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BeitragVerfasst am: 22.07.2007, 18:16
wgbajohr (Moderator)
 
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Hallo Bärentante!

Schön, dass Du wieder bei uns bist!

Du schreibst:


Zitat:
Meine Erfahrung:
Eine gute Führungskraft muss über Menschenkenntnis verfügen.
Eine gute Führungskraft muss die Dinge, die zu bearbeiten bzw. zu delegieren sind, selbst einmal erlernt haben.
Eine gute Führungskraft muss von der Sache überzeugt sein (und nicht nur für Geld arbeiten).
Eine gute Führungskraft muss für die Ergebnisse die Verantwortung übernehmen, und zwar […] aus eigener Überzeugung.
Eine gute Führungskraft muss immer mit allen "Untergebenen" in Kontakt stehen. (Keine Kontrolle, nur ein "offenes Ohr".)


Diese Forderungen an eine Führungskraft könnten aus einem Lehrbuch für gute Führungskräfte sein. Sie haben zumindest meine volle Unterstützung.

Du schreibst:


Zitat:

Eine gute Führungskraft muss für die Ergebnisse die Verantwortung übernehmen, und zwar nicht aus der Notwendigkeit heraus oder weil dies ein Mitarbeiter eben genau so (eventuell auch falsch) gemacht hat, sondern aus eigener Überzeugung.


Den inneren (roten) Teil habe ich leider nicht verstanden.

Du schreibst:


Zitat:
da treffen sich die Jugendlichen und plaudern manchmal die ganze Nacht. Außer "voll krass" bleibt mir da themenmäßig meist wenig in Erinnerung. Wie muss wohl die Führungskraft aussehen, die solche Leute irgendwann einmal motiviert?


Das ist eine sehr gute Frage. Nachdem ich einen Moment darüber nachgedacht habe, meine ich, eine gute Führungskraft verfügt über Menschenkenntnisse – wie Du ja auch gefordert hast –, und sie lassen ihn zumindest so weit einen Zugang zu den Jugendlichen finden, dass er ihnen einen wichtigen Unterschied verdeutlichen kann: Außerhalb der Arbeitszeit reicht es, wenn sie sich im Rahmen des Gesetzlichen bewegen. Während der Arbeitszeit jedoch, darf sich ihr Verhalten nicht auf ihre Aufgaben auswirken. Du schreibst selbst, die Führungskraft soll für ihre Mitarbeiter stets ein offenes Ohr haben, was aber nicht bedeutet, sie müsse auf alles dieser jungen Leute eingehen. Schließlich ist die Führungskraft eine Führungskraft und keine Ausführungskraft

Offensichtlich gibt es Menschen, die mit dem Begriff Alter Schwierigkeiten haben, als endete das Leben, sobald das Wort Alter auftaucht. Aber das ist deren Problem. Grundsätzlich kann man wohl davon ausgehen, dass Alter das neutralere Wort ist. Alt zu sein heißt nicht unbedingt, auch viel Erfahrungen zu haben. Wer seine Sinne abschottet, kann wohl kaum Erfahrungen sammeln. Andererseits passen in ein junges Leben noch nicht so viele Erfahrungen. Werfen wir alles zusammen, dann ergibt sich wohl doch, dass die Erfahrungen für gewöhnlich proportional zum Alter sind. nachdem ich mir die drei Fälle, in denen Du alt oder Alter verwendet hast, noch einmal angesehen habe, bin ich überzeugt, Du hast die richtigen Begriffe verwendet.

Du schreibst:


Zitat:

"Leistungsträger". Mit diesem Wort habe ich immer große Schwierigkeiten.


Eigentlich sollte jeder kritische Mensch mit diesem eigenartigen Konstrukt Schwierigkeiten haben. Insofern ehren Dich Deine Schwierigkeiten mit diesem Begriff.

Liebe Grüße und noch ein paar schöne Sonntagsstunden
Wolf-Gero

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Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen
Für etwas verantwortlich sein heißt, dieses Etwas beeinflussen können
http://www.leistung-und-gesellschaft.de/

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 22.07.2007, 18:49
Rita Hajak (Moderator)
 
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WohnortFehmarn


Hallo Wolf-Gero,

Jungen Mensch fehlt oft die Reife oder Selbstständigkeit, sich gegen solche "Möchtegerne Chefs" zu behaupten. Ich will mich da nicht ausnehmen. Nur durch Erfahrungen und Selbstvertrauen kann man die Reife erreichen, sich durchzusetzten oder notfalls Konsequenzen zu ziehen. Verantwortungsbewußt handeln heißt auch, die Schwächeren zu unterstützen, damit sie nicht tyrannisiert werden.
Wenn alle, in der Famuilie oder in einem Betrieb zusammen halten, hat auch ein Vorgesetzter kaum Chancen sich durchzusetzen. Ich habe lange gebraucht, um das zu erkennen. Aber heute bin ich in der glücklichen Lage, mich durchzusetzen oder auch mal die Ellebogen zu benutzen.

