Verfasst am: 29.05.2008, 19:05 |
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| frangsen |
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Briefbögen und Visitenkarten sind aber nicht unbedingt mit Aufsätzen, Artikeln oder literarischen Werken im Allgemeinen gleichzusetzen. In diesen kann ich von der "E-Mail" sprechen, und in jenen kann ich von der "eMail" schreiben.
VGe Frank |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 29.05.2008, 20:48 |
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| frangsen hat Folgendes geschrieben: | Briefbögen und Visitenkarten sind aber nicht unbedingt mit Aufsätzen, Artikeln oder literarischen Werken im Allgemeinen gleichzusetzen. In diesen kann ich von der "E-Mail" sprechen, und in jenen kann ich von der "eMail" schreiben.
VGe Frank |
Seit wann sprichst Du in Aufsätzen? Es ging hier doch darum, wie man etwas schreibt - und ob ein Lektor dann etwas überlesen bzw nicht korrigiert hat, so er denn weiß, nach welchen Kriterien er korrigieren sollte... - und da steht dann z.B. auf Deiner Visitenkarte:
eMail: frangsen@autorenpool.info
... und das ist wohl einwandfrei eine Schreibweise... |
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Verfasst am: 29.05.2008, 20:55 |
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| frangsen |
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| Anmeldedatum | 15.12.2007 | | Beiträge | 231 | | Wohnort | Kiel |
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Ja, stimmt. (Aber ich habe "sprechen" als Synonym für "schreiben" gebraucht. Das mag zwar etwas ungenau erscheinen, aber in diesem Falle, also für das, was ich sagen will, ist es nicht so wichtig.)
Briefbögen und Visitenkarten sind aber nicht unbedingt mit Aufsätzen, Artikeln oder literarischen Werken im Allgemeinen gleichzusetzen. In diesen kann ich von der "E-Mail" schreiben - und in jenen von der "eMail".
VGe
Frank |
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Verfasst am: 29.05.2008, 21:18 |
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... das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es der Schreibweisen viele Töchter in dieser unserer Sprache gibt - und manche kennt nicht mal der Duden, obwohl sie fast schon üblich sind... mehr wollte ich gar nicht beitragen...  |
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Verfasst am: |
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 | Re: was taugen eigentlich Lektoren??? |  |
Verfasst am: 29.05.2008, 23:53 |
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| Moskito |
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| Anmeldedatum | 24.05.2008 | | Beiträge | 26 |
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| chiquitita hat Folgendes geschrieben: | Nun finde ich zu meinem Entsetzen immer öfter diese das-dass-Fehler bei renommierten Verlagen. Ich zweifle bereits an mir. Vielleicht ist ja auch etwas bezüglich der Rechtschreibreform an mir vorbeigegangen und ich denke da falsch.
Hier ein Beispiel aus dem Buch "Freizeichen" von Ildikó von Kürthy (studierte Journalistin). Wo waren da die Lektoren vom Rowohlt-Verlag??
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Mal eine ganz simple Frage:
Was hat ein Lektor mit der Rechtschreibung eines Buches zu tun?
Ich zitiere mal Wikipedia heran:
| Zitat: | Ein Verlagslektor (lat. lector für „Leser“), meist nur „Lektor“ genannt, ist ein in der Verlagsbranche angestellter Mitarbeiter zur Auswahl und Bewertung von Manuskripten. Lektoren haben oft ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert, meist Germanistik, Anglistik und Sprachwissenschaften. Fachlektoren in wissenschaftlichen Verlagen haben meist ein Studium in ihrem Fachgebiet abgeschlossen.
