Verfasst am: 23.08.2007, 14:08 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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Hallo Rita!
| Zitat: | | dieser Inhalt ist wahrlich sehr kurz. |
Er ist vermutlich zu kurz. Ich werde wohl noch ein oder zwei Tage warten, dann antworte ich auf Deine Gedanken.
Im Augenblick tendiere ich dazu, die Diskussion doch wieder auf die alte Art laufen zu lassen. Denn bei der jetzigen Version müssen unsere Kolleginnen und Kollegen mehr überlegen als bei der bisherigen Version. Das kostet Zeit.
Bereits in einem früheren Beitrag schriebst Du:
| Zitat: | | Meine Befürchtung wäre jedoch, dass sich dann das Thema zu sehr in die Länge zieht. |
... und die anfänglich noch Interessierten springen dann doch ab.
Das Gegenteil einer schlechten Lösung ist nicht zwangsläufig eine gute Lösung.
Liebe Grüße
Wolf-Gero |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 23.08.2007, 14:44 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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ein etwas anderer beitrag zum thema
Mein dummer Nachbar
Was sind doch all die Leute
um mich herum so schlecht.
Ich sag euch nicht nur heute
das ist mir gar nicht Recht.
Kritik – die kann ich gut vertragen -
vorausgesetzt sie gilt nicht mir.
Denn ich bin immer gut und recht –
nur mein Nachbar - der ist schlecht.
Wenn beide wir das gleiche tun,
steckt jeder drin in seinen Schuh’n.
Deshalb fällt meine Bosheit schlicht
nur für den Nachbar ins Gewicht.
Und umgekehrt hat er am Stecken
halt seinen und nicht meinen Dreck.
Drum brauch ich mich auch nicht verstecken
Mein Dreck ist sauber – seiner schlecht.
Doch dieser Dummkopf nebenan,
spricht ständig schlecht von mir!
Obwohl doch jeder sehen kann:
Ich bin ein Mensch – er nur ein Tier.
Ich selber, ich bin fehlerfrei,
hab alles fest im Griff.
Der Nachbar hält’s für Prahlerei,
er ist halt primitiv.
gcroth 2007
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Verfasst am: 23.08.2007, 15:00 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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Grete Du bist super. Du hast wieder alles genau erkannt und auf den Punkt gebracht, auf so nette dichterische Art.
Es ist wohl wahr. Wir selbst sind immer die Guten.
Aber wie ich schon erwähnte, man kann lernen und umdenken. Ich habe einiges pappiert.
Einen schönen Tag noch (heute scheint endlich die Sonne)
Gruß Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
www.ritahajak.de Wieder mal neu |
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Verfasst am: 23.08.2007, 16:51 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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Hallo Grete!
Ohne jetzt schon auf die diskussionsrelevanten Einzelheiten einzugehen, möchte ich zu Deinem Gedicht doch schon jetzt sagen, dass Du wohl auf spielerische Art etliche markante Punkte aufgespießt hast. Ich bin begeistert.
In ein oder zwei Tagen komme ich noch darauf zurück.
Liebe Grüße
Wolf-Gero |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 25.08.2007, 12:32 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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2. Fähig und bereit, zu kritisieren – 3 (Auflösung)
Der zweite Teil endete damit, dass wir im Grund ein geschöntes Bild von uns selbst mit einem negativ eingefärbten Bild eines anderen vergleichen.
Unser Urteil über andere wird durch eine weitere Unart verfälscht.
Urteilen wir über unser eigenes Handeln, beziehen wir die gegebenen Möglichkeiten mit ein. Tun wir das auch, wenn wir über andere urteilen?
Unser Urteil über andere wird durch eine weitere Unart verfälscht. Während wir unser eigenes Handeln an gegebenen Möglichkeiten messen, vergleichen wir das Handeln anderer häufig mit einer nicht zu realisierenden Idealvorstellung. Wenn nun jemand die in ihn gesetzten Erwartungen nicht zu erfüllen vermag, fragen wir viel zu selten danach, ob ihm das überhaupt möglich war.
