 | wgbajohr: Werbung |  |
Verfasst am: 24.11.2007, 15:12 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 08.04.2007 | | Beiträge | 562 | | Wohnort | Hamburg |
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Hallo!
Werbung erweist sich als ein polarisierender Begriff. Wie in anderen Bereichen, so gilt auch bei Werbung: Eine reine Schwarz-Weiß-Malerei wird keinem Thema gerecht. Vielleicht gelingt es diesem Forum, strittige Punkte von den unstrittigen zu trennen.
Nachgefragt im Bekanntenkreis, wie ihre Einstellung zur Werbung ist, bewegten sich die Antworten im Bereich von „keine Vorbehalte“ bis zu „totale Ablehnung“. Dass sich darunter kein ausgesprochener Befürworter fand, sollten wir nicht überbewerten, denn unter den Befragten gab es niemanden aus der Werbebranche, und es wurden auch keine eigenen Produkte beworben.
Obwohl es keine repräsentative Umfrage war, kann sie wohl dennoch als Bestätigung dafür angesehen werden, dass die Meinung über Werbung nicht einheitlich ist.
Dass Angehörige der Werbebranche von der Unverzichtbarkeit der Werbung ausgehen, wird wohl niemanden ernsthaft erstaunen, aber selbst Gegner der Werbung räumen ein, dass wir in der gegenwärtigen Lage zumindest auf Teile der Werbung nicht verzichten können.
Autorinnen und Autoren veröffentlichen ihre Werke und wollen sie dann verständlicherweise auch verkaufen. Um das zu unterstützen, bedienen sie sich einiger Mittel und Methoden aus dem Bereich der Werbung.
Ihr seid diese Autorinnen und Autoren. Wie steht Ihr zur Werbung? Stellt Ihr Euch voll und ganz hinter die Methoden – hinter alle? Falls Ihr Unterschiede macht, ergeben sich Fragen: Was haltet Ihr an der Werbung für weniger gut und was für unverzichtbar?
Den Verfassern von Gedichten und Geschichten unterstellen wir für gewöhnlich reichlich Fantasie. Deshalb geht an Euch eine weitere Frage: Könnt Ihr Euch vielleicht vorstellen, die Werbung so umzugestalten, dass alles Störende verschwindet, Unverzichtbares hingegen erhalten bleibt oder adäquat ersetzt wird?
Solltet Ihr im Einzelfall meinen, Ihr brauchtet unbedingt eine Definition von diesem oder jenem, dann fühlt Euch völlig frei, selbst eine Definition zu erstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolf-Gero |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 24.11.2007, 15:55 |
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| Bärentante |
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Zum ersten Teil - Werbung allgemein.
Ich liebe und ich hasse Werbung, also jetzt mal diese im Fernsehen. Da gibt es so geniale Ideen, Aufmachungen (z. B. der RWE-Dackel, ich liebe ihn) und so einen geschmacklosen Mist (z.B. das fehlende Standbein der Altersvorsorge oder ein Baby, dass den Namen eines Brillenherstellern nennt.) Aber das muss man sich ja alles nicht ansehen, wenn man nicht will.
Magazine wären ohne Werbung noch teurer, also kommt sie uns irgendwie zugute. Man muss sie ja ebenfalls nicht betrachten.
Werbung im Radio überhöre ich, stelle ich eben gerade fest. Bin mir momentan keiner Beiträge bewusst.
Werbung gehört zum täglichen Leben. Selbst ein Angebotsschild im Supermarkt hat keinen anderen Sinn und Zweck.
Bei Werbung hört bei mir der Spaß erst auf, wenn sie aufdringlich wird: Vertreter an der Haustür erscheinen, Anrufe von angeblichen Meinungsinstituten, die dann plötzlich die besten Weine anbieten, usw.
Zum Autor:
Wer verkaufen will, muss Werbung machen. Auch Mund-zu-Mund-Propaganda ist Werbung. Selbst wenn man Bekannten und Verwandten nur davon erzählt, eine Homepage erstellt, gehört das zur Werbung, man will ja etwas anbieten und möglichst auch verkaufen.
