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Wieviel Rabatt bekommt ein Buchhändler von den Großhändlern

BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 09:07
chiquitita
 
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Vielleicht kann mir hier jemand eine Auskunft geben. Wieviel Rabatt bekommt ein Buchhändler in der Regel von den Barsortimentern? Ich habe Anfang nächsten Jahres eine Lesung in einer Buchhandlung und der Buchhändler ist natürlich am Verkauf meiner Bücher nach der Lesung interessiert. Das heißt, ich verkaufe die Bücher nicht selbst, sondern der Buchhändler. Nachdem Bestellungen bei Bod zum Teil sehr lange dauern (ich habe vor vier Wochen ein Buch bewußt im Buchhandel bestellt und bis heute nicht bekommen) Nun will ich dem Buchhändler vorschlagen, dass ich die Bücher bestelle, ihm zur Verfügung stelle und ihm den üblichen Rabatt einräume. Ich weiß nur nicht wieviel das ist. Es kursieren Zahlen von 25 - 50 % des Ladenpreises. Weiß das jemand genauer?

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Verfasst am:
 


Re: Wieviel Rabatt bekommt ein Buchhändler von den Großhändl

BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 09:28
ChrisK
 
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chiquitita hat Folgendes geschrieben:
Es kursieren Zahlen von 25 - 50 % des Ladenpreises. Weiß das jemand genauer?

25 - 50% ist vollkommen korrekt, da z. T. Verhandlungssache. Von kleineren Verlagen akzeptieren Buchhändler durchaus geringere Margen, wohingegen sie z. B. an Bestsellern, die sie strategisch günstig an der Kasse platzieren, kräftig mitverdienen wollen. Ich würde anfangs dreißig Prozent anbieten und nicht über 40 Prozent gehen.
Gruß
Chris

BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 09:47
chiquitita
 
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Danke Chris, das hilft mir jetzt schon weiter. Schönen Sonntag noch.
LG Uschi

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BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 09:55
hwg (Moderator)
 
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Bei uns liegt die Norm bei 45 Prozent.
Kleinverlage kommen, wenn sie gut
verhandeln, mit etwa 33 Prozent durch.

Wenn Autoren direkt anbieten, so wie
in "meiner" Buchhandlung, gibt sich
der Händler mit durchschnittlich 20
bis 25 Prozent zufrieden, in ganz
besonderen Fällen auch mit nur 10 Prozent.

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 09:58
chiquitita
 
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Danke hwg für Deine Antwort. Ich denke, ich werde den Buchhändler einfach fragen, wieviel er möchte. Da ich jetzt in etwa weiß, wie das läuft, bin ich für Verhandlungen besser gerüstet. Schönen Sonntag. (Bei uns im Allgäu scheint die Sonne !!)
Gruss Uschi

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BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 10:05
hwg (Moderator)
 
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Bei uns in der Steiermark hat sich das Wetter gedreht. Jetzt schneit es im Süden, hier im Nordwesten ist es momentan diesig und grimmig kalt.
In der Stube habe ich es angenehm warm, so dass mir beim Schreiben nicht die Finger steif werden... Laughing
Lieben Gruß!

BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 10:52
Judith
 
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Hallo Uschi,

bei den Büchern, die bei den Buchhandlungen auf Kommission liegen, bekomme ich für das Buch, das 6,- Euro im Laden kostet, 4,50 Euro und der Buchhandel 1,50, bei dem Buch für 8,90 Euro bekomme ich 7,- Euro.

Was bekommst du für die Lesung?

Schönen Sonntag wünscht
Judith

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BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 14:13
chiquitita
 
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Zitat:
bei den Büchern, die bei den Buchhandlungen auf Kommission liegen, bekomme ich für das Buch, das 6,- Euro im Laden kostet, 4,50 Euro und der Buchhandel 1,50, bei dem Buch für 8,90 Euro bekomme ich 7,- Euro.

also bekommst Du auch 25 bzw. 21 % weniger.
Wegen des Honorars haben wir noch gar nicht so groß verhandelt. Es ist ja eine Veranstaltung der VHS zusammen mit der Buchhandlung. Ist auch nicht nur die Lesung sondern ein Event mit einem spanischen Gitarrespieler und ich bin noch dabei, ein Flamenco-Tanz-Paar zu engagieren. Eigentlich will ich mit der Lesung gar nichts verdienen. Ich bin froh, dass ich genügend Aufmerksamkeit durch die Presse etc. bekomme. Aber ... als mich einer der Veranstalter fragte: "Mehr wie 500 Euro werden Sie nicht verlangen", hat es mich doch auch fast umgehauen. Wir werden sehen. Es ist eine Veranstaltung, bei der Eintritt verlangt wird. Ich werde es von der Besucherzahl abhängig machen.
Was hast Du denn für Deine Lesungen bekommen?
Gruß Uschi

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BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 14:24
Judith
 
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Hallo Uschi,

ich habe bis jetzt erst eine Lesung gehabt, und die war selbst organisiert in meinem Tanzstudio. Die am bundesweiten Vorlesetag sind unbezahlt, das ist wohl üblich so. Wenn es dann mal "ernst" wird, weiß ich auch nicht, was ich verlangen kann. Ist nicht einfach...

