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Wie macht ihr das ? / Verkauf Buchhandel

BeitragVerfasst am: 03.12.2007, 13:58
romantis
 
Anmeldedatum12.09.2007
Beiträge24
WohnortGraz


Servas Zusammen,

wie macht ihr denn das mit dem Verkauf im Buchhandel, schreibt ihr denen immer Rechnungen. oder was wollen die so generell.
ich hab da eine Buchhandlung an der Hand, die wollen aber 40% Rabat aufs Buch,
ist das in Ordnung oder eher nicht ?

lg
ch

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Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 03.12.2007, 14:00
PvO
 
Anmeldedatum21.10.2007
Beiträge574
WohnortOstseebad Prerow


40% ist definitiv zu viel. Was bleibt da denn für dich? Mehr als 30% würde ich nicht geben. Wenn du eine Rechnung schreibst, musst du dann auch die MwSt abführen.

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Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.

www.peters-buchladen.de

BeitragVerfasst am: 03.12.2007, 15:42
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge3123
WohnortA 8786 Rottenmann


Bei meinem ersten Büchlein, vor Jahren in einem inzwischen aufgelösten Kleinverlag (kein Druckkostenzuschussunternehmen!) erschienen, haben
die mir gewogenen Buchhändler überhaupt keinen Rabatt verlangt und die von den Kunden bezahlten Beträge in eine eigene "Kasse" gelegt und mit mir halbjährlich abgerechnet.

Innerhalb eines Jahres war die Auflage von 3000 Expl. vergriffen, wobei ich davon etwa 100 Expl. bei Lesungen abgesetzt habe. Heute, in Zeiten des Turbokapitalismus, wird es wohl kaum noch solche Buchhändler geben. In Graz vielleicht doch?

Jeder der entgegenkommenden Buchhändler hat von mir gleich viel Exemplare bekommen, so dass ich mir Rechnungen und sonstigen Papierkram völlig erspart habe. Da ich als Autor und Journalist ohnehin MwSt-befreit bin, hat sich auch das Finanzamt nicht darum gekümmert. Überhaupt soll man aus meiner Sicht die Bürokratie nicht z u ernst nehmen... Laughing , es sei denn, Du erwirtschaftest Eurobeträge, die in die Tausende gehen, was ich Dir wünsche!

Gruß aus der Obersteiermark!

BeitragVerfasst am: 04.12.2007, 01:06
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge1963
WohnortSchwobaländle


Hallo Christian,

von dem Buch, das Ladenverkaufsprais 6,- Euro kostet, bekomme ich 4,50 und der Laden 1,50 Euro (jeweils brutto). Da andere kostet 8,90 Euro, ich bekomme 7,- Euro und der Buchhandel die restlichen 1,90 Euro.

Ein Buchladen hat alle meine Bücher verkauft (waren 9 + 3) und nun um die Rechnung gebeten. Die haben sie dann - zusammen mit weiteren Büchern in Kommission - bekommen.

PvO hat Folgendes geschrieben:
40% ist definitiv zu viel. Was bleibt da denn für dich? Mehr als 30% würde ich nicht geben. Wenn du eine Rechnung schreibst, musst du dann auch die MwSt abführen.


Wie kommst du darauf? Eine Rechnung hat nichts mit der MWSt. zu tun. Solange man in einem Bereich nur Geringverdiener ist, muss man keine USt. abführen. In dem Fall berechnet man sie auch nicht. Allerdings bekommt man sie dann auch nicht zurück, wenn die Aufwendungen höher waren als die Einnahmen. Muss man sich überlegen, was besser ist. Ich habe mich jedenfalls für den Schreibbereich nicht veranlagen lassen.

