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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Meinungspool » wgbajohr: Platz oder Ersatz für Werbung
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wgbajohr: Platz oder Ersatz für Werbung

BeitragVerfasst am: 07.11.2007, 09:59
wgbajohr (Moderator)
 
Anmeldedatum08.04.2007
Beiträge521
WohnortHamburg


Verehrte Kolleginnen und Kollegen!

Ich gehöre zu denen, die an unserer gegenwärtigen Gesellschaft sehr vieles stört und die sie deshalb durch eine gerechtere Form ersetzt sehen möchten. Während ich einige Jahre lang über das Thema reflektierte, entstand so nach und nach eine Gesellschaftsform, die meiner Meinung nach von Gerechtigkeit geprägt und damit besser wäre als die heutige.

Diese Gesellschaftsform hat allerdings einen gewichtigen Nachteil, und zwar müsste sich der Mensch selbst ändern, nach meiner Meinung bessern.

Er müsste
1. seine Verantwortlichkeit für all sein Tun und Lassen erkennen und dem entsprechend handeln,
2. fähig und bereit sein, zu kritisieren,
3. Achtung vor dem Andersartigen haben,
4. jeder Form der Gier widerstehen,
5. Hass und Neid aus seinem Leben verbannen,
6. sich jeder Gewalt enthalten,
7. stark werden, so stark, dass er allen Versuchungen, vom richtigen Pfad abzuweichen, widerstehen kann.

Im Rahmen einer Diskussion über Gier kämen wir an den Wurzeln der Gier nicht vorbei. Und an dieser Stelle tauchte dann die Vermutung auf, die Werbung in der heutigen Form könnte zu den Wurzeln der Gier gehören. Sollte sich diese Vermutung als richtig erweisen, stellte sich die Frage, was wir statt dessen einsetzen könnten, denn Tatsache ist nun einmal, dass ein Teil dessen, was die Werbung heute erreicht, von einem Nachfolger übernommen werden müsste.

Kann es zu der Werbung überhaupt eine akzeptable Alternative geben, ist sie wenigstens denkbar? Dem legitimen Anliegen der Unternehmen, potenzielle Kunden mit ihren Produkten vertraut zu machen, müsste die Alternative ebenso Rechnung tragen wie dem Interesse der Gesellschaft, Wurzeln der Gier gar nicht erst entstehen zu lassen.

Eine Alternative zur heutigen Werbung ist nicht nur denkbar, sie existiert auf dem Papier, wir könnten sie zum Vorteil der Gesellschaft einführen. Zumindest ich sehe einen Vorteil darin, wenn das subjektive Loben der Werbung durch eine objektive Beschreibung eines Produktes ersetzt wird.

Wie seht Ihr das?

Viele Grüße
Wolf-Gero

_________________
Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen
Für etwas verantwortlich sein heißt, dieses Etwas beeinflussen können
http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 07.11.2007, 16:00
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge3818
WohnortA 8786 Rottenmann


Guten Tag Wolf-Gero!

Deinen Beitrag mit starkem Interesse mehrmals gelesen.
Dein "Ziel" ist einfach unerreichbar, so lange es eine
"Klassengesellschaft" gibt.

Wenn ich an Länder denke, in denen eine Werbung nach
unserer Art überhaupt (noch) nicht vorkommt, dort allerdings
der Lebensstandard vom Überleben oder Verhungern
entschieden wird, erachte ich Deinen Idealismus für
illusorisch.

Aus politischer Überzeugung bin ich ein Antikapitalist,
und wenn mir ein in "gepolsteter" Situation abgesicherter
Mensch mit "Werten" kommt, ich meine damit vor allem
Politiker und Wirtschaftskapitäne, fällt mir dazu bloß ein:
Das Plappern der Satten.

Diesen Leuten etwas wegzunehmen, wird einfach nie funktionieren.
Ich kenne viele Gegenargumente, z. B. "Wenn umverteilt wird,
sind alle arm, und was hat dann der Staat fürs Existieren" usw.

Glücklicher Weise leben wir in einer halbwegs funktionierenden
Demokratie. Erst wenn es einer Gruppierung gelingen sollte,
Deine Ansichten in Wählerstimmen umzumünzen, wäre eine
Änderung der Gesellschaftsordnung denkbar.

