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Verfasst am: 05.10.2008, 17:59 |
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| Nekromant |
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| Anmeldedatum | 05.10.2008 | | Beiträge | 14 | | Wohnort | München |
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| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | @ Nekromant:
Was genau willst du uns sagen?
Mal abgesehen davon, dass das, was du schreibst, zwar nicht falsch und/oder richtig ist, aber wohl eher amerikansiche Verhältnisse beschreibt und keine deutsche.
Das ist dann doch ein gewisser Unterschied, würde ich mal vermuten.
Gruß
Hakket |
Ich wollte mit dieser etwas längeren Geschichte nur aufzeigen, dass man mit entsprechendem Engagement sein Leben immer irgendwie hinbiegen kann, vor allem als hauptberuflicher Autor. Außerdem wollte ich noch mal mit dem Mythos aufräumen, dass Schriftsteller glorreich leben.
Bezüglich amerikanischer Verhältnisse habe ich doch schon alles erklärt. Die Leute hierzulande denken, dass man in den Staaten sein Konto mit erfolgreichen Romanen zum Zerreißen füllen kann. Stimmt aber nicht, war nie so, ist nicht so und wird auch nie so sein. Die meisten amerikanischen Schriftsteller leben genauso zur Miete wie die meisten deutschen. Der Unterschied zwischen den Verhältnissen liegt woanders, nämlich in den Möglichkeiten. Auf der anderen Seite des großen Teichs werden einem hoffnungsvollen Talent viel mehr Möglichkeiten geboten sich zu verwirklichen und nicht im Dunkeln zu verglühen wie es einem in Europa passieren kann. Das heißt im Klartext: Uncle Sam bringt seine talentierten Neffen und Nichten groß heraus, aber was danach geschieht bleibt ihnen selbst überlassen. Ersteres geht am schnellsten in den USA, letzteres ist bei denen genauso wie bei uns.
So stark unterscheiden sich die Verhältnisse also nicht.
PS: Da wir uns ja im Zeitalter des globalisierten Kommerzes befinden, besteht für einen deutschen Autoren auch noch die Möglichkeit auf dem amerikanischen Buchmarkt groß rauszukommen. Das Problem ist nur, dass er/sie das Buch übersetzen müsste und um erfolgreich zu sein muss die Übersetzung professionell sein und das wiederum kostet etwas. Jedenfalls ist es realistisch. Ein Beispiel stellt Andreas Eschbach dar, der bereits einige seiner Bücher in den USA erfolgreich vermarktet hat, und nicht nur dort, sondern auch noch in Russland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und noch ein paar weiteren. Dabei sind diese Romane nicht einmal so außergewöhnlich, dass man deswegen einen Kopfstand machen musste und zweimal aus dem Fenster springen.
Gruß
Nekromant |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 05.10.2008, 18:11 |
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| LOFI (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 29.04.2008 | | Beiträge | 2874 |
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| Nekromant hat Folgendes geschrieben: | | Auf der anderen Seite des großen Teichs werden einem hoffnungsvollen Talent viel mehr Möglichkeiten geboten sich zu verwirklichen und nicht im Dunkeln zu verglühen wie es einem in Europa passieren kann. |
Dass es dort diesbezüglich wohl besser aussieht, kann ich bestätigen, da ich diese Info auch von einer hier ansässigen Amerikanerin habe.
Aber auch in Skandinavien sind die Talente "besser" versorgt, man ist Neuem hier oft sehr viel mehr openminded eingestellt, als in Deutschland.
Wenn ich hier über die Nachteile des BOD Prinzips spreche, ernte ich immer nur Verwunderung, denn hier sieht man solch eine Möglichkeit als Chance, gutes Verborgenes zu entdecken und auch Mieses, was ebenfalls zur Lernerfahrung dazugehört. BOD genießt in Schweden übrigens einen sehr viel besseren Ruf als in Deutschland.
G
Lorenz |
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Verfasst am: 05.10.2008, 18:55 |
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| micha-el |
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| Anmeldedatum | 04.09.2008 | | Beiträge | 16 | | Wohnort | Münster |
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Hi,
ich gebe dem Beitrag von Nekromant recht.
Wenn man ernsthaft in Erwägung zieht als Schriftsteller/Autor arbeiten und leben zu wollen, dann muss man total "crazy" sein und nur sich leben, denn es gibt nichts anderes mehr.