Nein, Wolf-Gero, um die Verantwortlichkeit kommen wir nicht herum

Ich halte mich persönlich für einen verantwortungsbewussten Menschen.
Da dies für mich selbstverständlich ist, habe ich nicht weiter darüber nachgedacht. Es ist erstaunlich, wie tief man in dieses Thema einsteigen kann. Es eröffnen sich Dinge, an die man vorher keinen Gedanken verschwendet hat. Gut, dass Du uns die Möglichkeit gibst, sich damit näher zu befassen. Es lohnt sich.

Grüße
Rita

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„Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann

www.ritahajak.de Wieder mal neu

BeitragVerfasst am: 22.07.2007, 23:01
Bärentante
 
Anmeldedatum30.05.2007
Beiträge728
Wohnortbei Frankfurt/M.


wgbajohr hat Folgendes geschrieben:
Du schreibst:

Zitat:

Eine gute Führungskraft muss für die Ergebnisse die Verantwortung übernehmen, und zwar nicht aus der Notwendigkeit heraus oder weil dies ein Mitarbeiter eben genau so (eventuell auch falsch) gemacht hat, sondern aus eigener Überzeugung.


Den inneren (roten) Teil habe ich leider nicht verstanden.


Ok, ich verstehe Dich. Ich habe meinen eigenen Satz eben gerade auch nicht mehr richtig nachvollziehen können, es war wohl noch zu früh heute Morgen. Wink

Ich meinte damit, dass die Führungskraft den Kopf hinhalten muss, wenn die Mitarbeiter etwas angeleiert oder verbockt haben, wofür ein Klärungsbedarf besteht. Und das mit Überzeugungskraft. (Nicht, dass er sagt: "Der war's.")

_________________
Liebe Grüße
Christel

BeitragVerfasst am: 23.07.2007, 05:15
wgbajohr (Moderator)
 
Anmeldedatum08.04.2007
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WohnortHamburg


Guten Morgen Rita!

Du schreibst:


Zitat:
Ich halte mich persönlich für einen verantwortungsbewussten Menschen.
[…] Es ist erstaunlich, wie tief man in dieses Thema einsteigen kann. Es eröffnen sich Dinge, an die man vorher keinen Gedanken verschwendet hat. Gut, dass Du uns die Möglichkeit gibst, sich damit näher zu befassen. Es lohnt sich.


Verantwortungsbewusst warst Du auch schon vor unserer Diskussion, da bin ich völlig sicher.

Aus eigenem Erleben kann ich zur Gedankentiefe beisteuern, dass es mich immer noch fasziniert, wenn ich wieder einmal erkenne, wie tief man einsteigen kann, ohne die Plattform zu verlassen, auf der es jedem wirklich Interessierten noch möglich ist, die Diskussion zu verfolgen oder sogar an ihr teilzunehmen.

Da ich trotz meines Alters noch nicht völlig abgeklärt bin und über allem Weltlichen stehe, freue ich mich natürlich über die nächsten beiden Sätze, insbesondere über Dein Urteil, es lohne sich. – Vielen Dank, Rita!

Zu wissen, wie etwas sein soll, ist bereits sehr wichtig, doch es geht noch einen Schritt weiter. Wir müssen uns dafür auch stark machen wollen und können. Und da stimme ich Dir zu, jungen Menschen mangelt es manchmal noch an dem erforderlichen Stehvermögen. Wer sich allerdings als Führungskraft bezahlen lässt, der sollte darüber verfügen, und zwar einmal als Führungskraft, indem er Mitarbeitern die eventuell erforderliche Hilfe zur Selbsthilfe angedeihen lässt, und zum anderen bereits als verantwortungsbewusster Mensch.

Du schreibst:


Zitat:
Wenn alle […] zusammen halten, hat auch ein Vorgesetzter kaum Chancen sich durchzusetzen.


Die Gültigkeit dieser Aussage wird durch das erste Wort, durch Wenn, begrenzt. Mag das Wissen eines Vorgesetzten auch noch so lückenhaft sein, das „Teile und herrsche“ kann er geschickt anwenden.
In der ersten Phase, wenn die Mitarbeiter so richtig aufgebracht sind, dann wollen sie ihrem Vorgesetzten am liebsten die schlimmsten Formen der Gewalt zufügen.
Die zweite Phase läuft meistens im Verborgenen ab. Da werden Weichen gestellt.
Die dritte Phase bringt es dann ans Tageslicht, was da vorher abgelaufen ist. Die Aufrichtigen und vielfach zu naiven Mitarbeiter, die an das Gute glauben, gehen voller Hoffnung in die dritte Phase. Sie schauen sich um und blicken, wie sie meinen, auf eine homogene Gruppe. Doch spätestens beim Verlassen der dritten Phase müssen sie erkennen, dass das „Wörtchen Wenn“ nicht gegeben war. Eine Gruppe geht hinein, und etliche Gruppen kommen heraus. Und der Vorgesetzte, der eigentlich wegen Unfähigkeit abgelöst werden sollte, lacht. Er ahnte ja nicht, wie einfach es ist, Angriffe abzuwehren. Er lacht umso mehr, als er von da an gar nicht mehr in die Verlegenheit kommt, viel falsch zu machen, denn man hat ihm Leute zugeteilt, die ihm zuarbeiten sollen. Geht trotzdem etwas schief, dann werden die Zuarbeiter gemaßregelt. Läuft es besonders gut, dann bleibt das Lob bei ihm hängen.