Und wie weit man damit geht, ist wohl eine Geldfrage. Eine Kleinanzeige in einem Magazin (für meinen Zielbereich) kostet locker 200 Euro. Das habe ich versucht, war aber zu 100 Prozent zum Fenster rausgeschmissen. Die Redaktion meinte, dass eine "Wirkung" erst bei wiederholten Anzeigen einsetzen würde. Na, vielen Dank.  |
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_________________ Liebe Grüße
Christel |
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Verfasst am: 24.11.2007, 18:47 |
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| hwg (Moderator) |
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Da ich auch als Werbetexter tätig bin, erübrigt sich eine negative Antwort.
Jeder Versuch, einen Mitmenschen von etwas überzeugen zu wollen, kann als Werbung bezeichnet werden.
Deshalb wirbt ein Mann auch um eine Frau, beispielsweise, auch wenn in diesem Zusammenhang das Wort etwas altmodisch klingt.
Ob die Werbung dann auch "ankommt", hängt von deren Kreativität ab und der Bereitschaft, dieser auch Aufmerksamkeit zu schenken.
Wo's keine Werbung gibt, leben auch keine Menschen. |
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Zuletzt bearbeitet von hwg (Moderator) am 24.11.2007, 19:16, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am: 24.11.2007, 19:13 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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Hallo Wolf-Gero,
Werbung? Für mich verzichtbar. Ich lasse mich nicht gerne beeinflussen, sei es nun bewusst oder unbewusst. Es wird auf jeden Fall den Menschen gezielt etwas vorgegaukelt, dass sie aufmerksam und neugierig macht. Einiges an Werbung wird dem Zuschauer im Fernsehen, in kurzen Abständen mehrmals gezeigt, damit es sich auch in deren Unterbewusstsein einprägt. Mit Werbeartikeln versprechen sie uns mehr Wohlbefinden, mehr Schönheit, mehr Beweglichkeit usw. Ebenso für jeden den passenden Autotyp.
Ich kann nicht genau sagen, was ich persönlich an „Werbung“ akzeptieren würde. Ich lasse sie nicht an mich heran. Solange ich nicht direkt bedrängt werde, ignoriere ich sie. Werbung muss aber nicht generell schlecht sein. Wenn sie informieren will, erfährt man einiges, was man noch nicht wusste. Wenn z.B. im Supermarkt ein Plakat hängt auf dem steht, dass der Kaffee, den ich immer kaufe, heute 1 Euro billiger ist, dann ich dies für mich eine gute informative Werbung.
Klar, machen wir Autoren auch Werbung. Aber da sehe ich einen Unterschied im Produkt.
Ein Buch kann informativ, unterhaltsam, lehrreich usw. sein. Haben wir ein Buch geschrieben, müssen wir es schließlich auf irgendeine Weise vorstellen. Jeder Leser hat die Möglichkeit zu prüfen, ob ihm das Buch von der Thematik und inhaltlich zusagt.
Wir preisen das Buch nicht an mit Worten wie: „Kauft nur dieses Buch, es ist das Beste was es je gab.“ Nein! Wir stellen es vor, mit kurzer Leseprobe, damit jeder weiß, dass es dieses Buch gibt. Außerdem sehe ich ein Buch nicht als Werbeprodukt. Es ist eher eine Bereicherung für den Menschen und keine Verdummung.
Ich unterscheide zwischen: Schönfärberei, Heuchlerei, Information! Keiner muss sich nach der Werbung richten. Jeder trifft seine eigene Entscheidung.
Gruß Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
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Verfasst am: 24.11.2007, 19:26 |
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| Rita Hajak (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | | Klar, machen wir Autoren auch Werbung. Aber da sehe ich einen Unterschied im Produkt. Ein Buch kann informativ, unterhaltsam, lehrreich usw. sein. |
Rita, Du bist nicht besser als z. B. Procter & Gamble, bloß weil Du ein Buch geschrieben hast. Autor zu sein, heißt nicht automatisch, ein besserer Mensch, ein wichtigerer Teil der Gesellschaft oder was auch immer zu sein.