Grüßle,
Judith

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Verfasst am:
 


Buchhandel

BeitragVerfasst am: 04.12.2007, 16:22
Birgit Fabich
 
Anmeldedatum23.10.2007
Beiträge932
WohnortFüchtorf


Hallo,
ich bin ja noch ganz neu im Geschäft und habe also jetzt alle Buchhandlungen in den Sendegebieten meines Werbespots abgeklappert. Einige waren gar nicht interessiert, weil sie nur über die Großhändler gehen, einige geben zumindest auf Anfrage meine Daten weiter, damit sich die Kunden bei mir direkt das Buch bestellen können, einige nehmen die Bücher auf Komission und einige sofort auf Rechnung. Nach meiner ersten Runde bekomme ich nun per mail oder Fax die Bestellungen rein und ich einige mich mit jeder Buchhandlung persönlich auf den Rabatt, wobei ich 40% auch schon weit überhöht sehe, da die anderen Kosten wie Druck, Satz, Werbung ebenfalls dazu kommen und dann überhaupt nichts mehr übrigbleibt. Es steht auch in keinem Verhältnis zum Aufwand, dass der letzte in der Kette 40% abschöpft. Es ist bestimmt Verhandlungssache, für Einsteiger ein zunächst schwieriges Gebiet, wobei wenn die Bücher auf Komission gehen, der Buchhändler außer ein wenig Platzanbieten keine Nachteile hat. Das ganze hat ein wenig Ähnlichkeit mit Apothekenrabatt in der Pharmaindustrie. Wir müssen uns wohl einfach durchbeißen und nicht über den Tisch ziehen lassen. Ich verschicke auch auf Rechnung mit Portokosten, gebe aber die MwSt. an, da ich selbst auch die USt. einreiche.
Viele Grüße aus Füchtorf
Birgit Fabich

Re: Buchhandel

BeitragVerfasst am: 04.12.2007, 18:03
matthiasgerschwitz
Gast
 


Birgit Fabich hat Folgendes geschrieben:
Nach meiner ersten Runde bekomme ich nun per mail oder Fax die Bestellungen rein ...


Hallo Birgit,

erstmal Gratulation, dass Deine Tour de Force Erfolg zeigt! thumb up
Ich denke, es ist immer besser, mit den Buchhändlern zu reden - wenn man sie "persönlich" bedient, kann man da vielleicht eher was machen...

Beste Grüße
Matthias

BeitragVerfasst am: 05.12.2007, 09:50
dbs
Gast
 


Hi!

40% Rabatt sind im Buchhandel eine durchaus übliche Marge. mitunter liegt sie sogar noch höher.

Ich selbst biete Händlern immer zwei Möglichkeiten an:

entweder kauft mir der Händler das Buch ab (Verkaufsrisiko liegt dann beim Händler) und bekommt dafür 40% Rabatt

oder

der Händler nimmt das Buch auf Kommission mit Sicht 6 Monate(Verkaufsrisiko liegt bei mir, wobei ich nur unbeschädigte Exemplare zurücknehme) und bekommt dafür 30% Rabatt.

Bisher haben sich alle Händler für die Kaufversion mit 40% entschieden, wobei mein Verkaufsgewinn durch Direktvertrieb etwas über dem eines Verkaufes über den normalen Buchhandel liegt, wo ich nur die Autorentantieme bekomme.

Direktbestellungen von Lesern gehen zum Original-Ladenpreis raus, wobei ich die Portokosten selbst trage (die Differenz von Laden-VK zum Autorenpreis gibt das mehr als locker her).


Grüße
Siegfried

BeitragVerfasst am: 07.12.2007, 01:54
romantis
 
Anmeldedatum12.09.2007
Beiträge24
WohnortGraz


danke für die antworten, immerhin bin ich jetzt bei einem buchhandel drinnen und hab ja schon vorgesorgt, also noch ein paar bücher auf lager, wenn nicht, schauma mal. ich hoffe das die neubestellungen im jänner endlich eintreffen, denn eine buchpräsa ohne bücher wäre schlimm.

lg
ch

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BeitragVerfasst am: 07.12.2007, 08:25
julia07
 
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Beiträge1179
Wohnort87700 Memmingen


In D: Achtung bei MwSt.!