Völlig unabhängig voneinander sind zwei Arbeiter damit beauftragt worden, je eine Baugrube auszuheben. Nach acht Stunden Arbeit kann der eine Arbeiter mit einer Grube aufwarten, die weit größer ist als die seines Kollegen. Lässt sich mit den vorhandenen Informationen auf die tatsächliche Leistung schließen?
Eine geradezu verhängnisvolle Bedeutung bekommt diese Art, zu urteilen, wenn es um den Vergleich von Leistungen geht. Ohne alle relevanten Umstände zu kennen, schließen wir leichtfertig vom Arbeitsergebnis auf die vermeintliche Leistung. Völlig unabhängig voneinander sind zwei Arbeiter damit beauftragt worden, je eine Baugrube auszuheben. Nach acht Stunden Arbeit kann der eine Arbeiter mit einer Grube aufwarten, die weit größer ist als die seines Kollegen. Er hat offensichtlich mehr geleistet – oder etwa doch nicht? Betrachten wir die Menge bewegter Erde als einzig denkbare Grundlage, um die Leistung der Arbeiter zu bewerten, und ignorieren dabei, dass der vermeintlich leistungsfähigere einen Bagger benutzen durfte, während sich der andere mit Spitzhacke und Schaufel abzumühen hatte, müssen wir uns zu Recht vorwerfen lassen, die Leistung der Arbeiter nicht an deren gegebenen Möglichkeiten gemessen zu haben.
Jemand wählt eine Lösung, die unbestritten schlecht ist. Gibt es eine Konstellation, die seine Wahl nicht ganz so negativ erscheinen lässt?
Woran liegt es, dass wir manchmal mit zweierlei Maß messen?
Wie wir es uns selbst zugestehen, so sollten wir auch von unseren Mitmenschen nicht mehr erwarten, als dass sie von allen ihnen gegebenen und zugleich für sie erkennbaren Möglichkeiten die mit den geringsten Nachteilen behaftete wählen. Ist diese Aussage erst einmal fester Bestandteil unserer Überzeugungen, erkennen wir auch die Arroganz, die darin liegt, dass wir oft mit zweierlei Maß messen, wenn wir über Erfolge im Beruf urteilen. Gehören wir selbst zu den Erfolgreichen, dann zögern wir nicht, unseren Erfolg mit überdurchschnittlichen Leistungen zu begründen. Somit sind die Misserfolge anderer nur untrügliche Hinweise auf deren mangelhafte Leistungen. Bleibt uns selbst jedoch die Karriere versagt, scheint Leistung aus der Menge möglicher Erklärungen verschwunden zu sein. Weder anerkennen wir ein Leistungsdefizit als Ursache für unseren Misserfolg, noch können wir uns dazu durchringen, den Erfolg eines anderen auf dessen Leistungsfähigkeit zurückzuführen. Um einiges angenehmer finden wir es, das Ausbleiben unserer Karriere mit unglücklichen Umständen zu begründen, und hinter der Karriere eines Arbeitskollegen vermuten wir vieles, nur nicht überdurchschnittliche Leistungen.
Sich selbst kritisch zu überwachen bringt Probleme. Sollten wir diese Überwachung vielleicht grundsätzlich anderen überlassen? Wenn ja, warum, falls nicht, warum nicht?