Liebe Grüße
Wolf-Gero

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Verfasst am:
 


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BeitragVerfasst am: 23.07.2007, 05:33
wgbajohr (Moderator)
 
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Guten Morgen Bärentante!

Du schreibst:


Zitat:
Ich meinte damit, dass die Führungskraft den Kopf hinhalten muss, wenn die Mitarbeiter etwas angeleiert oder verbockt haben, wofür ein Klärungsbedarf besteht. Und das mit Überzeugungskraft. (Nicht, dass er sagt: "Der war's.")


Nach außen hin sollte stets die Regel der Musketiere gelten: „Einer für alle, und alle für einen!“ Allerdings stellt die Realität diese Regel häufig auf den Kopf. Ein hochrangiger Politiker setzt sich in Pose und verkündet vor laufenden Kameras, er übernehme selbstverständlich die Verantwortung, und dann entlässt er einen Mitarbeiter, das Bauernopfer.

Liebe Grüße
Wolf-Gero

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BeitragVerfasst am: 23.07.2007, 11:50
Rita Hajak (Moderator)
 
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WohnortFehmarn


Guten Morgen Wolf-Gero,

Morgen wirst Du bereits das nächste Thema bezüglich "Verantwortlichkeit"
vorstellen. Abschließend noch einpaar Worte:

Zitat:
Ein hochrangiger Politiker setzt sich in Pose und verkündet vor laufenden Kameras, er übernehme selbstverständlich die Verantwortung, und dann entlässt er einen Mitarbeiter, das Bauernopfer.


Wie Recht Du hast. Die Oberhäupter in der Politik ernten die Lorbeeren und wenn etwas schief geht, rollen erst einmal andere Köpfe. Die Führenden finden immer ein Schlupfloch. Auch in der Politik fehlt es ja in den eigenen Reihen an Zusammenhalt, ein Zueinanderstehen. Intrigen und Falschheit in der gleichen Partei. Wo man doch davon ausgehen sollte:

"
Zitat:
Einer für alle, und alle für einen!“


Aber leider, wie wir festgestellt haben, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Auf wenn also, sollen wir oder können wir uns verlassen? Eigentlich doch nur auf uns selbst. Denn das Problem ist, keiner will wirklich Verantwortung übernehmen. Und manch einer, weiß nicht einmal, was das im einzelnen bedeutet. So tiefe Gedanken, wie wir hier in unserer Disskussionsrunde, macht sich kaum einer. Schade.

Jetzt sind aus Worten doch Sätze geworden.

Einen schönen Tag noch
wünscht Rita

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BeitragVerfasst am: 23.07.2007, 12:54
g.c.roth (Moderator)
 
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Hallo Rita,

Zitat:
Auf wenn also, sollen wir oder können wir uns verlassen? Eigentlich doch nur auf uns selbst.


Das sagt man so leicht, aber tatsächlich hat jeder von uns seine Schwachpunkte, niemand ist immer 100%ig, jeder hat seine Leichen im Keller - also haben wir bei uns selbst auch keine Garantie, dass wir immer richtig und zuverlässig entscheiden. Ich denke, auch wenn man negative Erfahrungen mit Menschen macht, so geht es nicht anders, als dass man immer wieder neu vertraut. Ein Vorschuss dem jeder Mensch zunächst zusteht. Was aber nicht blindes Vertrauen bedeutet. Kritsch und wachsam bleiben muss man immer. Selbst bei Menschen die man glaubt zu kennen. Aber gerade in der Politik sieht man viele an die Spitzen gelangen, von denen bekannt ist, dass sie durch Beziehungen und Kungeleien ihre Posten erklettert haben. Schaut man sich diese Lebensläufe an, und hört genau hin, dann merkt man schnell - dass hinter vielen Worten null Aussage steht. Selbst Führungskräfte, die mehrmals unverantwortlich gehandelt haben, deren Verfehlungen durch die komplette Medienlandschaft gingen, gehen ungerührt ihren Weg weiter nach oben, weil es offensichtlich niemanden wirklich stört. Führungskräfte in der Politik tragen größte Verantwortung und Vorbildfunktion - stell Dir nur vor, wir kleinen Leute würden uns erlauben so zu handeln und laut zu reden. Da hätten wir ganz schnell einige Klagen am Hals wegen Veruntreuung, wegen Unterlassung, wegen Wucher, wegen Falschaussage, wegen Mobbing, wegen Unterschlagung .... die Reihe ist endlos. Wer sich so etwas erlaubt mit der Überzeugung, dass sein Handeln gerechtfertigt ist und "Lieschen Meier" nur keine Ahnung hat, der hat in solchen Positionen nichts zu suchen. Ebensowenig wie Parteien ohne Parteiprogramm und handfeste Vorschläge, die für jeden überprüfbar sind. Offenheit und Ehrlichkeit - das ist alles was man braucht. Jede Geheimnistuerei und jede verschlossene Akte. die die Bürger eines Staates betreffen, sind ein untrügliches Zeichen für dringend erforderliches Misstrauen.

