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Was macht ein Buch zu einem Bestseller?

BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 11:32
floatexpert
 
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Hallo ihr Lieben,

was meint ihr: Was macht ein Buch zu einem Bestseller? book

Bin gespannt auf eure Antworten!

Gruß
Viola

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Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 11:35
julia07
 
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Lies mal bei Charlotte Roche nach; das ist aktuell wohl das beeindruckendste Beispiel cheezy grin
LG,
Julia

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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 11:51
lverlag
 
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Beiträge128
WohnortMünchen


julia07 hat Folgendes geschrieben:
Lies mal bei Charlotte Roche nach; das ist aktuell wohl das beeindruckendste Beispiel cheezy grin
LG,
Julia


Schönes Beispiel...kein toller Stil...fade und ideenlose Handlung...aber die richtige Vermarktung. Den richtigen Titel zur richtigen Zeit mit der passenden Vermarktungsstrategie...das ist aus meiner Sicht entscheidend.

Der Inhalt ist eher nachrangig.

edit: Mit Inhalt meine ich die sprachliche Qualität. Die Thematik muß natürlich zur Vermarktung passen.

BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 12:00
Zoba
 
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WohnortSüden


Hi,

Charlotte Roches Roman würde ich unter "Skandalreißer" abhaken, ein Bestseller ist das für mich nicht. Diese Büchlein, die alle paar Jahre rauskommen, und sich dabei aufs Eindringlichste darum bemühen, eines der noch vorhandenen Tabus zu brechen, erreichen selten die tatsächlich auch gelesenen Auflagen echter Bestseller.

Ein echter Bestseller ist für mich ein Buch

a) mit sehr hohen, harten Verkaufszahlen,
b) das über breite Schichten hinweg gelesen wird, und
c) eine gewisse Langlebigkeit aufweist.

Den anderen Sinn hinter deiner Frage, verstehe ich so, daß du wissen willst, was genau aus einem Buch eines macht, das ein Bestseller wird.

Da haben sich schon viele Autoren den Kopf darüber zerbrochen. cheezy grin

Ich denke, daß man am ehesten eine Vorstellung davon bekommt, wenn man die Bücher von Bestsellerautoren wie Follett, King, Crichton & Co. liest.

Etwas das ich in allen echten Bestsellern bisher immer gefunden habe, ist eine Version des "universalen Plots" und ein Weiteres ist eine interessante Art und Weise, sogar kompliziertere Themen zu formulieren, ohne dabei zu speziell oder wissenschaftlich zu werden, aber auch ohne zu lapidar und offensichtlich zu sein. Das ist gleichbedeutend damit, daß eine sehr breite Basis an Menschen diese Geschichte lesen und verstehen kann, vom Hauptschüler bis zum Professor sozusagen. Follett ist dafür ein Paradebeispiel. Und als weitere Gemeinsamkeit fällt mir auf, daß alle Bestseller eine Geschichte erzählen, die für sich genommen bereits wirklich interessant ist, die einen in eine Welt entführt, die man entweder noch nicht kennt oder die an sich fesselnd ist.

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Gruß,

Zoba

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Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 13:07
julia07
 
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Beiträge1316
Wohnort87700 Memmingen


Danke für die Belehrung, Zoba! Du kannst es wohl einfach nicht lassen Wink

Viola hat explizit nach Bestseller gefragt und da ist die Begrifflichkeit für mich eben eindeutig.
Was den Rest angeht ('erfolgreiches Buch'), bin ich aber durchaus Deiner Meinung. thumb up

LG,
Julia

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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 14:10
Claire
 
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Beiträge670
WohnortBochum


Zur richtigen Zeit mit dem richtigen Thema am richtigen Ort sein, sprich Glück. Der Rest ist dann Verkaufsstrategie. Manchmal glaube ich, dass 90 % wirklich nur Glück und Marketing sind. dozey
Hallo, du komisches Glück! Wo steckst du gerade?????? Confused

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LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 14:29
Thesken
 
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Beiträge152
WohnortNRW


Vielleicht muss man auch einfach einem an sich gesättigten Markt neue Impulse geben, um sich gut zu verkaufen. Nehmen wir doch nur mal den Fantasymarkt als Beispiel. In den letzten Jahren wurde der Markt regelrecht von Romanen überschwemmt, die alle eine ähnliche Handlung, Welt etc. hatten. Es ging hauptsächlich um Gut gegen Böse um die Weltherrschaft, mit viel Magie etc. Jetzt habe ich neulich in einem anderen Forum gelesen, dass sich ein Fantasyfreund ein Buch ganz ohne Magie wünscht.