Es ist eines, auf bestimmte Übel aufmerksam zu machen, etwas anderes, angemessen zu reagieren. Nachdem wir darauf hingewiesen haben, mit was für Schwierigkeiten wir rechnen müssen, wenn wir auch eigene Entscheidungen und Handlungen kritisch überwachen wollen, könnten wir uns fragen, ob wir nicht auf Selbstkritik verzichten und die Aufgabe, uns zu überwachen, anderen überlassen sollten. – Selbstverständlich nicht, und die Begründung dafür ist uns inzwischen gewiss vertraut: Wofür wir ohnehin als verantwortlich gelten, das wollen wir auch in unserem Sinn beeinflussen. Worauf träfe das wohl mehr zu als auf unsere eigenen Entscheidungen und Handlungen? Die oben erwähnten Schwierigkeiten sollten uns nicht schrecken, sondern eher anspornen, all unser Tun und Lassen besonders aufmerksam zu beobachten.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen unserem Aufruf, alles zu überprüfen, und dem beständigen Wandel in unserer Welt?
Wie ist mit ewigen Wahrheiten umzugehen?
Wir leben in einer Welt, in der nicht der Bestand das Übliche ist, sondern der Wandel. Folglich verliert vieles, was noch gestern als richtig galt, heute oder morgen seine Gültigkeit. Indem wir unsere Überzeugungen aber wieder und wieder in Frage stellen, können wir verhindern, an überholten Ansichten festzuhalten. Dieses stete Anzweifeln sollte uns nicht ängstigen, denn wir können dabei nur gewinnen. Falls unsere Meinung von gestern auch heute noch gilt, wird sich das bei der Überprüfung herausstellen, anderenfalls ist es allerhöchste Zeit, die falsche Meinung aufzugeben. Glaubt trotzdem jemand, er besitze tatsächlich ewige Wahrheiten, die folglich keiner Überprüfung bedürfen, hat er den Bezug zur Realität vermutlich längst verloren … oder bereits der Gedanke an Veränderungen löst bei ihm grundsätzlich Angst vor allem Ungewissen aus, was ihn zu einem leichten Opfer politischer Rattenfänger werden ließe.
Dieses war ein Test. Ich wollte prüfen, ob sich unsere Kollegen von unserem jeweiligen Diskussionsthema mehr angesprochen fühlen, wenn es zwar unfertig, aber sehr kurz daher kommt. Es hat sich jedoch kein Unterschied gezeigt, sodass ich wieder zur bisherigen Form zurückkehren werde. Allerdings habe ich mir vorgenommen, die einzelnen „Portionen“ etwas zu verkleinern, wenn es irgendwie geht.
Viele Grüße
Wolf-Gero |
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Verfasst am: 25.08.2007, 14:05 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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Hallo Wolf-Gero,
| Zitat: | | Sich selbst kritisch zu überwachen bringt Probleme. Sollten wir diese Überwachung vielleicht grundsätzlich anderen überlassen? Wenn ja, warum, falls nicht, warum nicht? |
In der Tat bringt es Probleme sich selbst zu überwachen, weil vieles was man tut oder lässt auch unbewusst abläuft. Jeder hat so seine Verhaltensmusster die er ständig auch im Alltag anwendet, ohne sie jemals zu hinterfragen. Ich habe lange gebraucht, meinem Mann und meinen Kindern klar zu machen, dass ich ausdrücklich darauf hingewiesen werden möchte, wenn ihnen solche Dinge auffallen. Erst wenn sie bewusst werden, kann man sich mit ihnen auseinandersetzen. Eine grundsätzliche fremdbestimmte Überwachung würde ich allerdings auch ablehnen. Es besteht ohnehin grad in Familien eine Art "Soziale Kontrolle" - meist reicht die aus. Aber hin und wieder ist es sehr hilfreich, wenn einem vertraute Personen deutlich machen, wie man gerade reagiert und man dann schauen kann, warum man so und nicht anders handelt - oder auch nicht.
LG Grete |
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Verfasst am: 25.08.2007, 14:25 |
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| hwg (Moderator) |
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...und was macht einer so wie ich, der als überzeugter Single von
"Fremdeinmischung" weitgehendst verschont bleibt?  |
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Verfasst am: 25.08.2007, 15:15 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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Hallo Hans,
auch Du hast einen guten Freund, nicht wahr?