LG
Grete

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BeitragVerfasst am: 24.07.2007, 09:18
wgbajohr (Moderator)
 
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Guten Morgen Rita!

Wir haben uns inzwischen bis zu dem Punkt durchgerungen, wo die Trennung von Schuld und Verantwortung keine strittige Frage mehr ist. In dem wirklichen Leben da draußen existiert diese Trennung jedoch noch nicht. Im Gegenteil, die Verknüpfung von beidem kommt vielen wie gerufen. Sie benutzen die Schuld als Hebel, um mit ihr auch ihre Verantwortlichkeit auszuhebeln. „Warum sollte ausgerechnet ich schuld sein, dass Millionen Menschen in Konzentrationslagern umgekommen sind? Ich war doch nur ein harmloser Mitläufer.“ – Kann ihnen keine Schuld nachgewiesen werden, glauben sie mit allem anderen auch nichts zu tun zu haben, womit ein gewaltiges Wiedergutmachungspotenzial ungenutzt bleibt.

Du fragst, auf wen wir uns noch verlassen können, und antwortest, eigentlich nur auf uns selbst. Daraus sprechen viele negative Erfahrungen, und ich kann das sehr gut nachempfinden. Dennoch, ich bin überzeugt davon, dass das menschliche Miteinander noch schlechter wäre, wenn wir uns nicht entschließen könnten, hin und wieder jemandem zu vertrauen. Die negativen Erfahrungen sollten wir zwar im Auge behalten, aber wir sollten uns von ihnen nicht vorschreiben lassen, wie wir zu handeln haben.

Um noch einmal ein Wort über Politiker zu verlieren, sei ein Kuriosum erwähnt. Frage ich im Kreis der Verwandten und Bekannten nach einem Urteil über die Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, so erhalte ich nicht ein einziges Mal eine wirklich aussagefähige Antwort, wie X war ein wirklich guter Kanzler, weil … Es ist stets eine Variation von „Es hätte schlimmer kommen können.“ Gehe ich in mich, muss ich zugeben, dass auch ich nur Urteile von dieser Art abgeben würde. Jetzt frage ich mich, ob das vielleicht schon ein positives Urteil über einen Politiker ist? Falls es zutrifft, dann kommt natürlich sofort die Frage nach dem Warum. Steckt der Traum von Anarchie vielleicht in mehr Menschen, als wir im Allgemeinen vermuten? Denn aus der Sicht eines Anarchisten, der von einer Gesellschaftsform träumt, die ohne äußere Herrschaft auskommt, dafür aber extrem starke Persönlichkeiten als Gesellschaftsmitglieder voraussetzt, aus dieser Sicht ist jede Herrschaft ein Übel, das wir nicht verhindern konnten. Also freuen wir uns bereits über das Urteil, es könnte schlimmer ausfallen.

So, das soll für heute reichen. Morgen kommt der nächste Teil von Verantwortlichkeit.

Liebe Grüße und einen schönen Tag auf Fehmarn

Wolf-Gero

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BeitragVerfasst am: 24.07.2007, 11:02
wgbajohr (Moderator)
 
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Hallo Grete!

Du schreibst:


Zitat:
jeder hat seine Leichen im Keller - also haben wir bei uns selbst auch keine Garantie, dass wir immer richtig und zuverlässig entscheiden.


Das ist zwar völlig richtig, es berührt aber nicht die Aussage, wir könnten uns nur noch auf uns selbst verlassen. Wenn uns auch das eine oder andere misslingt, so werden wir uns im Normalfall nicht selbst hereinlegen. Daraus schließe ich, dass wir uns selbst sehr wohl vertrauen können.

Du schreibst:


Zitat:
auch wenn man negative Erfahrungen mit Menschen macht, so geht es nicht anders, als dass man immer wieder neu vertraut.


Hinter dieser Aussage stehe ich voll und ganz. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und bin sicher, dass das Miteinander der Menschen ohne eine Portion Vertrauensvorschuss noch schlechter wäre.

Kritisch und wachsam müssen wir natürlich bleiben, wie Du ausführst, und auch das entspricht meiner Auffassung. Blindes Vertrauen schließe ich zwar nicht so konsequent aus wie Du, aber es ist nur auf sehr wenige Menschen bezogen, oftmals vermutlich nur auf einen einzigen Menschen. Zum Beispiel vertraue ich meiner Frau in vielen Bereichen blind.