Ich meine damit nicht wenn so ala Hobby schreibt und stolz ist, wenn man zwei eigene Bücher bei sich im Buchregal stehen hat. Plant man wirklich eine Vision umzusetzen, ist das Leben aus jeder "Normalität" raus!
Ich möchte zB durch mein Buch eine Botschaft in die Welt tragen, und habe diesbezgl. einige Projekte am laufen, dafür habe ich aber auch alle Türen hinter mir zu gemacht, alles verkauft und lebe nur noch für diese Vision/Projekt!
Und davon leben? Jeder der ein Buch veröffentlicht hat, kann sich ja ausrechnen, was 10% vom Netto VK bei seinem Buch wären und wieviel Bücher mal regelmäßig pro Monat verkaufen müsste um davon leben zu können, also und da hat Nekromant recht, muss man seinen Lebensstandard sich diesen Einnahmen anpassen.
Dabei kann ich noch niemals klagen, da sich Livinitas sehr gut verkauft
und ich durch das Projekt "Lebe dich" und meinen Persönlichkeitsdeutungen noch sicher etwas mehr einnehme als der Schriftsteller von Nebenan. Trotzdem habe ich in meinem "Vorleben" sicher das 5fache verdient!
Auch da gebe ich Nekromant recht, wenn man sich aber berufen fühlt, kann man nicht anders handeln. Es ist wie ein Magnet! Es muss es machen und weiss selber nicht "warum"!
Euch allen viel Erfolg und einen netten Sonntag-Abend
Michael |
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Verfasst am: 05.10.2008, 22:59 |
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| Nekromant |
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| Anmeldedatum | 05.10.2008 | | Beiträge | 14 | | Wohnort | München |
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| micha-el hat Folgendes geschrieben: | Hi,
ich gebe dem Beitrag von Nekromant recht.
Wenn man ernsthaft in Erwägung zieht als Schriftsteller/Autor arbeiten und leben zu wollen, dann muss man total "crazy" sein und nur sich leben, denn es gibt nichts anderes mehr.
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Danke für die Zustimmung.
Neuerdings habe ich mich von allem Unnötigen in meinem Leben getrennt. Ich habe auf alles verzichtet von dem ich einstmals glaubte ich hätte es nötig. Es war eine ungeheure Befreiung und ich konzentriere mich ab jetzt wirklich nur auf das Wichtigste, von dem ich denke, dass ich es für mein Leben brauche. Dazu gehört das Schreiben und noch etwaige andere Sachen. Ich glaube so wird alles leichter, und wer auch denkt, er könne mit seinen Vorhaben nicht zu Rande kommen, dem kann ich nur raten es genauso zu machen wie ich.
Um noch mal auf das Kernthema zurückzuführen. Ich glaube der Verdienst eines Schriftstellers hängt doch stark von dem Output ab, den er produziert. Wenn man es nicht zustande bringt einen Megaseller a 'la "Sakrileg" oder "Harry Potter" hinzulegen, dann muss man eben umso mehr schreiben und verkaufen. Und gemessen an der Zahl der Megaseller-Autoren, kann man sich ja ausrechnen wie wenige das schaffen. Nur Stephen King ist eine Ausnahme. Er hat viel veröffentlicht und nahezu alles von ihm war ein Megaseller. So etwas nennt man eine Kettenreaktion. Die Leute erachten einen Roman als gut und erachten im selben Maße die folgenden Wälzer als gut.
Der Verdienst eines Schriftstellers ist unter anderem auch von dem Genre abhängig in dem er tätig sein möchte. In Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit durch Schreiben reich zu werden am größten wenn man Krimis schreibt. Das ist genauso in Skandinavien und Großbritannien. Nordische Männer und Frauen lieben eben die Storys über das Ableben anderer.
Wer aber gerne veröffentlicht (!) werden möchte und das recht oft, der kann sich auch der Science-Fiction zuwenden, die allerdings weniger lukrativ ist, zumindest hierzulande. Deutsche Verlage, die SF herausgeben, nehmen so ziemlich alles, das sich gut liest und gut klingt. Der Grund ist ganz einfach: Die Kosten für die Importierung amerikanischer SF sind enorm angestiegen. Vorsicht ist aber mit Weltraum-Seifenopern geboten, da es von denen so viele gibt wie Sandkörner auf dem Planeten Erde. Man muss da schon tiefer in die Autorentrickkiste greifen. Mein Tipp für alle Autoren in diesem Genre:
Die düstere SF der 80er und frühen 90er erlebt gerade ein Revival. Gründe sind die immer drastischer werdenden Zustände auf unserem Planeten. Fans dieses Sub-Genres finden sich vor allem in Ländern Südamerikas, Teilen der USA und in Asien. Das sind die lukrativsten Absatzmärkte für "Dark Future" Romane.