Fazit: Ein bewährtes Erfolgsrezept muss hin und wieder variiert werden, damit es erfolgreich bleibt!

Liebe Grüße

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Sprache ist mehr als nur Worte - Sprache ist Magie.
http://welt-der-worte.npage.de

BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 14:44
Miss_Buecherwurm
 
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Beiträge144
WohnortLangenzenn


Hallöchen,

als Nicht-Schreiberling versuche ich mal meine Sicht der Dinge darzulegen. Wenn ich die Autoren ansehe, von denen ich jetzt Bücher bekommen habe und auch gelesen habe, würde ich sagen, jedes für sich ist ein Bestseller. Warum das auf dem Buchmarkt nicht so ist, ist eigentlich einfach....es fehlt die entsprechend groß aufgezogene Werbung, die die Medien für namhafte Autoren ausgibt. Und warum gibt man das Geld für namhafte Autoren aus? Weil die das Geld bringen und nur darauf kommt es heute noch an. Nicht etwas neues, etwas anderes anfangen, daran kann man ja nicht oder nicht viel verdienen, sondern auf alt bewährtes setzen, damit kriege ich immer Geld.

Welch ein Glück, das ich einen kleinen Beitrag dazu leisten kann einigen von euch hier zu helfen, diesen Bekanntheitsgrad etwas zu steigern.

Ihr seid alle Bestseller-Autoren. Glaubt an euch und lasst euch von eurem Weg nicht abbringen. thumb up

Herzlichst Ute

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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 15:00
LOFI (Moderator)
 
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Beiträge2676
WohnortOslo


Der internationale Buchmarkt spielt hier eine grosse Rolle. Importierte Bestseller versprechen Gewinn, neue Autoren zunächstmal nicht.
Ich glaube, dass viele Verlage einfach nicht das Risiko auf sich nehmen wollen, neuen Autoren eine Chance zu geben, selbst wenn bei objektiver Betrachtung ein Werk eine gute inhaltliche Qualität aufweist, dass es zu einem Bestseller reichen würde. Der Kommerzdruck ist so hoch, dass Letzteres leider oft nur dann eine Rolle spielt, wenn ein Verlag sich ziemlich sicher ist (aus werbestrategischen und sonstigen statistischen Gründen), keinen Ladenhüter zu produzieren.

Mit anderen Worten: Bestseller wird das, was schon einer ist.
LG

Lorenz

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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 15:51
Zoba
 
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Beiträge1296
WohnortSüden


Hi,

Zitat:
Danke für die Belehrung, Zoba! Du kannst es wohl einfach nicht lassen


Würdest du mir freundlicherweise erklären, was diese unfreundliche Unterstellung (denn so liest sie sich) soll?

Ich habe lediglich meine Meinung zu den "Masche-Büchern" dargelegt, die für mich allein schon deshalb keine Bestseller sind, weil - wie auch in Roches Fall - ihr Erfolg auf demselben psychologischen Effekt basiert wie der Gafferstau auf der Autobahn gegenüber einer blutigen Karambolage.

Das war sicher keine Belehrung. Eine Belehrung ist, wenn ich in Antwort auf deine obige Unterstellung feststelle, daß jemand der nicht möchte, daß man seine Meinung diskutiert, nicht öffentlich posten sollte, denn das normale und übliche Resultat einer öffentlich dargestellten Meinung in einem Diskussionsforum ist, daß Diskussion hierzu entsteht. cheezy grin


@LOFI:

Vermarktung spielt sicher eine große Rolle, aber aus der Bestsellerforschung ist andererseits auch bekannt, daß es mindestens genauso viele Bestseller gibt, die durch reine Mundpropaganda dazu wurden. Und noch andere Bestseller sind eindeutig auf die Publikumsqualitäten des Autors zurückzuführen, man erinnere sich nur an das Duett King/Bachmann, mit dem King auf hinterfotzige Weise bewies, daß er sich auch ohne seinen Namen und das dahinterstehende Marketing brilliant zu schlagen weiß. Rage und Running Man gehören für mich bis heute zu seinen besten Romanen.