LG Grete |
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Verfasst am: 25.08.2007, 15:19 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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Man muss auch unterscheiden zwischen ungewollter Einmischung und gewollter Teilnahme! Man nennt das auch: an seinen Macken wachsen können! Ich empfinde solche gewollten Einmischungen jedenfalls als Bereicherung. Egal, ob ich sie dann annehme oder ablehne.
LG Grete |
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Verfasst am: 25.08.2007, 16:47 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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Hallo an Alle!
Auch hier macht der Ton die Musik. Wenn einer höflich und sachlich Kritik übt, kann ich dass akzeptieren. In meinem näheren Umfeld, wissen ohnehin alle, dass ich viel vertrage. Was ich nicht mag, ist, wenn ausenstehende zu persönlich werden und kritisieren ohne bestimmte Umstände zu kennen.
Ich hatte es schon einmal erwähnt: Bestimmte Lebensumstände führen unweigerlich zu anderen Handlungen, als solche, die wir erwarten würden. In der weitläufigen Familie gibt es einige Menschen, wo meine Kritik nicht mehr sinnvoll erscheint, weil es unmöglich ist die Situation dieser Menschen zu ändern. Näher ins Detail möchte ich hier nicht gehen.
Aber ich denke auch, dass jeder Mensch einen Menschen hat, von dem er sich gerne kritisieren lässt. Manchmal ist es auch einfach ein Nörgeln. Das ist leider bei vielen so, dass sie ständig nörgeln und das mit Kritik verwechseln. Ist mir auch schon passiert. Aber dank unserer "Unterhaltung" konnte ich es mir fast abgewöhnen. Viele Menschen wollen auch gar nicht kritisiert werden, da sie meinen sie würden alles richtig machen. Diesen unfehlbaren Menschen möchte ich kennenlernen.
Also gut überlegen, niemanden verletzten und dann kritisieren.
Gruß Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
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Verfasst am: 25.08.2007, 17:22 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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Hallo Rita,
ich denke, das Wort 'Kritik' ist einfach negativ besetzt.
Jemand der mir irgendeinen blöden Satz um die Ohren haut, weil er meint er müsse mir meine Unfähigkeit vor Augen halten, dem würde ich vermutlich erst einmal erklären, dass er seine 'Geschenke' sorgfältiger und verantwortlicher verpacken muss um mich zu erreichen.
Ich gehe natürlich davon aus, dass eine Kritik ein Werkzeug ist, dass mir die Möglichkeit gibt etwas zu verändern / verbessern.
Meckern ist Energieverschwendung und führt zu nichts. Es sei denn, jemand will nicht konstruktiv verändern, sondern sich eben nur mal über den anderen heben.
Schönen Samstag noch
LG Grete  |
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Verfasst am: 25.08.2007, 17:38 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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Hallo Grete,
da gebe ich dir Recht. Wenn mich einer dumm anmacht und sich für weise hält mich zu maßregeln, schalte ich auf sturr oder es gibt Zoff.
Nur gesunde "Kritik" ist erlaubt, die auch wirklich sinnvoll was bewirken kann.
Ebenfalls noch einen schönen Samstag
wünscht Rita |
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aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
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Verfasst am: 25.08.2007, 23:24 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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Guten Abend Wolf-Gero,
meinem Beitrag "Hallo an Alle" möchte ich noch etwas hinzufügen.
Was den Wandel der Zeit betrifft, so sollte man berücksichtigen, dass sich Dinge verändern. Ob zum Guten oder zum Schlechten das sei dahingestellt. Wir müssen es akzeptieren so wie es heute ist. Das konnte man doch schon an seinen Kindern feststellen. Was bei der heutigen Jugend normal und logisch erscheint, hätte in meiner Jugend mit Sicherheit zu einer heftigen Kritik geführt. Aber man passt sich an und wächst mit. Wobei man unterscheiden muss, was eigentlich Kritik verdient.