Das sind jetzt nur ein paar spontan getippte Gedanken zum Thema.
Eine breitere Diskussion würde sicher mehrere Forumseiten füllen - und
wahrscheinlich zwar manche begeistern, jedoch keinerlei Umdenken
herbeiführen.

Gruß Hans

BeitragVerfasst am: 07.11.2007, 17:36
Nom
 
Anmeldedatum03.06.2007
Beiträge133


Ich schließe mich hwg an. Auch mein Beitrag würde Seiten füllen. Deshalb greife ich ein paar Worte auf und schreib meine Meinung so kurz als möglich.

- gegenwärtige Gesellschaft ? Da ist kein Unterschied zu ehemaligen Gesellschaften!
- Gerechtigkeit ? Gibt es nicht! Gibt es nicht! Gibt es nicht! Außer man glaubt, dass einem widerfahrenes Unrecht demjenigen irgendwann von anderer Seite "zurückgezahlt" wird! What goes up, must come down.
- gewichtiger Nachteil, dass sich der Mensch selbst ändern muss ? Wo ist da ein Nachteil? Nur wenn der Mensch bei sich selbst was ändert, ändert sich etwas in seinem Umfeld! Das war schon immer so und wird auch so bleiben!
- fähig und bereit sein, zu kritisieren ? Nein! Das tut der Mensch sowieso ständig. Oder meintest du kritikfähig sein?
- 3. bis 6. > Lebte der Mensch nach dem Artikel 1 meines geliebten Grundgesetzes ...Die Würde des Menschen ist unantastbar ...
- Werbung in der heutigen Form könnte zu den Wurzeln der Gier ... ? Gewiss nicht! Die Weltgeschichte widerspricht dieser Annahme total!
- Alternative zur Werbung ? Wo findet man sie auf welchem Papier ? Eine ojektive Beschreibung eines Produkts wäre sicherlich wünschenswert ... Fass es nicht persönlich auf, aber TRÄUM WEITER!!! Achja, kannst auch persönlich auffassen. Laber hier nicht rum, sondern ändere etwas in deinem Verhalten, leb es und freu dich an denen, die es dir nachtun.

BeitragVerfasst am: 07.11.2007, 23:11
wgbajohr (Moderator)
 
Anmeldedatum08.04.2007
Beiträge521
WohnortHamburg


Hallo Hans!

Danke für Deinen Beitrag.

Erlaube mir einige Gedankensplitter zu einer geänderten Gesellschaft!

Was bewegt jemanden, überhaupt über ein neues Gesellschaftssystem nachzudenken?


Die Mitmenschen, die sich in der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung gut eingerichtet haben, werden sich höchstwahrscheinlich gegen jede Änderung, die ihren Status bedroht, wehren.

Die weltweite Berichterstattung führt uns täglich die schrecklichsten Katastrophen vor Augen. Manches davon können wir für unsere geografische Lage zwar ausschließen, aber anderes eben nicht. Wir hoffen, dass keine dieser Katastrophen eintritt, dennoch müssen für den Eventualfall Notpläne entwickelt werden.

Aus der Sicht der Etablierten wäre die günstige Gelegenheit zu einer Machtverschiebung in Richtung mehr Gerechtigkeit vergleichbar mit einer Katastrophe. Wir können oder müssen davon ausgehen, dass die Etablierten für dieses aus ihrer Sicht katastrophale Ereignis Vorkehrungen getroffen haben – und wir hätten nichts entgegenzusetzen.

Warum gibt sich jemand nicht damit zufrieden, nur für einzelne Bereiche Änderungen erreichen zu wollen?

Die Antwort ist eigentlich einfach. Wir leben und werden auch nach einem Systemwechsel in einer Welt leben, in der alles miteinander verzahnt ist, sodass die Änderung an einer Stelle zwangsläufig andere Bereiche ebenfalls beeinflusst. Als einzig möglicher Weg erscheint mir der Entwurf einer vollständigen Gesellschaftsordnung, wobei das Gesamtsystem widerspruchsfrei zu sein hat.

