibt es noch Verlage, die zwischen beidem einen längeren Zeitraum setzen, aber viele werfen zwischenzeitlich alle Versionen relativ zeitgleich auf den Markt, das verfälscht in meinen Augen dann ebenfalls stark das Ergebnis. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 16.06.2008, 11:23 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 920 | | Wohnort | Bremervörde |
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Ja, der Begriff "Bestseller" ist extrem dehnbar. Ich bin da überfragt, ich weiß nicht, ob es eine rechtlich vorgeschriebene Definition darüber gibt, ab wann sich ein Bestseller so nennen darf.
Ich glaube, man kann diesen Begriff als Marketinginstrument sehr gut "missbrauchen". Wenn der Autor Friedhelm G. Tunichgut zwei Bücher geschrieben hat, und insgesamt nur drei Stück verkauft hat, wird es zwangsläufig zu folgendem Ergebnis kommen:
Buch A: drei Verkäufe
Buch B. null Verkäufe
oder
Buch A: zwei Verkäufe
Buch B: ein Verkauf
und so weiter.
Kurz: Ein Buch wird sich besser verkauft haben, als das andere, also ist eins der beiden Bücher der Besteller von Herrn Friedhelm G. Tunichgut.
So klebt man nun auf das betreffende Buch einen Aufkleber: "Der Bestseller von Friedhelm G. Tunichgut"
Der potenzielle Käufer wird aufmerksam und nicht einmal belogen, denn es IST der Bestseller von dem besagten Autor.
Also, ob Bestseller oder nicht ... kommt auf den Standpunkt an. Die Frage ist, wie gut man mit dem Wort tricksen kann.
Gruß
Hakket |
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_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord-verlag.de |
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Verfasst am: 16.06.2008, 11:58 |
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| Judith |
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| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 2540 | | Wohnort | Schwobaländle |
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Oh, Hakket, dann sind also "Hannahs Nachtgeschichten" mein Bestseller.
Grüßle und schönen Tag,
Judith |
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Verfasst am: 16.06.2008, 12:19 |
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| Birgit Fabich |
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| Anmeldedatum | 23.10.2007 | | Beiträge | 1233 | | Wohnort | Füchtorf |
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Oh, bei mir heißt der Bestseller dann "Geschichten für das stille Örtchen",
da Nummer 2 zwar schon eine ISBN hat,
aber ansonsten noch etwas schlummert
das gibt doch mal eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge des Lebens.
Ich glaube ich bin gerade 2 mm gewachsen, schon allein durch die Vorstellung
Gruß Birgit |
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Verfasst am: 16.06.2008, 12:43 |
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| Versailles |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 833 |
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Ich habe mich besonders über deine Ansicht, Hakket, köstlich amüsiert, denn demnach ist die Comtesse mein ganz persönlicher Bestseller
Meines Erachtens wird aus einem Buch ein Bestseller, wenn es von sehr vielen Menschen in einem überschaubaren Zeit beworben, besprochen und vor allem gekauft wird. Erst einmal ungeachtet seines Inhalts.
Demnach ist Feuchtgebiete mit bisher angeblich mehr als 400.000 verkauften Exemplaren (diese Zahl meine ich gelesen zu haben, ich weiss aber nicht mehr wo) ein Bestseller, Charlotte damit eine Bestseller-Autorin. Gleiches gilt für Harry-Potter-Autorin J.K., deren Bücher zuletzt sogar unglaubliche Vorverkaufszahlen (Vorbestellungen) erreichte. Da jubelt das Verlegerherz.
Mit dem überschaubaren Zeitrahmen meine ich wenige Wochen oder Monate, in denen eine entsprechend heftig gerührte Werbetrommel gehört wird und deutlich messbare Ergebnisse bringt.
Ich wünsche uns allen und jedem seinen eigenen Bestseller
Herzlichst
Amalia |
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_________________ "carpe diem, quam minimum credula postero"
(Horaz, 65-8 v. Chr.)
www.comtesse-heloise.de
Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen |
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Verfasst am: 16.06.2008, 17:32 |
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| Arachne |
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| Anmeldedatum | 28.03.2008 | | Beiträge | 208 | | Wohnort | Niedersachsen |
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Eine interessante, leider aber wohl von keinem zu beantwortende Frage ist doch, wieviele von den Bestsellern, "das Buch was jeder haben muß", auch wirklich gelesen werden. Die Bestseller vergangener Jahre erkennt man doch auf Flohmärkten u.ä. daran, daß davon plötzlich unglaublich viele Exemplare zu haben sind, weil sie nicht mehr zum Image des Käufers/ Beschenkten beitragen ("wer war das noch mal, von dem dieses Buch handelt?") und entsorgt werden können.