Jedes Produkt - auch ein Buch - wird mit einem Hintergedanken produziert, nämlich es an den Mann/die Frau zu bringen.
Wenn Werbung für Dich verzichtbar ist - so plakativ, wie Du es schreibst - dann entferne als erstes den Link zu Deiner Homepage in der Signatur. Denn auch das ist Werbung. Und Du schmückst Dich mit Thomas Mann. Auch das verleitet zu Assoziationen.*
Es gibt kein "gut" und "schlecht", "schwarz" und "weiß" - auch wenn manche Leute das immer noch gerne - gerade in Bezug auf Dinge, von denen sie im Höchstfall die Oberfläche kennen - meinen.
Beste Grüße
Matthias
* Rita - das ist kein persönlicher Angriff, sondern ein Denkanstoß.  |
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Verfasst am: 24.11.2007, 19:40 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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Hallo Matthias,
nun hast Du es mir aber gegeben. Ein bischen Angriff war das schon.
Aber ich habe auch nachgedacht.
Ich möchte garnicht bestreiten, was du schreibst. Ich fühle mich halt verdummt, wenn immer wieder ein neues noch besseres Waschmitttel vorgestellt wird, oder wieder eine neue Schönheitscreme, usw.
Matthias schreibt:
| Zitat: | | Jedes Produkt - auch ein Buch - wird mit einem Hintergedanken produziert, nämlich es an den Mann/die Frau zu bringen. |
Gebe ich zu. Ich habe mich allerding noch nie über eine neue Buchvorstellung geärgert. Für mich zählt das nicht zu der Werbung die ich ablehne. Ich spreche da nur für mich. Jeder darf doch seine Meinung äußern.
Das nächste mal aber bitte nicht ganz so streng.
Schönen Abend noch
wünscht Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
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Verfasst am: 24.11.2007, 20:09 |
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| Rita Hajak (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | | Ich habe mich allerdings noch nie über eine neue Buchvorstellung geärgert. |
Ich sage nur: Dieter Bohlen und Konsorten.
Nein Rita - das war wirklich nicht persönlich gemeint. Sorry, wenn Du es so aufgefasst haben solltest. Und in einem gebe ich Dir Recht: Es gibt Formen und Auswüchse innerhalb des großen Feldes "Werbung", die ich abgrundschlecht und zum Kot... finde - und mich auch darüber ärgere.
Aber noch mehr ärgere ich mich darüber, dass es offensichtlich ein Leistungssport geworden ist, Werbung insgesamt zu verdammen. Noch schlimmer: "Werbung kann doch jeder" und daher fühlt sich jeder Hinz und Kunz dazu berufen, zu urteilen - und das am liebsten mit ausladender Handbewegung und pauschal.
Davon, dass ich einmal einem Pianisten zugeschaut und -gehört habe, kann ich noch lange kein Klavier spielen. Aber genau diesen Eindruck versuchen manche Leute, zu vermitteln.
Beste Grüße
Matthias |
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Verfasst am: 24.11.2007, 20:19 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 08.04.2007 | | Beiträge | 562 | | Wohnort | Hamburg |
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Hallo!
Potenzielle Kunden sollten erfahren, dass ein bestimmtes Produkt auf dem Markt ist, und außerdem, was für Eigenschaften dieses Produkt hat. Das ist meines Erachtens ein Beispiel für eine legitime Funktion, die gegenwärtig von der Werbung übernommen wird. Inwieweit die Werbung dieser Aufgabe aber tatsächlich gewachsen ist, mag sich jeder selbst beantworten. Wie vertrauenswürdig sind Informationen, für die der Produzent der Ware bezahlt?