Du schreibst:


Zitat:

Jede Geheimnistuerei und jede verschlossene Akte. die die Bürger eines Staates betreffen, sind ein untrügliches Zeichen für dringend erforderliches Misstrauen.


Ja, ja und nochmals ja! Eines kann man vermutlich allen Politikern vorwerfen: Sie sind selbstverliebt und arrogant. Wenn sie könnten, würden sie uns alle abwählen. Leider – natürlich aus deren Sicht leider – gibt es die Wahlen, wo wir wählen dürfen. Doch was dürfen wir tatsächlich wählen? Die Politiker haben inzwischen längst dafür gesorgt, dass wir nur zwischen Teufel und Beelzebub wählen dürfen. An der Kungelei, wie Du das Verhalten der Politiker hinter verschlossenen Türen zu Recht nennst, sind nicht nur Politiker beteiligt, sondern alle, die Macht ausüben. Diesen Eindruck müssen wir jedenfalls gewinnen, wenn wir von dem ausgehen, was wir sehen. Poliert wird der Schein, um zu verhindern, dass wir auf die Barrikaden gehen und eine Revolution anzetteln. Davor, dass es einen der Ihren trifft, fürchten sie sich tatsächlich. Sobald das geschieht, haben sie keine Hemmungen, den Staat umzukrempeln und neue Straftatbestände einzuführen, wie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Nicht zuletzt haben sie die Gelegenheit genutzt, um die Persönlichkeitsrechte der einfachen Menschen weiter einzuschränken. Wenn sie glauben, das Volk wolle unterhalten werden, dann liefern sie hin und wieder sogar einen unliebsam gewordenen Politiker der Klatschpresse aus. Die braucht dann nur noch ein Foto des Opfers in einer verfänglichen Situation zu zeigen, das Opfer wird geopfert – und das Volk freut sich darüber, wie gut doch Demokratie funktioniert. Es fragt nicht danach, warum der Politiker geopfert wurde. Ein paar Sätze zurück klagte ich über die Arroganz der Politiker. Jetzt frage ich mich ernsthaft, ob dieses Urteil nicht etwas voreilig war. Wir gehen von dem aus, was wir sehen, warum sollten die Politiker nicht ebenfalls von dem ausgehen, was sie sehen? Und was sehen sie? Ist Lieschen Meier tatsächlich eine Persönlichkeit und kein Schaf, das der Führung durch einen Leithammel bedarf?

Liebe Grüße
Wolf-Gero

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BeitragVerfasst am: 25.07.2007, 00:34
wgbajohr (Moderator)
 
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1. Verantwortlichkeit 11

Teil 2 von 2


Zu den sehr oft als Euphemismus missbrauchten Wörtern gehört der Begriff „Sport“. Von dem, was heutzutage alles darunter verstanden wird, erinnert kaum noch etwas an die ursprüngliche Bedeutung des Wortes, sich nämlich um der Zerstreuung und des Vergnügens willen oder aus Freude an Bewegung und Spiel oder auch zur körperlichen Ertüchtigung anzustrengen. Wie wir unschwer erkennen, ist der Zweck das entscheidende Kriterium. Der Begriff „Berufssportler“ ist daher eine völlig absurde Wortzusammensetzung. Läuft zum Beispiel jemand in seiner Eigenschaft als Profifußballer über ein Fußballfeld, ist er nicht mehr berechtigt, sich Sportler zu nennen, als ein Paketbote, der in das sechste Stockwerk eines Hochhauses steigen muss, um ein Paket zu übergeben; denn beide gehen nur ihrem Beruf nach, und die körperliche Anstrengung ist Bestandteil ihrer beruflichen Tätigkeit. Selbst wenn einem „Berufssportler“ seine Arbeit Freude bereitet, wird aus seiner Berufstätigkeit trotzdem kein Sport, denn der Hauptzweck jeder Berufstätigkeit ist nicht, sich selbst zu zerstreuen oder die Beherrschung des eigenen Körpers zu verbessern, sondern ohne jeden Zweifel immer noch, das Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen.