Grüßle,
Judith

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BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 14:42
ChrisK
 
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Bei Honorarforderungen für Lesungen nicht unbescheiden, aber auch nicht zaghaft sein. Ein Buchhändler verdient oft gut an Lesungen, selbst wenn er keinen Eintritt verlangt. Während der Autor liest, wandern die Blicke der Zuhörer, sie sehen viele schöne Bücher und es fallen reihenweise Kaufentscheidungen... auch für Bücher, die gar nicht vom lesenden Autor stammen.
Honorare um die 300 Euro sind durchaus üblich, und bevor jemand "Das ist aber viel!" schreit, möge er diesem Link folgen.
Gruß
Chris


Zuletzt bearbeitet von ChrisK am 18.11.2007, 15:04, insgesamt einmal bearbeitet

BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 14:57
hwg (Moderator)
 
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Chris und ich sind einer Meinung.
In einem seinerzeitigen Beitrag zum
Thema habe ich bereits 300 Euro
als Mindesthonorar genannt. Dazu
kommen noch allfällige Reise- und
Übernachtungskosten (bei entsprechender
Entfernung des Veranstaltungsortes).

Ausnahmen gibt es meinerseits nur
bei Lesungen anlässlich karitativer
Veranstaltungen in einem Umkreis
von etwa 30 Kilometern.

BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 14:59
matthiasgerschwitz
Gast
 


Hallo Uschi, hallo Chris,

danke für diesen Thread, der mir gleich zwei Fragen beantwortete.

Zum Ersten: Ich versuche ja auch, mein (Sach-) Buch über andere Quellen als Online-Buchhandel oder eigenen Shop zu vertreiben. Ich hatte ursprünglich gedacht, wenn ich den jeweiligen Stellen eine "Apothekenmarge" von 43% anbiete, wäre das mehr als nett. Mittlerweile habe ich einige andere Meinungen gehört - und mit den Beiträgen hier wurde dann manifestiert, dass ich mit einem Angebot von 32% auch im Buchhandel gut liege.

Zum Zweiten: Ich habe evtl. die Möglichkeit, am 1.12. gemeinsam mit einem anderen Autoren eine Lesung zu halten - was insofern putzig ist, weil ich aus seinem Buch zitiere, bzw. Teile einer Lebensgeschichte verwendet habe. Dieser Autor sagte mir, es sei ein "literarischer Freundeskreis", der regelmäßig Lesungen abhält vor ungefähr 40 - 50 Leuten, die keinen Eintritt zahlen. dafür bekommt der Autor auch kein Honorar, sondern hat die Möglichkeit, Bücher zu verkaufen. Mir reicht das für's erste absolut aus - zumal die Lesung eineinhalb Bezirke weit weg ist und die U-Bahn max. 20 Minuten braucht. Trotzdem (oder gerade deswegen) war der Link zum "Verdienst" bei Lesungen äußerst hilfreich.

Nochmals danke!

Beste Grüße
Matthias

BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 16:04
chiquitita
 
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matthiasgerschwitz hat Folgendes geschrieben:
Dieser Autor sagte mir, es sei ein "literarischer Freundeskreis", der regelmäßig Lesungen abhält vor ungefähr 40 - 50 Leuten, die keinen Eintritt zahlen. dafür bekommt der Autor auch kein Honorar, sondern hat die Möglichkeit, Bücher zu verkaufen.

Ich glaube das ist von Veranstalter zu Veranstalter unterschiedlich. In Spanien z.B. veranstaltete ein deutscher Buchhändler solche Lesungen in einem Restaurant mit Restaurantbetrieb. D. h. für den Buchhändler war es die Gelegenheit auf sich und seinen Laden aufmerksam zu machen, für mich war es die Gelegenheit auf mich und mein Buch aufmerksam zu machen und es zu verkaufen (es war in allen deutschsprachigen Zeitungen in der Region groß angekündigt) und das Restaurant verdiente an den verzehrten Speisen und Getränken. Also für alle eine zufriedenstellende Lösung. Außerdem gab's für den Buchhändler und mich Getränke und Essen gratis. Ich wohnte ca.20 km vom Veranstaltungsort entfernt, sodass mir keine großen Reisespesen entstanden. Ich denke gern an diese Zeit zurück.

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