Übrigens ist es keineswegs immer erforderlich, ein Gebiet bis zum letzten Jota zu kennen, um an einer Diskussion teilzunehmen. Niemand muss fünfzig verschiedene Möglichkeiten, einen Menschen zu töten, aufzählen können, um gegen das Morden zu sein. Das Wissen, dass beim Morden Menschen gegen ihren Willen sterben müssen, reicht dafür völlig. Es braucht auch niemand eine erfahrene Werbefachkraft zu sein, um sich gegen gewisse Aspekte der Werbepraxis auszusprechen.
Viele Grüße
Wolf-Gero |
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Verfasst am: 24.11.2007, 20:41 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 01.05.2007 | | Beiträge | 1667 | | Wohnort | Emden |
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"Die" Werbung, so denke ich gibt es nicht.
Es gibt solche und solche. Die eine Art nervt, die andere kommt sympathisch rüber, die andere Art langweilt, wieder eine andere ist schlicht informativ. Die Palette ist breit gefächert.
Wenn man Werbung abwählt und sie in reine Information wandeln würde, dann würde sich vermutlich schnell die Spreu vom Weizen trennen. Denn der Kunde hätte zum Vergleich nur die nackten Tatsachen und könnte sofort erkennen, bei wem er was in welcher Qualität zu welchem Preis erhält.
Man müsste einmal durchspielen, welche Auswirkungen das auf die heutige Wirtschaftsstruktur hätte!?
@Hans, Du hast natürlich Recht. Jeder Mann, jede Frau, macht sich hübsch zurecht und kehrt die besten Seiten heraus um Werbung für sich zu machen. Den meisten Menschen macht das Freude. Offensichtlich ist diese Werbung, die immer ein wenig übertreibt und auch mal schummelt und beschönigt absolut notwendig.
Welche Frau gerät in Ekstase, wenn ein Mann ihr sagt: "Guten Tag Marie, ich bin Walter, 27 Jahr alt, gesund, habe Arbeit, und will dich heiraten, ich will drei Kinder, fahre einmal im Jahr in Urlaub und möchte sonntags Rindfleisch essen. Das Geld dafür bringe ich mit."
Und dann kommt Harry um die Ecke gebraust, braungebrannt und in Geberlaune, überschüttet er die Angebete mit Komplimenten und schnappt dem Walter mit Elan und tollen Sprüchen das Mädchen vor der Nase weg.
Ganz offensichtlich ist hier nicht die Werbung Schuld, wenn Marie demnächst bis zum Hals in Schulden steckt und ihren Harry mit 5 Freundinnen teilen muss.
Marie hat sich blenden lassen und vergessen, mal hinter die Fassade zu gucken. Aufklärung tut also Not. Es ist wie mit dem Alkohol. Er ist auch nicht Schuld, wenn Menschen zu Alkoholikern werden. Oder Zigaretten sind nicht Schuld am Lungenkrebs, sondern derjenige der freiwillig den blauen Dunst inhalliert.
Schlimm finde ich Werbung im Kinderprogramm der Fernsehsender. Besonders Kinder, die vor dem Fernseher allein gelassen werden, konsumieren Werbung kritiklos. Ihnen wird es irgendwann gehen wie Marie.
Gut finde ich abrufbare Werbung - dazu nutze ich das Internet. Hier kann ich vergleichen und mit einem Klick ist das, was mir missfällt wieder verschwunden.
Ganz ohne Werbung kann man nichts verkaufen. Und ich glaube, dass Qualität und Service sich am Ende durchsetzt gegen flotte Sprüche und bunte aufdringliche Werbung.
LG Grete |
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Verfasst am: 24.11.2007, 21:29 |
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| Inaja |
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| Anmeldedatum | 21.11.2007 | | Beiträge | 31 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo und guten Abend,
ein interessantes Thema und: ich muss Matthias in vielen Punkten recht geben.
Auch ich rege mich täglich über Werbung auf, aber eigentlich hauptsächlich im TV, weil sie in (meiner Meinung nach) unerträglich aufdringlicher Form das unterbricht, was mich wirklich interessiert.
Für mich sollte Werbung sein:
Die Vorstellung eines neuen Produktes (das kann ein Buch oder aber ein Waschpulver sein), um mir seine Vorteile, oder Eigenschaften näher zu bringen (das erwarte ich in sachlicher Form ), finde ich akzeptabel und sogar wichtig.