Nachdem wir jetzt festgestellt haben, dass der Begriff „Sport“ in vielen Fällen lediglich eine Maske ist, hinter der sich etwas versteckt, drängt sich uns natürlich die Frage auf, was sich da eigentlich verbergen möchte und weshalb es so eifrig um Tarnung bemüht ist. Warum, könnten wir außerdem fragen, sieht sich der bereits erwähnte Bote nicht als Berufssportler, so wenig wie ein Hochseilartist im Zirkus oder ein Arbeiter, der in Schwindel erregender Höhe Stahlträger für Hochhäuser montiert, oder ein Soldat, der sich mühsam und der Erschöpfung nahe durch unwegsames Gelände kämpft? – Trotz oder vielleicht sogar gerade wegen der allgegenwärtigen materialistischen Einstellung viel zu vieler Menschen genießen einige Tätigkeiten, die um ihrer selbst willen ausgeübt werden und niemandem schaden, eine gewisse Wertschätzung. Eben das trifft auf Sport zu; denn körperliche Ertüchtigung hilft dem Körper, und Zerstreuung pflegt die Seele. Ein Sportler ist demnach ein Mensch, der sich körperlich anstrengt, weil er seine physische ebenso wie seine psychische Gesundheit fördern möchte. Damit liefert er einen zwar nicht völlig selbstlosen, aber gleichwohl guten Beitrag zur Erhaltung der Volksgesundheit. Aus dem Grunde kann er insbesondere der Jugend als Vorbild dienen.

Betrachten wir nun die Gruppen etwas genauer, die sich besonders eifrig darum bemühen, zu den mit positivem Image ausgestatteten Sportlern zu zählen, dann sollte uns sofort auffallen, dass ihnen etwas gemein ist, nämlich überhöhte Einkommen, Ruhm und Ehre. Diese Gemeinsamkeiten führen uns unmittelbar zu dem, was all diese vermeintlichen Sportler zu verbergen suchen: Habgier und Ehrgeiz. Es ist unschwer nachzuvollziehen, dass es den hoch bezahlten Rennfahrern, Fußballspielern oder Tennisprofis gut gefällt, sich in der Öffentlichkeit als Sportler zu präsentieren, ohne Zweifel erheblich besser als die Alternative, sich als ein Sklave der eigenen Gier nach Reichtum und Ehre erkennen geben zu müssen. Während der Sportler als Vorbild der Jugend gelten darf, dient der von seiner Gier Versklavte allenfalls als ein abschreckendes Beispiel für menschliche Abgründe. Die wahren Motive für den Anspruch einiger Berufsgruppen, als Sportler bezeichnet zu werden, haben wir damit aufgedeckt. Jetzt sollten wir auch verstehen, warum es den Paketboten nicht danach drängt, als Sportler anerkannt zu werden: Es hätte keine Auswirkungen auf sein Leben. Die Zugehörigkeit zur Gruppe der „Berufssportler“ würde ihm weder lukrative Werbeverträge einbringen, noch würden ihn begeisterte Fans wegen eines Autogramms umlagern.

Gut vertraut mit den Gepflogenheiten kapitalistischer Gesellschaftssysteme, ist ein Mensch keineswegs erstaunt, wenn florierende Unternehmen weniger erfolgreiche Konkurrenten aufkaufen. Nach einer feindlichen Übernahme gilt es auch nicht als unüblich, zunächst die Leitung des übernommenen Unternehmens davonzujagen und anschließend der Belegschaft einzureden, sie habe so ziemlich alles falsch gemacht und müsse daher dankbar sein, dass zumindest ein Teil bleiben und sich fortan zur Arbeitnehmerschaft eines erfolgreichen Unternehmens zählen dürfe. Allerdings sei dieses Privileg mit materiellen Einbußen zu honorieren, denn schließlich habe man das Unternehmen nicht aus Wohltätigkeit oder gar wegen des Personals gekauft, sondern aus wirtschaftlichen Gründen.

All dieses versetzt einen Menschen jedoch, wie bereits erwähnt, nicht in Erstaunen. Höchst verwundert ist er dagegen, wenn dieser Vorgang plötzlich nicht Übernahme, geschweige denn feindliche Übernahme, sondern Wiedervereinigung genannt wird. Leicht verwirrt fragt er, ob es damit zu tun haben könnte, dass die Beteiligten keine Wirtschaftsunternehmen sind, sondern Teile eines am Ende des Zweiten Weltkriegs zerschlagenen Unrechtsstaates. Der Vorgang gleicht nämlich im Übrigen durchaus der gewöhnlichen Firmenübernahme. Die Führungsmannschaft des übernommenen Staates wird aus ihren Ämtern gejagt, zum Teil sogar vor Gericht gestellt. Danach wird dem Volk verdeutlicht, dass es den Wettkampf zwischen den beiden Teilstaaten verloren habe und folglich dankbar sein müsse, von nun an in dem um das Gebiet des Verlierers erweiterten Staatsgebiet des siegreichen Teilstaates leben zu dürfen … wenn auch nicht sofort als völlig gleichwertig anerkannt. Für diese „Großzügigkeit“ des Siegers müsse das „Verlierervolk“ natürlich einige Nachteile in Kauf nehmen. Theoretisch dem Volk gehörender Grundbesitz und staatliche Unternehmen werden rigoros privatisiert und überwiegend in Siegerhände gegeben. Ein Teil der Arbeitnehmerschaft wird freigesetzt . – Ist die Vermutung wirklich abwegig, dass es vor allem den wirtschaftlich starken Kräften im siegreichen Teilstaat bei dieser Wiedervereinigung genannten Übernahme weniger darum ging, unseren in Not geratenen „Brüdern und Schwestern“ zu helfen, als vielmehr um das ganz und gar nicht edle Ziel, dem ohnehin reichen Westen Zugriff auf die relativ wenigen Reichtümer des Ostens zu ermöglichen?
Selbstverständlich weiß es auch der Mensch auf der Straße zu würdigen, wenn ein Unrechtsstaat zusammenbricht. Er übersieht dabei aber keineswegs, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt. Denn in dem zusammengebrochenen Teilstaat existierte sicherlich manches Erhaltenswerte, wie es im siegreichen Teilstaat so einiges gab – und leider immer noch gibt –, was so schnell wie möglich geändert werden sollte. Überdies schulden wir den Bürgern des zusammengebrochenen Teilstaates doch wohl eine gleich faire Behandlung, wie sie den Deutschen zuteilwurde, die Hitler jahrelang voller Begeisterung zugejubelt hatten und nach der Zerschlagung der Nazi-Diktatur dennoch ohne jeden Vorbehalt Bürger der Bundesrepublik Deutschland werden durften.