Zu den weiteren Aufgaben gehören:
die Suche nach geeigneten Autoren und Manuskripten für die Planungsvorhaben des Verlagsprogramms.
das Vorschlagen von Manuskripten zur Übernahme ins Verlagsprogramm,
die redaktionelle Aufbereitung von Manuskripten in Zusammenarbeit mit dem Autor,
die Begleitung des fertigen Manuskriptes von der Druckreife bis zur Veröffentlichung, insbesondere auch die Erstellung und Koordinierung aller Marketingaktivitäten in Zusammenarbeit mit der Werbeabteilung (in der Regel entwirft der Lektor den Werbetext, da er ja den Inhalt des Buches am besten kennt),
die Betreuung von Verlagsautoren seines Zuständigkeitsbereichs auch unabhängig vom Einzelprojekt (Vermittlerrolle).
Sie prägen mit ihrem persönlichen Profil mitunter sogar so stark das Verlagsprogramm, dass Autoren zuweilen mitgehen, wenn sie den Verlag wechseln. (Bbl. Umfrage, newsletter 14. April 2006).
Im umgangssprachlichen Gebrauch wird der Lektor häufig mit dem Korrektor verwechselt, dessen Aufgaben sich hauptsächlich auf das reine Überprüfen auf Fehler bei Rechtschreibung, Grammatik, Interpunktion und Typografie beschränken. |
Siehe insbesondere den letzten Absatz: Lektor ist nicht Korrektor. Und Korrektor als Beruf gilt als beinahe ausgestorben. Autor/Autorin sollte, was die deutsche Rechtschreibung angeht, doch irgendwie sattelfest sein. Oder etwa nicht?
Grüße
M. |
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Verfasst am: 30.05.2008, 06:25 |
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| SandraR |
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| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 345 | | Wohnort | Moskau |
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Moskito natuerlich gibt es Korrektoren und viele davon arbeiten auch als Lektoren. Waeren die Korrektoren ausgestorben wuerden die Germanisten verhungern .
Zu Glauben man wuerde seine eigenen Fehler alle sehen und finden ist eine Ausrede um Geld fuers korrigieren zu sparen.
Wer selber einen Text ueber Wochen geschrieben hat ist anschliessend garantiert betriebsblind.
Du siehst nicht was da steht, sondern was Du denkst da stehen sollte! Deswegen, aus Erfahrung ohne Korrektoren sollte nichts laufen und selbst dann wird es noch immer Fehler geben. So fuehren selbst absolut korrekte Kommas heute zu den wildesten Diskussionen, den Kommas sind leider mitlerweile praktisch geschmackssache. Die Zeichensetzung kann perfekt nach neuem Duden sein, und es schreibt dir garantiert noch ein freundlicher Leser es gaebe Kommafehler:)))). Buchstabendreher und bei mir bedingt durch eine Fremdsprachenumgebung auch mal Satzdreher gehoeren nun mal zum Alltag.
Gruss
Sandra |
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_________________ russland-buecher.ru |
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Verfasst am: 30.05.2008, 08:03 |
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| Zitat: | | Im umgangssprachlichen Gebrauch wird der Lektor häufig mit dem Korrektor verwechselt, dessen Aufgaben sich hauptsächlich auf das reine Überprüfen auf Fehler bei Rechtschreibung, Grammatik, Interpunktion und Typografie beschränken. |
Moskito - das ist wie Radio Eriwan: Im Prinzip hat Wikipedia Recht, aber die Realität sieht - aus Kostengründen - oft anders aus. |
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Verfasst am: 30.05.2008, 08:18 |
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| K-l-a-u-s |
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| Anmeldedatum | 28.05.2008 | | Beiträge | 11 | | Wohnort | Oldenburg |
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Ich habe in meinem Leben bisher ausschließlich Sachbücher gelesen, und die Rechtschreibung war mir dabei zugegeben recht schnuppe:
Mir geht es schlicht darum, dass der (Fach-) Autor etwas von seinem Metier versteht und dieses auch vermitteln kann - inhaltliche Professionalität also.