So viel dazu...
Ach ja, und bezüglich des Postings von A. P.: Dein Buch sollte nicht länger als 300 Seiten sein, ansonsten wird der Verleger es in die Ecke werfen, weil nur die wenigsten Lust haben den dicken Wälzer eines Unbekannten zu durchstöbern und damit womöglich wertvolle Zeit zu vergeuden. Das klingt hart, ist aber so. "Zeit ist Geld". Das wird dir jeder Verleger bestätigen. Wenn Stephen King mit einem 1000-Seiten Wälzer in die Büroräume eines Verlegers stürmt, das Ding auf den Tisch knallt und sagt:"Häng dich rein, lies es, veröffentliche es!", dann wird der Verleger ehrfürchtig zu Boden gehen und sofort anfangen, wie ein Mönch betend, zu lesen. Denn er weiß, dass das Stephen King ist und die enorme Länge seines Romans schon einen Sinn haben wird, und anhand seiner früheren Erfolge vermutlich Millionenbeträge weltweit, für ihn und Mr. King, einbringen wird.
Wenn aber du, A.P. oder sonst wer, mit einem über 300-Seiten Ding reinstürmt und es dem verdutzten Verleger auf den Arbeitstisch knallt, dann wird dieser vermutlich seinen Finger Richtung Ausgang strecken. Wenn er freundlich ist, wohlgemerkt. Der Durchschnittsverleger wird das Fenster öffnen, seine Ärmel hochkrempeln und dich mit einem jahrelang trainierten Roundhouse-Kick an die frische Luft befördern. Natürlich nachdem er dich gezwungen hat deinen Roman mit Messer und Gabel bis zum letzten Papierfetzen aufzuessen.
In diesem Sinne,
Meine Glückwünsche! |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 06.10.2008, 10:52 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 981 | | Wohnort | Bremervörde |
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Hi Nekromant,
inzwischen habe sogar ich kapiert, wie und was du meinst.
Und ich kann dir zustimmen.
Wenn man sich wirklich reinhängt, nach den Regeln des Marktes spielt, und auch bereit ist, sich selbst ein Stück zu verkaufen, kann man Glück haben.
Es existiert aber eben immer noch oft der Glauben, man müsse nur mal ein Buch schrieben und würde damit reich und berühmt.
Gruß
Hakket |
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_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord-verlag.de |
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Verfasst am: 06.10.2008, 12:36 |
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| Siegfried |
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| Anmeldedatum | 09.07.2008 | | Beiträge | 451 |
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| Nekromant hat Folgendes geschrieben: | Um noch mal auf das Kernthema zurückzuführen. Ich glaube der Verdienst eines Schriftstellers hängt doch stark von dem Output ab, den er produziert. Wenn man es nicht zustande bringt einen Megaseller a 'la "Sakrileg" oder "Harry Potter" hinzulegen, dann muss man eben umso mehr schreiben und verkaufen. Und gemessen an der Zahl der Megaseller-Autoren, kann man sich ja ausrechnen wie wenige das schaffen. Nur Stephen King ist eine Ausnahme. Er hat viel veröffentlicht und nahezu alles von ihm war ein Megaseller. So etwas nennt man eine Kettenreaktion. Die Leute erachten einen Roman als gut und erachten im selben Maße die folgenden Wälzer als gut.
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Es gibt Beispiele en masse, wo die Theorie "Erster Roman verkauft sich gut, also verkaufen sich auch die Folgeromane gut" ad absurdum geführt werden.
| Nekromant hat Folgendes geschrieben: |
Der Verdienst eines Schriftstellers ist unter anderem auch von dem Genre abhängig in dem er tätig sein möchte. In Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit durch Schreiben reich zu werden am größten wenn man Krimis schreibt. Das ist genauso in Skandinavien und Großbritannien. Nordische Männer und Frauen lieben eben die Storys über das Ableben anderer.
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Hast du dafür Quellen, Daten, Fakten?
Die derzeit kommerziell erfolgreichsten Autoren Deutschlands schreiben interessanterweise keine Krimis:
Wolfgang Hohlbein in im Fantasy/Mystery-Bereich erfolgreich
Andreas Eschbach schreibt hauptsächlich Science Fiction/Thriller
Charlotte Link verfasst Gesellschaftsromane/psychologische Spannungsromane
Hera Lind ist weiß Gott keine Krimiautoren, Amelie Fried wohl ebenso wenig. Und Gaby Hauptmann schreibt trotz Titel wie "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" keine Krimis.