Dieser Entwurf wird einzig getragen von dem Bestreben, Verbesserungen für alle, die guten Willens sind, zu erreichen. Ob eine einzelne Komponente bereits irgendwo schriftlich festgehalten wurde, spielt für das Konzept der gerechteren Gesellschaft keine Rolle. Was sich widerspruchsfrei in das neue System einfügt, wird unter Vorbehalt eingearbeitet. So wächst nach und nach ein Gebilde, das sich sehr wohl als gerechteres Gesellschaftssystem ausgeben kann.

Damit es nicht überholt ist, bevor es überhaupt verwirklicht worden ist, muss ständig weiter daran gearbeitet, insbesondere diskutiert werden. Es sollten allerdings konstruktive Diskussionen sein, die im Endeffekt das theoretische Modell verbessern. Für gewöhnlich wussten die Sieger in einer Revolution mit ihrer Macht nichts anderes anzufangen, als ihre persönliche Macht zu festigen und zu erweitern.

Manchmal wird das Argument geäußert, es finde sich schon alles, wenn der Bedarf besteht. – Ich bezweifle das entschieden. Nach dem Ersten Weltkrieg gelang es den Parlamentariern noch nicht einmal, den Adel vollständig abzuschaffen. Bis in unser Jahrtausend hinein glauben immer noch etliche Menschen, dass ein Graf Koks von der Gasanstalt tatsächlich etwas mehr wäre als ein gewöhnlicher Otto Meier; natürlich ist ein Adliger auch nicht weniger.

Vermutlich wird die gerechtere Gesellschaftsordnung während meiner Lebensspanne nicht verwirklicht, möglicherweise nicht einmal zu Lebzeiten unserer jüngsten Pool-Mitglieder, aber wir wüssten, dass es eine realistische Chance gibt. Wieder und wieder auf Widersprüche überprüft, unterscheidet sich unser Konzept wohltuend von allem, was mit heißer Nadel gestrickt wurde.

In meinem Alter denkt man vermutlich häufiger an das Ende des uns bekannten Lebens und fragt sich: „Was war für dich wichtig und wie bist du damit umgegangen?“ Die meisten müssen sich eingestehen, dass ihr Platz in der sozialen Hierarchie viel zu weit entfernt von den Hebeln der Macht war. Aber was hat er in den Bereichen unternommen, die im Rahmen seiner Möglichkeiten lagen? In unserer Runde können wir denken und schreiben. Die Tastatur am Notebook ist unsere Waffe.

Zum Schluss möchte ich Gellert zu Worte kommen lassen:

Lebe, wie du, wenn du stirbst,
Wünschen wirst, gelebt zu haben.


Chr. F. Gellert: Vom Tode

Viele Grüße
Wolf-Gero

_________________
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Verfasst am:
 


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BeitragVerfasst am: 07.11.2007, 23:40
wgbajohr (Moderator)
 
Anmeldedatum08.04.2007
Beiträge521
WohnortHamburg


Nom hat Folgendes geschrieben:

- gegenwärtige Gesellschaft ? Da ist kein Unterschied zu ehemaligen Gesellschaften!


... aber hoffentlich zu zukünftigen ...

-
Zitat:
Gerechtigkeit ? Gibt es nicht! Gibt es nicht! Gibt es nicht! Außer man glaubt, dass einem widerfahrenes Unrecht demjenigen irgendwann von anderer Seite "zurückgezahlt" wird! What goes up, must come down.


... gibt es zu wenig, deshalb dafür kämpfen, dass es mehr wird ...
... das Beispiel erinnert mich eher an eine bestimmte Form der Rache als an Gerechtigkeit, obwohl es häufig ausgleichende Gerechtigkeit genannt wird ...

Zitat:
- gewichtiger Nachteil, dass sich der Mensch selbst ändern muss ? Wo ist da ein Nachteil? Nur wenn der Mensch bei sich selbst was ändert, ändert sich etwas in seinem Umfeld! Das war schon immer so und wird auch so bleiben!


... hier vermute ich ein Missverständnis. Ich bin überzeugt davon, dass es keine gerechtere Gesellschaft gibt, solange sich der Mensch nicht ändert. Weil er sich aber erfahrungsgemäß äußerst ungern ändert, ist die Abhängigkeit der gerechteren Gesellschaft von der Änderungsbereitschaft des Menschen ein Nachteil ...