Wir können uns nicht anmaßen alles und jeden zu kritisieren, nur weil er nicht so ist, wie wir es gerne hätten. Es muss schon Sinn machen, sonst kann man sich die Mühe sparen.
Was die Beurteilung gleicher Tätigkeiten, zu unterschiedlichen Ergebnissen, betrifft, kann ich auch ein Beispiel aufführen:
In einer halben Stunde belegt eine Person mehrere Brote mit Butter, Käse, Wurst etc. teilt die Scheiben je zur Hälfte und legt alles auf Teller.
In der gleichen Zeit, zaubere ich eine Platte mit kleinen Brothäppchen, dekoriert mit Gürkchen, Radischen, Oliven usw. aber auf meiner Platte liegt, insgesamt gesehen, etwas weniger Brot.
Wen sollte man nun kritisieren? Jeder hat doch für sich die richtige Entscheidung getroffen. Im ersten Fall wird der Brotteller vielleicht einigen Arbeitern gereicht. Im zweiten Fall kommt Besuch und man isst zum Wein einige Häppchen.
So kann man doch in beiden Fällen keine Kritik üben.
Das war es für heute!
Gute Nacht
Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
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Verfasst am: 26.08.2007, 04:41 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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Hallo Grete!
Ich wollte doch noch auf Dein Gedicht "Mein dummer Nachbar" zurückkommen.
Nachdem ich es jetzt dreimal hintereinander gelesen habe, sehe ich zwei Menschen leibhaftig vor mir. Sie sind natürlich benachbart. Wenn Du noch weitere Details über sie erfahren möchtest, dann brauchst Du nur Dein Gedicht zu lesen. Gedacht war es vermutlich als Satire, aber bei derartiger Nähe zur Realität ist es wohl eher eine Beschreibung in Versform.
Hast Du das Gedicht eigentlich extra für unser Diskussionsthema geschrieben, oder ist es unabhängig davon entstanden?
Liebe Grüße
Wolf-Gero |
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Verfasst am: 26.08.2007, 05:05 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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Hallo Grete!
Dieser Teil mit dem Thema Selbstkritik hat zwei Schwerpunkte:
Echte Probleme, mit denen jemand zu kämpfen hat, wenn er sich auf Selbstkritik einlässt, und zweitens die Arroganz oder Selbstherrlichkeit mancher Zeitgenossen.
"Ich hätte keine Probleme, Selbskritik zu üben, wenn es etwas zu kritisieren gäbe, aber es gibt nichts. Ich kann mir doch nichts aus den Fingern saugen."
Der Zeitgenosse, der tatsächlich Selbstkritik übt, findet möglicherweise allein deshalb nichts, weil er um die Schwierigkeiten nicht weiß. Als Beispiel sei der Fehler im Wertesystem genannt, dessen man sich nicht bewusst ist.
Du schreibst:
| Zitat: | | In der Tat bringt es Probleme sich selbst zu überwachen, weil vieles was man tut oder lässt auch unbewusst abläuft. Jeder hat so seine Verhaltensmusster die er ständig auch im Alltag anwendet, ohne sie jemals zu hinterfragen. Ich habe lange gebraucht, meinem Mann und meinen Kindern klar zu machen, dass ich ausdrücklich darauf hingewiesen werden möchte, wenn ihnen solche Dinge auffallen. Erst wenn sie bewusst werden, kann man sich mit ihnen auseinandersetzen. |
Läuft diese Methode, wie von Dir geplant? Da Kritik durch Fremde und Selbstkritik einander ergänzen sollten, ist das, was Du bei Euch eingeführt hast, natürlich ein sehr guter Weg.
Liebe Grüße
Wolf-Gero
PS Eigentlich wäre es schön, wenn man die Antwort immer zu dem Beitrag stellen kann, den man beantwortet. In anderen Foren geht es. |
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