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Gruß,

Zoba

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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 16:00
LOFI (Moderator)
 
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Beiträge2676
WohnortOslo


Zoba hat Folgendes geschrieben:



@LOFI:

Vermarktung spielt sicher eine große Rolle, aber aus der Bestsellerforschung ist andererseits auch bekannt, daß es mindestens genauso viele Bestseller gibt, die durch reine Mundpropaganda dazu wurden. Und noch andere Bestseller sind eindeutig auf die Publikumsqualitäten des Autors zurückzuführen, man erinnere sich nur an das Duett King/Bachmann, mit dem King auf hinterfotzige Weise bewies, daß er sich auch ohne seinen Namen und das dahinterstehende Marketing brilliant zu schlagen weiß. Rage und Running Man gehören für mich bis heute zu seinen besten Romanen.


Habe ich nicht bestritten, sondern lediglich auf die Bedeutsamkeit der Komponente hingewiesen, die ja wohl nicht zu verleugnen ist.

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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 16:21
Zoba
 
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Beiträge1296
WohnortSüden


Hi LOFI,

sicher ist die Vermarktung eine wichtige Komponente, das stellte ich ja auch nicht in Abrede, aber auch die beste Vermarktung hilft nicht, ein Buch zum Bestseller zu machen, das vom Publikum nicht angenommen wird und rechte viele Bücher, deren Erfolg auf Bestsellerlisten vor allem dank ihrer Vermarktung entstand, sind dort nur kurz zu finden. "Das Parfüm" zum Beispiel befand sich ganze 9 Jahre lang in der Bestsellerliste des Spiegels, wurde jedoch zu Anfang kaum vergleichbar vermarktet wie Bohlens Bekenntnisse, die es grade mal ein paar Wochen lang dort aushielten und mit einem enormen Aufwand vermarktet wurden.

Womit sich wiederum für mich die Frage stellt, ob es für einen Autor wünschenswerter wäre, einen Best- oder einen Longseller zu schreiben.

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Gruß,

Zoba

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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 19:34
julia07
 
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Wohnort87700 Memmingen


Zoba hat Folgendes geschrieben:
Würdest du mir freundlicherweise erklären, was diese unfreundliche Unterstellung (denn so liest sie sich) soll?

Warum nur bist Du gleich so bissig?
Ich hatte Charlotte Roches Feuchtgebiete als Beispiel für einen Bestseller angeführt, der nächste Post sagte das Gleiche aus und darauf hast Du gepostet, dass dieses Machwerk kein Bestseller sei, weil....
Wenn das keine Belehrung ist, was ist es dann?

Warum sagst Du nicht einfach "ich sehe das anders ...", so wie man das in einer anderen Diskussion auch tut. Das klingt dann nicht so aggressiv und keiner kommt auf die Idee, dass man ihn/sie persönlich meint.
Das hier war also ein klassisches Beispiel von der Sorte "hätte man vermeiden können".

Mir vergeht hier langsam die Lust auch nur über das Wetter zu reden.

LG,
Julia

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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 19:39
julia07
 
Anmeldedatum22.05.2007
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Wohnort87700 Memmingen


Zoba hat Folgendes geschrieben:
Womit sich wiederum für mich die Frage stellt, ob es für einen Autor wünschenswerter wäre, einen Best- oder einen Longseller zu schreiben.

Rolling Eyes shocked eyes

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Re: Was macht ein Buch zu einem Bestseller?

BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 19:45
Dozen-Roses
 
Anmeldedatum19.05.2008
Beiträge445


floatexpert hat Folgendes geschrieben:
Hallo ihr Lieben,

was meint ihr: Was macht ein Buch zu einem Bestseller? book

Bin gespannt auf eure Antworten!

Gruß
Viola


Es gibt Menschen wie Dieter Bohlen oder Helmut Kohl zum Beispiel. Da ist es keine Frage, dass das Buch ein Beststeller wird. Die haben schon ausgesorgt, noch bevor das Buch gedruckt wurde. Und dann von vornherein in immenser Auflage.

Das nötige Vitamin B muss her. Vielleicht sollen wir mal ans Fernsehen schreiben?

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Gruß von Dozen Roses
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