Sigrid |
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Verfasst am: 16.06.2008, 18:11 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi Sigrid,
das war ja auch mein erster Aufhänger. Für mich sind das keine echten Bestseller, so wie ich den Begriff ehemals verstehen gelernt habe. Die Memoiren von Kohl oder Bohlen oder Roches Feuchtgebiete mögen sich in der und der Zeit so und so oft verkaufen lassen, aber damit stehen sie immer noch nicht auf einer Stufe mit King, Follett, Süskind oder Crichton, weder was das tatsächliche Gelesenwerden betrifft, noch die Nachhaltigkeit und schon garnicht die fortwährende Beliebtheit bei der Leserschaft. Für mich gehört das einfach zwingend mit dazu.
Bei Licht betrachtet ist jeder x-beliebige Groschenroman dann eigentlich bereits schon allein deshalb ein Bestseller, weil er mehrfach millionenfach binnen 7 Tagen verkauft wird, jeder Perry Rhodan oder Jerry Cotton schlägt da nämlich lässig mit weit höheren Auflagen und kürzeren Verkaufszeiten zu Buche, und man sage mir bitte nicht, daß da die Qualität der Schreibe eine schlechtere sei...  |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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 | @ Sigrid |  |
Verfasst am: 16.06.2008, 22:29 |
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| Versailles |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 833 |
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| Zitat: | | wieviele von den Bestsellern, "das Buch was jeder haben muß", auch wirklich gelesen werden | ich wage zu behaupten, dass das dem Verleger herzlich egal ist. Hauptsache es verkauft sich in rauhen Mengen. Wenn der Verleger daran interessiert ist/wäre zu erfahren, wieviele Menschen das Buch lesen oder wieviele der verschenkten Bücher von den Beschenkten wirklich gelesen werden, würde er sich doch die Mühe machen bzw. das Risiko eingehen und auch so liebevoll gestaltete Bücher von unbekannten Autoren (wie uns) drucken
Charlotte Roche war ja auch kein unbedrucktes Blatt, sondern Moderatorin eines Musiksenders, die ganz kurz vor ihrer geplanten Hochzeit einen Schicksalsschlag erlitt. Ja, und den Grimmepreis hat sie auch erhalten.
| Zitat: | | Bestseller vergangener Jahre erkennt man doch auf Flohmärkten u.ä. daran, daß davon plötzlich unglaublich viele Exemplare zu haben sind, | ja genau! Da gebe ich dir recht. Zur Zeit des Erscheinens waren sie Bestseller und irgendwann werden sie abgelöst vom nächsten Must-have, sonst wären die Verlage irgendwann bankrott...
Ich habe gerade mal geschaut, wieviele Exemplare von Feuchtgebiete bei Amazon gebraucht zu erstehen sind. Der Preis für gelesene Ex. liegt nur knapp 5 € unter dem Buchpreis, was für mich darauf schliessen liesse, dass es noch eine große Nachfrage von Spätlesern geben wird, die vielleicht gerade auf diese Schnäppchenpreise spekulieren und enttäuscht werden könnten.
Die Eingangsfrage lautete ja nicht, was ein echter Bestseller ist, sondern wodurch ein Buch zum Bestseller wird. So wenigstens habe ich die Frage verstanden.