Unerträglich dagegen finde ich die ständigen Wiederholungen und Lobpreisungen für Produkte die schon vor zwanzig Jahren nach eigener Aussage das BESTE überhaupt waren...bla, bla.
Wenn sie damals schon so "unübertroffen", "einzigartig" und z.B. "fleckenlos reinigend" waren (Waschpulver liegt mir als Frau nun mal am meisten ), dann frage ich mich doch: Sind Kakaoflecken heutzutage aus anderem Kakao oder was?
Außerdem hätte ich als Bürger gern die Wahl: muss ich mich der Werbung aussetzen oder ist sie für mich abrufbar wenn ICH sie brauche.
Das ist bei Radio-und TV Werbung eindeutig nicht so. Die empfinde ich inzwischen als echt ätzend, zumal damit scheinbar sehr gern ein Programmformat gefüllt wird, dass sonst zumindest zeitlich gesehn, nicht viel hergibt (ja, ich gebs zu, oft auch inhaltlich nicht), denken wir nur mal an viele beliebte Abendserien oder wirklich gute Filme (die es ja ab und zu gibt)
Da fange ich jedesmal zu kochen an und frage mich, wofür bezahle ich eigentlich GEZ. Aber das ist ein anderes Thema.
Werbung von Hause aus zu verdonnern, finde ich falsch. Gut gemachte Werbung kann sogar unterhaltsam sein. Leider sind wir Deutschen da nicht besonders kreativ....
Ein wunderschönes WE
wünscht
Ina
PS. Ich hoffe, man verzeiht mir evtl. Plenks (Danke, ich wurde schon belehrt  |
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Verfasst am: 24.11.2007, 22:20 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 23.05.2007 | | Beiträge | 1584 | | Wohnort | Fehmarn |
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Matthias schreibt:
| Zitat: | | Ich sage nur: Dieter Bohlen und Konsorten. |
Dieter Bohlen würde ich sicherlich nicht lesen. Es gibt gute und schlechte Bücher. Und nicht zu vergessen, das dies alles eine Geschmacksfrage ist.
Wie ich schon sagte:
| Zitat: | | Jeder Leser hat die Möglichkeit zu prüfen, ob ihm das Buch von der Thematik und inhaltlich zusagt. |
Außerdem hatte ich bereits erwähnt: Werbung muss nicht generell schlecht sein. Jeder kann sich das passende heraussuchen oder ignorieren, wie ich es meist tue.
Das Internet ist eine gute Alternative. Dort kann man sich die Info holen, die man auch tätsächlich braucht.
Im Fernsehen z.B. werde ich quasi gezwungen, mir die Werbung anzuschauen, die sich mehrmals zwischen einen Film schiebt. Will ich die Werbung umgehen, bin ich gezwungen, umzuschalten oder den Raum zu verlassen. Das ärgert mich maßlos.
Gruß Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
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Verfasst am: 24.11.2007, 22:25 |
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| Inaja |
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| Anmeldedatum | 21.11.2007 | | Beiträge | 31 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Rita,
das mit dem Umschalten nutzt ja auch nicht mehr wirklich viel, denn irgendwie scheinen die Sender sich "werbezeitsendungstechnisch" abzusprechen.
Und DAS ist für mich ein großes Problem, weil ich dann meißt Richtung Kühlschrank laufe....da findet sich immer etwas, das interessanter ist als Werbung  |
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Verfasst am: 24.11.2007, 22:30 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 23.05.2007 | | Beiträge | 1584 | | Wohnort | Fehmarn |
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Hallo Inaja,
das kann ich gut nachvollziehen. Durch diese viele Pausen schaffe ich es manchmal nicht den Film zu Ende zu schauen. Denn ich bin dann längst eingeschlafen.
Gute Nacht
Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
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Thomas Mann
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Verfasst am: 25.11.2007, 06:03 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 08.04.2007 | | Beiträge | 562 | | Wohnort | Hamburg |
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Guten Morgen!
