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wie ist das mit den Zuschußverlagen?

BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 13:59
pinky
 
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WohnortHamburg


Liebe Autoren-Kollegen,
sicher kennt ihr diese Angebote von Zuschußverlagen auch:
Ich habe gerade wieder zwei vor mir liegen einen vom Novum Verlag, wo ich runde 5000,- Euro zuzahlen soll und einen vom R.G: Fischer wo ich die Wahl hätte zwischen 4000,- und 8000,- Euro zu bezahlen...
Natürlich, wie üblich bei solchen Angeboten, wurden die Manuskripte für veröffentlichungswürdig befunden, pi, pa po...
Nun, hat man diese Summen in der Regel nicht mal eben in der Portokasse und so läßt man eher die Finger davon...
Aber nun würde es mich im Ernst doch einmal interessieren, ob schon mal jemand Erfahrungen mit so einem Verlag gemacht hat. Ihre Eigendarstellung im Internet ist natürlich brillant und angeblich greifen sie auf riesige Erfolge zurück - auf der anderen Seite liest man dann Spiegelartikel, die von geprellten Autoren berichten.
Wie ist das nun, sind diese Verlage alle unter dem Begriff "Abzocker" abzuhaken oder gibt es da auch ein paar weiße Schafe unter den vielen gierigen Wölfen???
Gesetzt den Fall, man hätte das Geld und würde sich darauf einlassen - gibt es eine reelle Chance, diese Summe jemals wieder reinzukriegen durch den Verkauf des Buches? Wie gut sind die angeblich tollen Marketingmethoden dieser Anbieter wirklich?
Ich habe mal durchgerechnet, dass man, wenn man alle Marketingangebote von BoD in Anspruch nähme, man bei rund 2000,- Euro liegen würde - das liegt immer noch weit unter dem, was diese Verlage haben wollen. Hat das eigentlich schonmal jemand ganz durchgespielt? Was bringt es überhaupt?
Kann man auf dieser Schiene überhaupt je weiterkommen?
LG
Steffi

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Näheres über mich findet sich unter:
www.mayer-teegen.de

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 14:02
büchernarr
 
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WohnortHessen


Gesetzt den Fall, man hätte das Geld und würde sich darauf einlassen - gibt es eine reelle Chance, diese Summe jemals wieder reinzukriegen durch den Verkauf des Buches?

Klares NEIN!

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Re: wie ist das mit den Zuschußverlagen?

BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 14:04
LOFI (Moderator)
 
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Beiträge2876


pinky hat Folgendes geschrieben:


Gesetzt den Fall, man hätte das Geld und würde sich darauf einlassen - gibt es eine reelle Chance, diese Summe jemals wieder reinzukriegen durch den Verkauf des Buches? Wie gut sind die angeblich tollen Marketingmethoden dieser Anbieter wirklich?


Hi,

eghal welche Methoden sie haben, ob schwarze oder weiße Schafe: Das Risiko trägst du, wenn du gezahlt hast. Und als NOName-Autor (nicht persönlich gemeint) 4000 Euro oder mehr wieder einzuspielen, ist ne Menge Holz. Für mich persönlich ist diese Art der Veröffentlichung in jeglicher Hinsicht indiskutabel.

LG

Lorenz

BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 14:30
PvdO
 
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Lies dazu hier: http://www.peters-buchladen.de/html/interessantes.html#zuschuss

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Seit 2007 auch in Amerika präsent

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 14:47
Klaus D. Klimke
 
Anmeldedatum18.09.2008
Beiträge101
WohnortHamburg


@pinky
oder guckst du mal hier:
www.autorenhaus.de
und da unter:
Zeitweilig verbotener Jahrbuchartikel mit Schaubild

ganz ehrlich: da backe ich lieber weiter meine kleinen Brötchen und weiß, dass ich mir die Marmelade dafür auch noch leisten kann.
LG
Klaus

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Ignoranz ist der schleichende Tod jeder Gesellschaft
http://www.klaus-d-klimke.de/

BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 15:18
pinky
 
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Beiträge29
WohnortHamburg


Ok, ja danke -
habe verstanden...
der Link zur Autorenhaus-Seite ist sehr interessant, danke dafür.
Und wie sieht dasn nun mit dem BoD-Marketing aus, hat das schonmal jemand durchprobiert?
Kostet ja auch nicht so ganz wenig...
LG
Steffi

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BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 15:26
LOFI (Moderator)
 
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Beiträge2876


Presse und Messemappen habe ich noch nicht probiert. Lasse es aber auch. Relativ teuer und begrenzte Reichweite finde ich. Der Rest hat sich für mich auch kaum rentiert, insbesondere Werbeanzeigen.
Bei BOD Anbietern macht man das Marketing am besten selbst, oder läßt es machen wenn man genug Kleingeld hat oder einen Sponsor. Wird immer schwierig sein, hier durchschlagend bezahlbar werben zu können.

LGH

Lorenz

BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 15:58
pinky
 
Anmeldedatum06.06.2008
Beiträge29
WohnortHamburg


mmh - gibt es dann reine "Marketing-Anbieter", die wirklich etwas tun für das Geld, das sie kassieren?
LG
Steffi

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BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 16:10
LOFI (Moderator)
 
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Beiträge2876


Naja, google ma nach Marketingfirmen, die gibt es ja massig ... für massig Zaster. Das geht immer. Alles eine Frage des Geldes.

BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 16:23
pinky
 
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Beiträge29
WohnortHamburg


was ist eigentlich von den vielen Büchern zu halten, die so Titel haben wie; erfolgreiches Marketing für Autoren - o.ä. - gibt es zu Hauf bei amazon - das einzige, das ich je gelesen hab, ist das von Uschtrin - aber mal davon abgesehen, dass man da die ganzen Verlagsadressen auf einen Haufen hat, kann ich den WErt noch nicht so ganz erkennen -
kennt da jemand ein wirklich brauchbares Werk?
LG
Steffi

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BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 17:06
LOFI (Moderator)
 
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Beiträge2876


Die Bücher können dir ja im besten Falle nur Tipps geben. Geh eben mal in einen Buchladen und schmöker drin rum. Aber einen gewissen finaziellen Aufwand musst du einfach für große Werbemaßnahmen betreiben.

BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 17:15
hawepe
 
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Beiträge2695
WohnortBerlin


Hallo Steffi,

pinky hat Folgendes geschrieben:
was ist eigentlich von den vielen Büchern zu halten, die so Titel haben wie; erfolgreiches Marketing für Autoren - o.ä. - gibt es zu Hauf bei amazon -


Sagen wir es mal so: In den verschiedensten Foren werden immer wieder mal solche Marketingbücher angepriesen - übrigens auch hier schon -, bloß von deren Autoren ist dort außer der Werbung in der Regel sehr wenig bis gar nichts zu hören Sad

Wenn du dich mit dem Thema Marketing, Werbung, Verkauf noch nie beschäftigt hast, werden solche Bücher dir vermutlich etwas bringen. Sonst ... Die Beispiele werden eben immer idealtypisch herausgesucht.

Gehe einfach mal in einen gut sortierten Buchladen oder schmökere in einer Bibliothek. Danach weißt du, welche Bände sich lohnen.

Beste Grüße,

Heinz.

_________________
Buchsatz für Autoren - Vom Manuskript zum Buch mit Publishing on Demand
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BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 21:42
CeKaDo
 
Anmeldedatum15.11.2007
Beiträge411
WohnortSchwelm


Ich habe für einen Verlag gearbeitet, der als "Dienstleister" einen zuschuß zu den Aufwendungen der ersten Auflage nahm. Damals fand ich das in Ordnung, heute kenne ich die andere Seite und sage nur noch "Hände weg!" Dann lieber alles allein machen und drucken lassen.

Und ich würde mir, wenn ich denn das Geld hätte, eine Werbefirma nehmen, die für mich die Trommel rührt. Die Investition wird sich bei einem geschickten Vertrag ganz sicher lohnen. Wie gesagt, wenn das Geld da ist.

Ist kein Geld vorhanden, ist niemand der bessere Verkäufer als der Autor selbst und seine Kunden.

_________________
"Nur Dumme trauen sich alles!"

http://www.uebernaechtliches.de

Der Blog zum CeKaDo: http://www.tagesblog.de

BeitragVerfasst am: 12.10.2008, 12:13
MW
 
Anmeldedatum08.10.2008
Beiträge259


hi,

ich denke, vieles kann man auch selber machen und man spart unterm strich ´ne ganze menge....

flyer etc. gibts zum supersonderpreis übrigens bei flyeralarm.de (durckqualität pkay, aber manchmal zu schnell verpackt, was bei mir zu einigen klebenden flyer geführt hat ... aber der preis ist genial!) ansonsten mal bei laser-line.de schauen. auch sehr presiwert.

zum stichwort werbeagentur: ich befürchte, hier ist schon eine menge budget nötig für ein vernünftiges produkt. zwar kann man sich ein vernünftiges cover und schöne karten gestalten lassen (preisinfos für designer unter www.agd.de) - aber damit ist der vertrieb ja noch nicht angekurbelt.

auf jeden fall sollte man dann eine regionale agentur nehem, die sich mit den mediabedingungen vor ort auskennt und auch beziehungen zur presse hat. so kann man schon einmal hier und dort etwas schieben.

auf diesem wege kam ich für ein gesamtbudgte von rund 1.000 euro in potsdam mit meiner cd-vorstellung auf den bahnhofs-citylights (7 stück für eine woche), hatte im radio einen spot (kultur- und jazz-radio), war im Tagesspiegel/PNN und in der MAZ mit ´ner Rezi hatte eine Seite im UCI-Kinoflyer (September mit Gewinnspiel und Oktober mit Rezi), war mit ´ner Viertelseite im Stadtmagazin (Hochglanz 100 Seiten) und im Hauptstadtjournal mit einer VOrstellung. Dazu wurden noch 10.000 Flyer, die in der Stadt verteilt wurden. ... Also ´ne ganze Menge - und fast alles über Beziehungen - und natürlich ´ne Menge unbezahlter eigenleistung.

Kurz: Wenn man ein bissl Budget hat, kann eine kleine engagierte agentur schon etwas bringen.

tipp: vielleicht einen kulturellen aufhänger suchen. ich habe den erlös der ersten woche der kinder- und jugendarbeit der malteser gespendet.

VG mw

_________________
www.angenehme-vorstellung.de
"Der Ventriloquist" (Illustrierte Erzählung)
"Rote Zitrone" (Humoristische Kurzgeschichten)

BeitragVerfasst am: 13.10.2008, 08:21
Gigger
 
Anmeldedatum22.11.2007
Beiträge487
WohnortMeran


Hallo, speziell zum Novum Verlag bzw. deren editionnove gibts hier schon einige Wortmeldungen. Nur suchen!
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