Zitat:
- fähig und bereit sein, zu kritisieren ? Nein! Das tut der Mensch sowieso ständig. Oder meintest du kritikfähig sein?


... ich hoffe, dass ich in absehbarer Zeit mit der Diskussionsrunde "Fähig und bereit, zu kritisieren" fortfahren kann. Da wird sich meiner Überzeugung zeigen, inwieweit dieses Erziehungsziel zutreffend ist ...

Zitat:

- 3. bis 6. > Lebte der Mensch nach dem Artikel 1 meines geliebten Grundgesetzes ...Die Würde des Menschen ist unantastbar ...


... das wird zwar häufig behauptet, ich bin aber sicher, dass es nicht reicht ...

Zitat:
- Werbung in der heutigen Form könnte zu den Wurzeln der Gier ... ? Gewiss nicht! Die Weltgeschichte widerspricht dieser Annahme total!


... weil ich in meinen Überlegungen zu einem anderen Ergebnis gekommen bin, würde es mich natürlich interessieren, auf welche Weise die Weltgeschichte meiner Behauptung widerspricht ...

Zitat:
- Alternative zur Werbung ? Wo findet man sie auf welchem Papier ? Eine ojektive Beschreibung eines Produkts wäre sicherlich wünschenswert


... außer im Speicher meines Computers kenne ich keine Stelle, wo etwas über Alternativen zur Werbung steht

Viele Grüße
Wolf-Gero

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BeitragVerfasst am: 08.11.2007, 23:22
Nom
 
Anmeldedatum03.06.2007
Beiträge133


Nene, ab sofort halte ich mich da raus. Du verlangst, dass man liest und reflektiert und liest eine Reflektion so, wie du sie lesen willst und nicht, wie es geschrieben steht. blink

BeitragVerfasst am: 09.11.2007, 07:04
wgbajohr (Moderator)
 
Anmeldedatum08.04.2007
Beiträge521
WohnortHamburg


Hallo Nom!

Ich hoffe auf dieses und jenes,
ich möchte dieses und jenes,
ich ärgere mich vielleicht über dieses und jenes,
ich freue mich über dieses und jenes,

aber ich verlange weder dieses noch jenes.

Viele Grüße
Wolf-Gero

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BeitragVerfasst am: 09.11.2007, 08:48
hwg (Moderator)
 
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Beiträge3818
WohnortA 8786 Rottenmann


Guten Morgen Wolf-Gero!

Deine Gedanken sind für mich gut nachvollziehbar. Auch die Tatsache, dass jeder Mensch für sich und im Rahmen seiner gesellschaftlichen Möglichkeiten an der Umsetzung (s)eines Idealbildes einer gerechteren Welt beteiligt sein soll.

Doch die Mehrheit der Leute ist in Zeiten, in denen der Turbokapitalismus das uneingeschränkte Sagen hat und die westlichen Politiker davor buckeln, gar nicht mehr in der Lage so zu leben, wie es im Zitat von Gellert anklingt.

"Die Macht des Stärkeren" wird überall propagiert, die Schwächeren müssen eben schauen, wie sie ihr Dasein fristen. Das "Plappern der Satten" hilft den (finanziell) Ausgebeuteten so gut wie gar nicht. Vor allem dann nicht, wenn es auf dem Arbeitsmarkt so funktioniert wie zur Zeit. Übermäßige Einkommen bei denen, die für die Misere (mit)verantwortlichen sind, Kürzungen bei allen anderen, die "in der Masse" werken oder überhaupt ohne bezahlte Arbeit sind.

Und dass es im ach so wohlhabenden vereinigten Europa trotz Wirtschaftswachstum immer mehr notleidende Kinder und Rentner gibt, ist eine Schande ohnegleichen. Bin nur neugierig, ob ein "Aufstand der Massen" noch in diesem Jahrzehnt erfolgt. Die Unzufriedenheit der Leute wächst jedenfalls. Wenn sich die Politik nicht bald grundlegend ändert,
kommen unruhige Zeiten auf uns zu, denke ich, ohne dass ich ein Pessimist bin.

Herzlichen Gruß und einen möglichst angenehmen Freitag!

BeitragVerfasst am: 09.11.2007, 09:35
wgbajohr (Moderator)
 
Anmeldedatum08.04.2007
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WohnortHamburg


Guten Morgen, Hans!