An diesem Punkt der Diskussion möchte ich gern ein paar Anmerkungen einbringen. Vielleicht erhellen sie das eine oder andere und sind zugleich Anlass, auch einmal in die aufgezeigte Richtung zu denken, Denkanstöße sozusagen.
Es gebe zwei Formen, über ein neues Produkt zu berichten:
a) Wir stellen dar, wie es tatsächlich ist, dabei Vorzüge und Nachteile berücksichtigend.
b) Wir berichten, was der Auftraggeber potenzielle Kunden glauben lassen möchte.
Was möchten wohl potenzielle Kunden, was möchtet Ihr lieber:
a oder b?
Zusatzfrage: Wenn Ihr in Eurem Beruf zwischen zwei Möglichkeiten wählen könntet oder müsstet, welcher würdet Ihr den Vorzug geben:
Ihr dürft aufrichtig sein oder Ihr müsstet Euch und die Wirklichkeit kräftig verbiegen?
Wir können uns einem Thema auf mindestens zwei sich grundsätzlich unterscheidenden Wegen nähern:
1.a) Wir überlegen uns, wie etwas sein müsste, damit es unseren Vorstellungen entspricht, dabei ignorieren wir zunächst völlig, dass es möglicherweise bereits etwas Ähnliches gibt. – Warum? – Das Ist könnte unser Konzept beeinflussen.
1.b) Erst nachdem wir unser Wunschkonzept erarbeitet haben, prüfen wir, ob es bereits etwas Ähnliches gibt und inwieweit es unsere Vorstellungen abdecken kann. Hierbei werden wir sicherlich die entsprechenden Fachleute hinzuziehen.
2. Wir durchleuchten etwas Bestehendes und prüfen dabei, ob es sich mit unseren ethischen Grundsätzen verträgt. Dazu ist es jedoch erforderlich, sich in die Materie weit hineinzuwagen. Das ist sicherlich ein schwieriges oder – wenn wir den Zeitfaktor berücksichtigen – manchmal sogar ein unmögliches Unterfangen. Wir könnten dieses Durchleuchten natürlich auch von vornherein den entsprechenden Fachleuten überlassen. Doch wie kritisch ist ein Kritiker seinem eigenen Bereich gegenüber?
Viele Grüße
Wolf-Gero |
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Verfasst am: 25.11.2007, 08:58 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3930 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Guten Morgen Wolf-Gero!
Du schreibst zum Schluss Deines Beitrages: "Doch wie kritisch ist ein Kritiker seinem eigenen Bereich gegenüber?" Eine gute Frage, die man jedem "Kritiker" auch in diesem Forum stellen könnte. Was glaubst Du, wie die Antwort ausfallen würde?
Bleiben wir bei unserem Metier. Wäre der Autor vom Ergebnis seines Schaffens nicht überzeugt, würde er damit eher nicht an die Öffentlichkeit treten wollen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen...
Ein Autor ist, wie ein Werbetexter (oder Grafiker, Spot-Regisseur und dergleichen) auch, sicher bemüht, das "Beste" zu schaffen. Doch wie es nun einmal ist, der (die) Auftraggeber (Honorarbezahler) haben meistens "das letzte Wort".
Dass dann zwischen der Absicht des Kreativen und dem Endergebnis manchmal große Unterschiede entstehen, ist nun mal der Lauf der Dinge.
Leute, denen diese beruflichen Gegebenheiten fremd sind, spielen sich dann gerne als "Richter" auf und lassen sich zu Pauschalurteilen hinreißen.
Wem es möglich sein sollte, die "Maßstäbe", zum Beispiel im Bereich Werbung, anders zu setzen und damit Erfolg zu haben, dem würde garantiert "die ganze Welt" offen stehen. Doch ein Sprichwort trifft den Kern der Sache: Wer schimpft, der kauft!
Das sind bloß einige morgendliche Überlegungen, gewachsen aus vielfältiger eigener Erfahrung.
Herzlichen Gruß und einen angenehmen Sonntag!
Hans |
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