Die Tarnung bestimmter Begriffe folgt gewöhnlich einem festen Ablauf. Falls ein Sachverhalt nicht dem gewünschten Bild entspricht, bieten sich zwei unterschiedliche Auswege an: Entweder ändern wir den Sachverhalt oder die Art, wie er sich darstellt. Dass wir es nicht selten vorziehen, den Schein anstatt des Sachverhaltes zu ändern, dafür gibt es viele Gründe. Manchmal ist es lediglich Gedankenlosigkeit oder Trägheit, in einigen Fällen ist es allerdings volle Absicht, einen wenig edlen oder zweifelhaften Sachverhalt beizubehalten. Dann bleibt nur die Möglichkeit, den Schein zu verbessern. So hofft ein Unternehmen beispielsweise auf beträchtliche Gewinne aus dem Verkauf einer Backzutat, die höchstwahrscheinlich nicht besser oder schlechter ist als Konkurrenzprodukte. Den Kunden nur aufzufordern, die Zutat möglichst oft zu kaufen, damit dem Unternehmen viel Geld zufließt, das wäre trotz der Nähe zur Wahrheit viel zu plump, als dass sich Menschen dazu überreden ließen. Gelingt es aber der Werbung, den Markennamen der Backzutat mit dem Begriff „Backen“ zu verknüpfen und diesen anschließend mit Liebe, dann entfernt sich das Produkt zumindest scheinbar aus der Ebene, auf der es einzig um den Erwerb „schnöden Mammons“ geht, und schwebt in den edleren Bereich der Liebe. Weil doch eigentlich niemand etwas gegen Liebe einwenden könne, müsste im Grunde jeder, der etwas backen will, das mit dem Begriff „Liebe“ verknüpfte Produkt kaufen … genau darauf hofft das Unternehmen.

Sobald der Mensch auf der Straße erkannt hat, wie leicht es einem unschönen Sachverhalt gelingt, sich mit einem Euphemismus zu tarnen, ist er allen wohlklingenden Begriffen gegenüber um einiges kritischer als vorher. Die angebliche Vorwärtsverteidigung kann ihn nicht mehr beirren, denn er hat durchschaut, dass sich dahinter nichts anderes verbirgt als der weit weniger positiv gewertete Angriff. Hoteliers nimmt es der kritische Mensch einfach nicht ab, dass sie ihre Gäste nur wegen des Umweltschutzes bitten, Handtücher länger als einen Tag zu benutzen. Schon gar nicht glaubt er den Beteuerungen von Politikern, dass sie die Gehälter beamteter Staatsdiener einzig und allein aus Sorge um deren materielles Wohl regelmäßig erhöhen, er ist sich vielmehr sicher, dass die Politiker es vor allem deshalb tun, weil ihr eigenes Einkommen an die Besoldung der Beamten gekoppelt ist, sodass sie von jeder Erhöhung selbst profitieren.

Lassen wir es bei diesen Beispielen bewenden. Weitere würden lediglich die Gefahr heraufbeschwören, diese Liste als vollständig anzusehen, was unserer Intention, den Heranwachsenden zu eigenem Nachdenken zu ermutigen, zuwiderliefe. Hat er erst einmal das Schema erfasst, wird er sicherlich auf vieles stoßen, wo sich wenig Angenehmes zu tarnen versucht, indem es sich hinter einem positiv besetzten Begriff versteckt.

