 | Wer hat Erfahrung als Ghostwriter? |  |
Verfasst am: 05.06.2008, 09:57 |
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| floatexpert |
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| Anmeldedatum | 16.03.2008 | | Beiträge | 207 | | Wohnort | Singen |
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Hallo Ihr Lieben!
Ich habe eine Frage an euch.
Wer hat von euch schon mal ein Buch als Ghostwriter geschrieben?
Wie läuft das?
Worauf soll man da achten?
Wer hat an so einem Buch die Rechte?
Gibt es in so einer Angelegenheit Musterverträge?
Danke schon mal für eure Antworten.
Liebe Grüße
Viola |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 05.06.2008, 10:07 |
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| hwg (Moderator) |
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Ghostwriter wird man in der Regel, wenn wer den Auftrag dazu gibt.
Der Auftraggeber scheint dann auch als Autor und Inhaber aller Rechte auf. Der "echte" Schreiber bleibt, wie ja die Bezeichnung schon sagt, "im Schatten".
Verträge sind deshalb nicht mit einem Verlag (es sei denn, dieser wäre Auftraggeber) sondern mit der meist ja irgendwie prominenten Person, in deren Namen man schreibt, abgeschlossen. Der Ghostwriter kann in diesen Vertrag jedoch eine Beteiligung am Verkaufserlös einbringen. |
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Verfasst am: 05.06.2008, 10:50 |
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| floatexpert |
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| Anmeldedatum | 16.03.2008 | | Beiträge | 207 | | Wohnort | Singen |
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@hwg
Und was ist so eine Ghostwriter-Arbeit nun wert? Sprich als Honorar, wenn nicht über Beteiligung (ist ja so ne Sache,das Buch kann ja ein Flop sein) ?
Liebe Grüße |
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Verfasst am: 05.06.2008, 11:40 |
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| SandraR |
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| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 349 | | Wohnort | Moskau |
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| Als Ghostwriter trittst Du alle Rechte ab. Das Autorenhonorar ist Verhandlungssache und wie viel man verlangen kann haengt a) vom Thema ab und b) Umfang sowie c) wer sich damit schmueckt. Die Honorar sind im vierstelligen Bereich und sollten eigentlich nicht unter der Ziffer 3 sein. Ich wuerde es nicht unter der 5 oder 6 machen. Wer fuer andere schreibt, kann in dieser Zeit nicht fuer sich schreiben. |
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_________________ russland-buecher.ru |
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Verfasst am: 05.06.2008, 15:41 |
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| hwg (Moderator) |
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Grundsätzlich hat Sandra die Frage wegen der Honorarhöhe ja schon beantwortet.
Es stimmt, wer "für andere" schreibt, kommt selten zum Verfassen eigener Werke.
Allerdings gibt es gar nicht so wenige Autoren, die fast n u r als Ghostwriter tätig sind, weil sie gar nicht so viel Wert auf (Buch-)Veröffentlichungen unter eigenem Namen legen.
Meistens sind diese (für den Leser anonymen) Autoren Verfasser von Biografien, Firmenportraits, Jubiläumsschriften und dergleichen und nicht unbedingt Produzenten so genannter schöngeistiger Prosa- oder Lyrikwerke.
Ich habe zum Beispiel als Ghostwriter vor vielen Jahren ein populärwissenschaftliches Buch über Hemma von Gurk für eine aus Altersgründen nicht mehr ganz denk- und schreibfähige Geschichtsprofessorin verfasst und der Dame damit einen Lebenswunsch erfüllt. Denn das 400-Seiten-Buch erschien in einem angesehenen Verlag in einer Auflage von 5000 Expl. und bekam in Fachzeitschriften relativ gute Rezensionen, nachdem das ursprüngliche Originalmanuskript der Professorin von mehreren einschlägigen Verlagen abgelehnt worden war.
Heute würde ich mir diese zeitraubende Arbeit nicht mehr antun. Allerdings bin ich für kürzere Veröffentlichungen nach wie vor auch als "Geisterschreiber" tätig. Einem "freien Autor" darf eben (fast) kein Auftrag unerfüllbar erscheinen.  |
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Verfasst am: 09.06.2008, 19:32 |
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| Leilah |
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| Anmeldedatum | 15.10.2007 | | Beiträge | 233 | | Wohnort | Kassel |
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Ich habe vor zwanzig Jahren nach Redakteursausbildung und Studium als Ghostwriterin für Festschriften, wissenschaftliche Texte und Firmenchroniken begonnen. Das war eine sehr gute Schreib- und Lebensschule, wenn auch zeitaufwändig und nicht übermäßig lukrativ.
(Was ich grundsätzlich ablehne und bis zum heutigen Tage niemals als Auftrag annehmen würde, sind Hausarbeiten, Diplomarbeiten u.ä. für Schüler und Studenten. Das ist in meinen Augen Betrug und unfair, vor allem, da sich so einen "Service" nur wohlhabende Aspiranten leisten können.)
Eine Zeit lang habe ich dann auch belletristische Texte "im Fremdauftrag" verfasst, aber wenn man sich mal mit den Beweggründen der Auftraggeber beschäftigt, bei denen häufig eine gehörige Profilneurose und Arroganz vorhanden ist, fühlt man sich unwohl bei solchen "Geschäften". Etwas sauberer ist, finde ich, die Nennung als Co-Autor, wenn man jemandem beim Schreiben das Händchen geführt hat.
Heute schreibe ich eher mal zur Abwechslung unter einem neuen Pseudonym. |
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_________________ HörBuchKunst - Filmmusik - Prosa und Lyrik: Lauschen, schauen, staunen unter www.leilah-lilienruh.de! |
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