Viele von Euch leben aber in einem anderen -mir bis dato unbekannten- Universium:
Bel|le|t|ris|tik die; -: unterhaltende, schöngeistige Literatur
Hätte auch ich einen solchen Fokus - ich würd' mich sicher arg ärgern, wenn der Verfasser eines solchen Werkes nicht einmal sein grundlegendes Handwerkszeug beherrscht:
Die Orthographie
Just my 2cents...
Ciao |
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Verfasst am: 30.05.2008, 08:24 |
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| K-l-a-u-s hat Folgendes geschrieben: | | Viele von Euch leben aber in einem anderen -mir bis dato unbekannten- Universium |
Klaus,
Ortographie ist kein Paralleluniversum, sondern findet sogar in Sachbüchern statt. Es gibt ein mentale Querverbindung von "falsch Schreiben" zu "nicht glaubwürdig". Abgesehen davon, dass ich es als einen Akt der Professionalität (hallo Sachbuch und Inhalt!) betrachte, sich Mühe zu geben. |
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Verfasst am: 30.05.2008, 17:32 |
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| Arachne |
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| Anmeldedatum | 28.03.2008 | | Beiträge | 208 | | Wohnort | Niedersachsen |
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Sylvie hat geschrieben: | Zitat: | | Und auch die beiden Deutschlehrer hatten so ihr Problem mit "seit-seid/ das-dass". |
Hallo Sylvie,
Entschuldigung, aber wie ist es möglich, da etwas zu verwechseln? "Seit" ist eine Konjunktion und "seid" ein konjugiertes Verb. Ich bin zwar Biologin, aber Grundzüge der Syntax beherrsche ich noch. Wenn Deutschlehrer da Probleme haben, sehe ich für das Bildungssystem tatsächlich schwarz (oder schreibt man das nach dieser bescheuerten neuen Rechtschreibung jetzt Schwarz?).
Sigrid |
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Verfasst am: 30.05.2008, 19:18 |
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| Moskito |
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| Anmeldedatum | 24.05.2008 | | Beiträge | 26 |
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| mtg hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Im umgangssprachlichen Gebrauch wird der Lektor häufig mit dem Korrektor verwechselt, dessen Aufgaben sich hauptsächlich auf das reine Überprüfen auf Fehler bei Rechtschreibung, Grammatik, Interpunktion und Typografie beschränken. |
Moskito - das ist wie Radio Eriwan: Im Prinzip hat Wikipedia Recht, aber die Realität sieht - aus Kostengründen - oft anders aus. |
ich wollte damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass Lektoren sich mit allerlei Dingen befassen, aber wohl kaum mit der Überprüfung der Rechtschreibung eines Werkes. Von daher schlägt man mit "wo waren die Lektoren" auf das falsche Pferd ein.
Grüße
M. |
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 | Ach... |  |
Verfasst am: 30.05.2008, 19:31 |
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| LordKotz |
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nunja das Pferd Lektor ist nunmal derjenige Welche der die Aufgaben des vom Aussterben bedrohten Korrektors mitmachen muß. In sehr vielen Verlagen!
Ob man das nun gut findet oder nicht, der Lektor ist in diesem Fall der Schuldige. Dort wo ein Korrektor noch beschäftigt wird, dort ist sicher der Lektor der falsche Prügelknabe!
Ich würde den Job nicht machen wollen!
Aber es ist und bleibt nunmal Fakt egal wieviel drumherum diskutiert wird hier in diesem Tread! |
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_________________ Wenn Du es mit selbstherrlichen Arroganzlingen zu tun hast, lächle einfach in dem Wissen, dass Arroganz die Karikatur des Stolzes ist.
www.lordkotz.de.tl |
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Verfasst am: 31.05.2008, 05:49 |
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| hwg (Moderator) |
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Nun, ich kenne Lektoren, die einen Text mit (zu) vielen Rechtschreibfehlern sofort von der Verlagssekretärin in
ein Retourkuvert an den Autor stecken lassen. Und sie
haben aus meiner Sicht nicht unrecht...  |
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