Viele Grüße

wgbajohr

Beim nächsten Mal geht es um das Ignorieren und Verschleiern der Verantwortlichkeit

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BeitragVerfasst am: 25.07.2007, 20:07
Rita Hajak (Moderator)
 
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Beiträge1467
WohnortFehmarn


Hallo Wolf-Gero,

es ist schon ungeheuerlich, wenn man hört, was Sportler so verdienen.
Es ist wohl so, dass die Sportler, nur die Besten natürlich, im Vordergrund der Medien stehen. Sie werden hochgehalten, vergöttert und vermarktet. Jeder „populäre“ Sportler ist in irgendeinem Werbespot zu sehen. Das bringt zusätzlich Aufmerksamkeit und Geld. Da kann ein Postbote oder ein Arbeiter, auf dem Hochhaus oder Strommasten, nicht mithalten. Der Bekanntheitsgrad spielt eben eine große Rolle.
Wenn man sich vorstellt, wie viele Menschen hungern und Not leiden, während z.B. ein Michael Schuhmacher, im Jahr 80 Millionen EUR verdient, kann man das nicht mehr begreifen. Sicherlich wird auch mal eine Million gespendet. Das tut „denen“ genauso wenig weh, wie mir, wenn ich bei meinem winzigen Einkommen etwas Spende. Ich möchte, nicht jedem Habgier unterstellen, aber Ehrgeiz ist es bestimmt. Na ja, wir sind auch manchmal ehrgeizig. Das muss nicht automatisch schlecht sein. Aber vom Ehrgeiz besessen zu sein, ist schon gefährlich.

Warum jedoch die Politiker dem Volk ständig etwas von Sparmaßnahmen vorjammern und sich selbst immer wieder die Diäten erhöhen, ist mir ein Rätsel. Da halten sie alle zusammen. Keiner will auf diesen Vorteil verzichten.
Menschen, die in Kriegszeiten ihre Besitztümer verloren haben oder enteignet bekamen, haben bis auf wenige, die gerichtliche Schritte unternommen hatten, nichts zurück erhalten. Wo ist denn hier die Gerechtigkeit oder die Verantwortlichkeit für all diese armen Menschen.

Die Ungerechtigkeit geht weiter. Der Große gewinnt, der Kleine verliert. Wer etwas erreichen will, muss ein Siegertyp sein. Die Schwächeren haben keine Chance.
In diesem Sinne einen schönen Abend

Wünscht Dir und Deiner Frau
Rita

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„Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
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Thomas Mann

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BeitragVerfasst am: 27.07.2007, 11:57
wgbajohr (Moderator)
 
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WohnortHamburg


Hallo Rita!

Deinen Zeilen ist kaum etwas hinzuzufügen. Allenfalls kann es noch verstärkt werden. Etliche dieser Stars aus der Unterhaltungsindustrie erhalten jährlich Millionenbeträge in zwei oder sogar dreistelligem Bereich, lassen sich von den Deutschen als Idole feiern und verweigern dann Deutschland trotzdem die Steuern, indem sie ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen, während die Fans von ihrem kleinen Einkommen tapfer jeden Steuer-Euro zahlen. Was machen diese Leute für Deutschland? Sie kassieren nur. Das Wort Sportler habe ich übrigens ganz bewusst vermieden.

Du schreibst:

Zitat:
… manchmal ehrgeizig. Das muss nicht automatisch schlecht sein. Aber vom Ehrgeiz besessen zu sein, ist schon gefährlich.


Wir werden in einem späteren Kapitel erfahren, dass sich hinter dem oft verkannten und deshalb verharmlosten Begriff Ehrgeiz eine spezielle Form der Gier verbirgt, und zwar die Gier nach Ehre, Ruhm und Anerkennung. Und das bedeutet, dass das Negative bereits in dem Wort Gier enthalten ist und folglich Ehrgeiz immer negativ ist. An der Stelle verwechseln wir häufig strebsam mit ehrgeizig. Wer danach strebt, seine Aufgaben und Pflichten gewissenhaft und so gut, wie möglich, zu erfüllen und sich dann darüber freut, dass sein Einsatz anerkannt wird, der sollte nicht mit jemandem verwechselt werden, der klingenden Titeln und Ehrenzeichen hinterherjagt, gleichgültig, wie er sein Ziel erreicht. Dem einen geht es um gute Arbeit, dem anderen nur um Anerkennung.

Liebe Grüße nach Fehmarn

Wolf-Gero

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Die Veränderung der Welt beginnt bei jedem Einzelnen
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BeitragVerfasst am: 27.07.2007, 12:39
Bärentante
 
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Im Prinzip stimme ich Euren Argumenten gegen Berufssportler zu. Da ich allerdings zu den verrückten Formel-1-Fans gehöre, die diese Sportart durch Besuche der Veranstaltungen unterstützen, habe ich mich jetzt mal aus der Diskussion rausgehalten, denn so wirkliche Argumente meinerseits gibt es dafür nicht.
Ich liebe einfach die Formel 1, die Farben, die Geräusche, die Schnelligkeit, das Publikum, das Umfeld. Bin seit 30 Jahren auf den Rennstrecken der Welt unterwegs. Ein Hobby eben, wenn auch recht teuer. Wink
Aber bei Fußballprofis stimme ich voll zu. Fußball ist nämlich nicht mein Ding. Very Happy

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Liebe Grüße
Christel