Danke für Deine Zeilen. Sie enthalten nichts, hinter dem ich nicht auch stehe. Ein paar kleine Unterschiede sehe ich vielleicht nur im Grad der Hoffnung. An einigen Stellen ist er bei mir größer, an anderen bist Du hoffnungsvoller.

Ohne es untermauern zu können, glaube ich nicht, dass die Massen in absehbarer Zeit von sich aus einen Aufstand wagen werden. Wenn ihr Freiraum so winzig ist, dass sie praktisch mit jedem Risiko das Überleben ihrer Familie riskieren, dann werden sie voraussichtlich nicht sehr risikofreudig sein. Bevor sie allerdings den Punkt erreichen, an dem jede Änderung besser ist als der Istzustand, greifen die nicht allzu Dummen der Bessergestellten ein und verteilen ein paar Kuchenkrümel, sodass den Massen der Istzustand wieder besser erscheint als der ungewisse Zustand nach einem möglichen Umsturz.

Wenn mich mein Geschichtsverständnis nicht völlig im Stich lässt, dann waren es letztlich doch immer Einzelne aus der Gruppe der "plappernden Satten", die sich an die Spitze einer Bewegung stellten. Nach einigen echten Hungerjahren kann ich mich inzwischen ebenfalls jeden Tag satt essen - was man mir leider auch ansieht. Ich glaube, Hans, erst der einigermaßen Satte hat die erforderliche Muße, um über Probleme nachzudenken, die nicht das tägliche Überleben betreffen.

Du schreibst:

Zitat:
Übermäßige Einkommen bei denen, die für die Misere (mit)verantwortlichen sind, Kürzungen bei allen anderen, die "in der Masse" werken oder überhaupt ohne bezahlte Arbeit sind.


Obendrein werden die Menschen ohne bezahlte Arbeit noch mit Sprüchen verspottet. "Wer wirklich Arbeit sucht, der findet sie auch." Eng ausgelegt stimmt es sogar, denn Arbeit gibt es genug. Der Arbeitslose kann es sich aber nicht leisten, nach Arbeit zu suchen, er braucht ausreichend bezahlte Arbeit . Diese diskriminierenden Sprüche kommen nicht selten von Beamten mit sicherem Arbeitsplatz und gehobenem oder sogar höherem Einkommen.

Nun muss ich leider aus dem Haus.

Ich wünsche Dir einen schönen Freitag!

Herzliche Grüße
Wolf-Gero

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BeitragVerfasst am: 10.11.2007, 06:48
Nom
 
Anmeldedatum03.06.2007
Beiträge133


wgbajohr (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Hallo Nom!

Ich hoffe auf dieses und jenes,
ich möchte dieses und jenes,
ich ärgere mich vielleicht über dieses und jenes,
ich freue mich über dieses und jenes,

aber ich verlange weder dieses noch jenes.

Viele Grüße
Wolf-Gero


Naja, wenigstens einmal ist es mir gelungen, dich dazu zu bewegen, dass du Worte so liest, wie sie geschrieben stehen. Meine Kritisierfähigkeit ist sehr ausgeprägt. (Meine Kritikfähigkeit auch, was ich dir so ziemlich gänzlich abspreche.) Deshalb schreib ich dir (das, was meinereins meinem Chef gern sagen würd): (Schublade auf) Du bist ein Theoretiker. Oder wie es in bayrisch heißt: Du laberst nur, du zreißt eh koa nosse Zeidung. (Schublade zu)
Somit genauso an den Fragen vorbeiantworte wie du. Abschließendes Ende der Diskussion meinerseits.

BeitragVerfasst am: 10.11.2007, 17:05
wgbajohr (Moderator)
 
Anmeldedatum08.04.2007
Beiträge521
WohnortHamburg


Hallo Nom!

Es ist konsequent und spricht für Dich, einen Dialog abzubrechen, wenn man zu dem Schluss kommt, dass man zum Gegenüber eine unüberbrückbare Abneigung hat. In einem solchen Fall bringt eine Diskussion weder dem etwas, der den Thread ins Leben gerufen hat, noch dem, der sich daran beteiligt.

Grüße und alles Gute für Dich
Wolf-Gero

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