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Wiederverkäuferkonditionen?

BeitragVerfasst am: 04.08.2008, 17:36
Arachne
 
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WohnortNiedersachsen


Hallo an alle Mehr-wissenden-als ich..

Ich habe an mehrere Fachzeitschriften Emails verschickt, damit sie mein Buch (s. Buchvorstellung Sachbuch) rezensieren.

Nun schreibt mir eine Redaktion zurück, die auch einen Online-Shop betreibt,

"Evtl. könnte ich mir auch vorstellen, das Buch in meinem Onlineshop anzubieten. Bitte teilen Sie mir dazu die Wiederverkäuferkonditionen mit."

Mein Buch erscheint mit ISBN, der Verkaufspreis ist auf 25% Buchhandelsrabatt (also kein Barsortiment/ Großhandel) ausgelegt. Wären also die 25% die Wiederverkäuferkondition???


Sigrid

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Geschichte und Bedeutung des Spinnrads in Europa

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 05:19
hwg (Moderator)
 
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Ja. Könnte dem Anbieter jedoch zu gering sein. Im Buchhandel beträgt der Rabatt zwischen 33 und 45 Prozent plus 10/11-Partie (pro 10 Bücher eines gratis).

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 07:18
hawepe
 
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Hallo Hans,

hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Ja. Könnte dem Anbieter jedoch zu gering sein. Im Buchhandel beträgt der Rabatt zwischen 33 und 45 Prozent plus 10/11-Partie (pro 10 Bücher eines gratis).


Wenn es ihr vor allem um die Verbreitung geht, koennte sie natuerlich auch mehr bieten und fuer jedes Buch draufzahlen. Ist allerdings sehr riskant, denn wenn das Buch ein Verkaufserfolg wird, addieren sich die Zuschuesse schnell auf sehr stolze Betraege.

Klaeren wuerde ich vorher auch noch, woher der Anbieter die Buecher beziehen will, damit nicht noch Versandkosten an den Anbieter hinzukommen.

25 Prozent sind eben doch sehr knapp kalkuliert.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Buchsatz für Autoren - Vom Manuskript zum Buch mit Publishing on Demand
Reiseführer für Bulgarien und Slowakei

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 07:49
PvO
 
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WohnortOstseebad Prerow


Zitat:
Rabatt zwischen 33 und 45 Prozent plus 10/11-Partie (pro 10 Bücher eines gratis).

Das ist ja schon fast Wucher.

_________________
Ab November 07 erschien eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt .

www.peters-buchladen.de

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 08:47
hwg (Moderator)
 
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WohnortA 8786 Rottenmann


Soviel ich weiß, verlangen Buchhandelsketten sogar bis zu 50 Prozent Rabatt - und bekommen diesen auch.

Deshalb ist es für Eigen- und Kleinverleger auch so besonders schwer, im regulären Buchhandel Fuß zu fassen. Und nicht umsonst haben große Verlagshäuser zudem auch die Honorare für heimische Autoren ziemlich heruntergeschraubt und werfen lieber hohe Lizenzgebühren für Rechte an ausländischen "Bestsellern" mitunter beim sprichwörtlichen Fenster hinaus.

Von derartigen Flops liest man allerdings - auch in der Fachpresse - selten etwas.

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 09:08
Arachne
 
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Beiträge268
WohnortNiedersachsen


Danke für die Antworten - die 25% kommen von Shaker. Ich finde das schon genug, denn es treibt den Verkaufpreis gewaltig in die Höhe.

Klar, den Punkt, woher bezogen wird, muß ich klären, ich werde die zu Shaker lenke.

Sigrid

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Geschichte und Bedeutung des Spinnrads in Europa

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 10:41
Satyr
 
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WohnortMünchen


Kein Online Shop (= Versandbuchhändler) nimmt dir auch nur ein Buch ab bei einem Rabatt von 25%. Hier musst du mindestens 40% gewähren, zusätzlich Partie 11/10 (11 geliefert, 10 berechnet).
Wenn er diesem Vorschlag nicht zustimmt, dann biete 45% an, falls sich das kalkulatorisch machen lässt. Du musst dabei nicht unbedingt verdienen!
Und vergiss nicht: der Online Shop wirbt für dein Buch, aber nur ein Teil der Werbeempfänger bestellt (blind) bei ihm. Andere sehen sich das Buch in einer Buchhandlung an und kaufen dort, sofern das Buch überhaupt im Buchhandel auftaucht.

Irgendetwas musst du schließlich für dein Buch tun. Und da ist das Angebot durch einen Versandbuchhändler immer noch der billigste Weg, denn du bezahlst ja seine Werbung nicht!

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 11:33
Siegfried
 
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Beiträge452


PvO hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Rabatt zwischen 33 und 45 Prozent plus 10/11-Partie (pro 10 Bücher eines gratis).

Das ist ja schon fast Wucher.


Nö, das ist völlig normal. In der Spielebranche sind die Margen noch größer.

Grüße
Siegfried

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 16:30
Gerhard
 
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Beiträge416


hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Soviel ich weiß, verlangen Buchhandelsketten sogar bis zu 50 Prozent Rabatt - und bekommen diesen auch.