Sollte jemand zusätzlich zur Schreiberei auch noch ein anderes Gewerbe betreiben und dort umsatzsteuerpflichtig sein, gilt diese Pflicht auch für die Schreiberei, egal wie "geringfügig" sie ist.
Das Motto ist: Einmal Umsatzsteuer - immer Umsatzsteuer!
Das ist jedenfalls die Aussage meines zuständigen Finanzamts.

LG, Julia

BeitragVerfasst am: 07.12.2007, 13:04
Judith
 
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Beiträge1963
WohnortSchwobaländle


Hm, mein Steuerberater ist leider heute den ganzen Tag unterwegs. Ich werde mit ihm nochmal Rücksprache halten.

Ich habe noch ein "Zweitgeschäft", allerdings zusammen mit meinem Mann. Da sind wir nicht umsatzsteuerpflichtig, obwohl ich im Erstberuf das Tanzstudio mit MWSt-Pflicht betreibe.

Grüßle,
Judith

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BeitragVerfasst am: 08.12.2007, 18:31
Yuki
 
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WohnortBraunschweig


Wenn ich mich nicht ganz schwer irre bekommt der Buchhandel vom ReDiRoma Verlag auch 40% Daher war ich davon ausgegangen, dass dies normal ist.
Ich selbst habe noch keine Buchhändler angesprochen, müsste die 40% aber dann wohl auch mitgehen, wenn sich jemand bereit erklärt das Buch anzunehmen. Oder wie sehr ihr das?

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BeitragVerfasst am: 08.12.2007, 20:44
Judith
 
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WohnortSchwobaländle


Hallo Yuki,

ich denke, das ist Verhandlungssache.

Grüßle,
Judith

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BeitragVerfasst am: 09.12.2007, 10:17
PvO
 
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WohnortOstseebad Prerow


Ich bekomme vom Verlag 40% Rabatt. Wenn ich den weitergebe, habe ich Null Einanhmen. Aus kaufmännischer Sicht ein Fiasko. Gebe ich 30%, bleieben mir von den 10%, die ich erhalte, nach Steuer noch ca 3% Gewinn! Da hab ich richtig kräftig verdient. Wir alle haben zwar nie des Geldes wegen geschrieben (meine ich zumindest), aber 40% für den Händler, das würde mir gewaltig gegen den Strich gehen.

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Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.

www.peters-buchladen.de

BeitragVerfasst am: 09.12.2007, 11:01
hwg (Moderator)
 
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Ein "richtiger" Verlag honoriert im Normalfall den Autor mit 5 - 10 Prozent vom Buchverkaufspreis abzüglich MwSt, 40 Prozent bekommt der Buchhändler, dann nascht natürlich auch noch das Barsortiment mit, Papier, Druck, Bindung wollen ebenso bezahlt werden wie die Angestellten und freien Mitarbeiter des Verlages, das Finanzamt und sonstige Organisationen.

Wer von diesen will schon auf irgendetwas davon verzichten? Obwohl die Autoren die Voraussetzung für ein Buch schaffen, bekommen sie seit eh und je das Geringste vom Verkaufserfolg ab.

Wie sollte das bei BoD Norderstedt und derartigen Diensleistungsangeboten auch anders sein - mit dem Unterschied, das hier der Autor das Risiko völlig alleine trägt, die Druckvorlagen selber erstellt und für die Veröffentlichung auch noch - wenn bei diesem Angebot auch relativ wenig - bezahlt.

Mir kommt manchmal so vor, als würden BoD-Kunden das alles viel zu wenig bedenken. Oder irre ich mich gewaltig?

BeitragVerfasst am: 09.12.2007, 11:10
PvO
 
Anmeldedatum21.10.2007
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Zitat:
Ein "richtiger" Verlag honoriert im Normalfall den Autor mit 5 - 10 Prozent vom Buchverkaufspreis

Das ist natürlich richtig. Ich meinte ja auch die Bücher, die ich selber kaufen kann, die Autorenexemplare. Aber auch die "richtigen" Verlage gehen völlig unterschiedliche Wege. Ich hab mal bei Vertragsabschluss eine Summe erhalten und dann pro Buch nur 15 Cent. Aber 8-10% sind auch m.E. "normal"

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