Liebe Grüße
Amalia |
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 | @ Zoba |  |
Verfasst am: 16.06.2008, 22:34 |
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| Versailles |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 833 |
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| Zitat: | | Bei Licht betrachtet ist jeder x-beliebige Groschenroman dann eigentlich bereits schon allein deshalb ein Bestseller, weil er mehrfach millionenfach binnen 7 Tagen verkauft wird, jeder Perry Rhodan oder Jerry Cotton schlägt da nämlich lässig mit weit höheren Auflagen und kürzeren Verkaufszeiten zu Buche, und man sage mir bitte nicht, daß da die Qualität der Schreibe eine schlechtere sei.. |
Sehe ich ähnlich. Die von dir, Zoba, genannten Verkaufszahlen sind wohl "standard". Wenn aber jetzt ein Perry-Rhodan-Exemplar von einem Gastautor wie Eschbach geschrieben wird (siehe seine Autorenwebsite) und sich die Auflage dadurch verdoppelt hätte, wäre eben dieser Roman der Bestseller. Für die Qualität sprechen wohl die Standardauflagen, aber da ich seit ewigen Zeiten keinen Jerry Cotton gelesen habe - ja, auch ich hatte mal so eine Phase - kann ich da auf keine aktuellen Belege zurückgreifen. |
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Verfasst am: 16.06.2008, 23:32 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi,
| Zitat: | | Sehe ich ähnlich. Die von dir, Zoba, genannten Verkaufszahlen sind wohl "standard". Wenn aber jetzt ein Perry-Rhodan-Exemplar von einem Gastautor wie Eschbach geschrieben wird (siehe seine Autorenwebsite) und sich die Auflage dadurch verdoppelt hätte, wäre eben dieser Roman der Bestseller. Für die Qualität sprechen wohl die Standardauflagen, aber da ich seit ewigen Zeiten keinen Jerry Cotton gelesen habe - ja, auch ich hatte mal so eine Phase - kann ich da auf keine aktuellen Belege zurückgreifen. |
Das jedoch ist genau der Punkt, an dem ich den Unterschied zwischen einem Bestseller der klassischen Definition nach, und dem was heute und hier ebenso fälschlicherweise als Bestseller bezeichnet wird, sehe.
Selbst innerhalb der ernsthaften, wissenschaftlichen Forschung zum Thema ist man noch nicht dazu übergegangen, allein und nur die Anzahl der verkauften Bücher/Verkaufszeitraum im Vergleich zu den anderen, als Erklärung des Begriffs zu definieren. Sonst, wiegesagt, hätten wir Bestsellerlisten, die ausschließlich aus Groschenromanen bestehen. Tun sie jedoch nicht, es wird da schon heftig vorselektiert und das mit Ziel und Plan und sehr unterschiedlich in Art und Weise, manipuliert könnte man eben auch sagen.
Die Frage, was ein Buch zu einem Bestseller macht, läßt sich in meinen Augen auch lange nicht so lapidar vorne und hinten abschneiden, wie du es machst. Solange der Ursprungsposter nicht klärt, was er genau gemeint hat, beinhaltet seine Frage, so wie gestellt, wenigstens 3 unterschiedliche mögliche Bedeutungen. Bei zweien davon ist nicht unerheblich, wie man "Bestseller" definiert und da gibts nun mal sehr unterschiedliche Definitionen, die alle ihren Ausfluß in den diversen Listen finden.
Selbst bei der rein marktwirtschaftlichen Definition (X verkaufte Bücher in Y Tagen) ist die Sache ja nicht völlig einfach. Der Gewinn, den ein Verlag aus einem solchen Bestseller erzielen kann, darf ja nicht nur qualifiziert werden (durch o.a. Rechnung), sondern muß abschließend auch irgendwann mal quantifiziert werden. Z.B. muß der Marketingaufwand in ein Verhältnis zu den abschließenden Verkaufszahlen gesetzt werden und da kanns dann durchaus passieren, daß ein Buch, das kurzfristig auf der Bestsellerliste landete, in der abschließenden Buchhaltung zum faulen Ei wird, das Miese produziert hat oder einem nur in Kleinauflage verkauften Buch im Gewinn nachsteht. Zumindest der englische Terminus beinhaltet jedoch auf jeden Fall auch das "selling result", also ein überdeutliches Gewinnergebnis.
Für ganz so einfach halte ich das Ganze immer noch nicht. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 17.06.2008, 06:53 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 4008 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Bloß eine Zwischenbemerkung:
Für so manchen Autor ist ein Longseller von größerem Wert als ein kurzweiliger Bestseller.  |
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Verfasst am: 17.06.2008, 09:27 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi hwg,
jo, ich bekäme liebend gerne Tantiemen für die Bibel oder Shakespeares Macbeth
Stimmt jedoch, das war was ich weiter oben meinte, ein Longseller kann für den Autor weit zuträglicher sein.
Das was man früher einfach als Bestseller bezeichnete, heißt heute eher "Steady Bestseller" im englischsprachigen Raum, wohl um es von den gehäufter auftretenden Reißern/Skandalbüchern, die allein aufgrund der Tabu-Thematik oder der Prominenz (nicht als Autor) des Schreiberlings kurzfristig auf den Listen landen, zu unterscheiden. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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