So etwas macht mich richtig wütend ... nein, nicht du, Hans, sondern die Tatsache, dass der Buchhandel bis zu 50% kriegt .... und der Autor, der, der es geschrieben hat und dessen Idee es war, kriegt lächerliche 7 - 10%. Da stimmt doch was nicht in diesem System.

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Herzliche Grüße
Gerhard

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Die Welt ist anders, als sie uns erscheint.
"Auf der Suche nach der Realität", ISBN 978-3833493294

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 18:19
Cornelia
 
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Beiträge303
WohnortBielefeld


Hallo,

habe meine 'Batty' vor kurzem in einem sehr kleinen Kinderbuchladen vorgestellt. Sie haben sich dafür entschieden wie bei den anderen Büchern in dem Sortiment 1 Buch zunehmen. (Der Laden hat eine unglaubliche Auswahl, aber von fast jedem Buch gibt es nur eines im Regal)
Laut Mitarbeiter dort, erhalten sie als kleiner Händler oft nur 20-30% Er meinte dann, wenn ich 20% geben könnte, sei es für ihn OK. Habe dann 21% daraus gemacht, da ich so meine Autorenmarge in etwa 'verdient' habe.

Viele Grüße
Cornelia

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Schau doch mal! www.battys-reise.de

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 19:58
Der_Meinige
 
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Beiträge46


Gerhard hat geschrieben:
Zitat:
So etwas macht mich richtig wütend ... nein, nicht du, Hans, sondern die Tatsache, dass der Buchhandel bis zu 50% kriegt .... und der Autor, der, der es geschrieben hat und dessen Idee es war, kriegt lächerliche 7 - 10%. Da stimmt doch was nicht in diesem System.


Das „System“ für solche scheinbaren Verzerrungen verantwortlich zu machen, halte ich für ungerechtfertigt. Zum einen gibt es kein solches und zum andern sollte man sich vergegenwärtigen, dass Preise, Gewinne und Margen letztlich vom Markt (maß)geregelt werden.

Grundsätzlich ist es so, dass der Dienstleister oder herkömmliche Verlag – wenn man Glück und das dafür notwendige Können hat – bestimmt, was und wie viel der Autor für sein Werk erhält. So betrachtet, ist jeder seines Glückes Schmied. Ich finde aber, dass man differenzieren sollte, WO man veröffentlicht: In einem herkömmlichen Verlag, bei dem ich meinen Roman verlegen lasse, der mir dafür einen (nicht rückzahlbaren) Vorschuss gewährt und im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür Sorge trägt, dass das Werk Leser, sprich Käufer findet, ist es mir völlig egal, welche Konditionen dieser dem Buchhandel einräumt.

Anders sieht es natürlich aus, wenn ich versuchen muss, meine selbst vorgelegten Kosten wieder hereinzuwirtschaften. Aber: Kann man dafür ein „System“ dafür verantwortlich machen? Rolling Eyes

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 20:23
Gerhard
 
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Das, was ich mit "System" meinte ist die Tatsache, dass der Handel / Buchhandel mehr Prozente kriegt, als der Erzeuger selbst. Und da stimmt was nicht, finde ich.

Dass der Verlag selbst etwas mehr bekommt, kann ich ja noch nachvollziehen, schließlich kümmert der sich um Werbung, Verkauf und Vorfinanzierung des Buches, aber wie erklärt man, dass der Buchhandel solch hohe Margen bekommt ... und nicht derjenige, der das Buch geschrieben hat?

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Herzliche Grüße
Gerhard

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BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 21:00
hawepe
 
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WohnortBerlin


Hallo Gerhard,

Gerhard hat Folgendes geschrieben:
aber wie erklärt man, dass der Buchhandel solch hohe Margen bekommt ... und nicht derjenige, der das Buch geschrieben hat?


Weil jedes Jahr Zehntausende Autoren auf den Markt draengen und sich gegenseitig die Preise kaputtmachen. Ausser einige wenige beruehmte Autoren besitzen sie keinerlei Druckmittel.

Der Buchhandel hat aber wie die Verlage ein sehr wirksames Mittel: Er verkauft einfach bestimmte Buecher nicht.

Das Ganze nennt sich Marktwirtschaft. Ob sie mir gefaellt, ist eine andere Frage, aber um die geht es hier nicht.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Reiseführer für Bulgarien und Slowakei

BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 21:15
Gerhard
 
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Heinz,

so isses, dem ist leider nichts hinzuzufügen Sad

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Herzliche Grüße
Gerhard

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BeitragVerfasst am: 05.08.2008, 21:40
Siegfried
 
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Gerhard hat Folgendes geschrieben:
Dass der Verlag selbst etwas mehr bekommt, kann ich ja noch nachvollziehen, schließlich kümmert der sich um Werbung, Verkauf und Vorfinanzierung des Buches, aber wie erklärt man, dass der Buchhandel solch hohe Margen bekommt ... und nicht derjenige, der das Buch geschrieben hat?


Wenn die Margen so exorbitant überhöht sind, wieso haben die Buchhändler so große Probleme, finanziell zu überleben?

Reduzieren wir also die Margen auf 10% und erhöhen dafür die Autorenhonorare auf 30 oder 40% - wie viele Buchläden würden dann wohl noch übrig bleiben?

Grüße
Siegfried
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