Gehen wir ein paar Jahre in die Vergangenheit und schauen uns andere deutsche Bestseller-Autoren an:
Konsalik ein Krimi-Schreiber - wohl eher nicht. Utta Danella auch nicht. Ebenso Sandra Paretti. Und Willi Heinrichs Verkaufserfolge sind wohl kaum als Krimis zu bezeichnen.
Welche erfolgreichen Krimiautoren mit entsprechenden Auflagezahlen gibt es also?
aktuelle Bestsellerliste Belletristik aus dem "Spiegel" (deutsche Autoren):
Charlotte Roche - Feuchtgebiete (kein Krimi)
Sven Regener - Der kleine Bruder (kein Krimi)
Siegfried Lenz - Schweigeminute (kein Krimi)
Dora Heldt - Urlaub mit Papa (kein Krimi)
Uwe Tellkamp - Der Turm (kein Krimi)
Michael Peinkofer - Das Gesetz der Orks (kein Krimi)
Woher ziehst du deine Information, dass Krimis die größte Wahrscheinlichkeit bieten, reich zu werden?
| Nekromant hat Folgendes geschrieben: |
Ach ja, und bezüglich des Postings von A. P.: Dein Buch sollte nicht länger als 300 Seiten sein, ansonsten wird der Verleger es in die Ecke werfen, weil nur die wenigsten Lust haben den dicken Wälzer eines Unbekannten zu durchstöbern und damit womöglich wertvolle Zeit zu vergeuden.
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Ich kenne keinen bekannten Publikums-Verlag, der an einer Zusendung und dem daraus folgenden Studium des gesamten Buches wirklich interessiert ist. Im Normalfall wünscht der Verlag ein Exposee, das drei bis fünf Seiten lang ist sowie ein Probekapitel aus dem Buch. Das reicht den meisten Verlagen schon, um beurteilen zu können, ob das Buch bzw. der Autor was taugt (Zitat eines Lektors: "Man muss nicht die ganze Suppe auslöffeln, wenn man zu Anfang bereits festgestellt hat, dass sie versalzen ist.")
Gleiches gilt für Literaturagenten: Kontakten - Exposee mit Probekapitel zuschicken - Entscheidung abwarten und ggf. erst dann das Manuskript einreichen.
Nachtrag (weil es mir gerade noch eingefallen ist):
Der Erstling der Autorin Iris Kammerer, zu der ich losen Kontakt habe, war ein Taschenbuch von 592 Seiten ("Der Tribun", bei Heyne). Mit der 300-Seiten-Regel wäre das Buch vermutlich gescheitert.
| Nekromant hat Folgendes geschrieben: |
Wenn Stephen King mit einem 1000-Seiten Wälzer in die Büroräume eines Verlegers stürmt, das Ding auf den Tisch knallt und sagt:"Häng dich rein, lies es, veröffentliche es!", dann wird der Verleger ehrfürchtig zu Boden gehen und sofort anfangen, wie ein Mönch betend, zu lesen. Denn er weiß, dass das Stephen King ist und die enorme Länge seines Romans schon einen Sinn haben wird, und anhand seiner früheren Erfolge vermutlich Millionenbeträge weltweit, für ihn und Mr. King, einbringen wird.
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Das Fatale ist: Auch ein Stephen King hat mal als Nobody angefangen. Deshalb sollte man jene Kapitel in seinem Buch "Das Leben und das Schreiben" genau studieren, wo es um seine Anfängerzeit geht. Da hat kein Verleger auf den Knien gelegen und um Kings Manuskripte gebettelt.
Grüße
Siegfried |
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Verfasst am: 06.10.2008, 13:00 |
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| houdini |
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| Anmeldedatum | 12.02.2008 | | Beiträge | 69 |
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Naja, auf Platz 1 bei Amazon.de ist aber schon recht lange
Sebastian Fitzek mit "Der Seelenbrecher". Kommt drauf an ob man nun Thriller auch unter Krimi einordnet.
Oder Andreas Franz, der lebt doch auch schon länger vom Krimi schreiben. |
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Verfasst am: 06.10.2008, 14:10 |
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| Heiner |
| Site Admin |
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| Anmeldedatum | 05.04.2007 | | Beiträge | 2141 | | Wohnort | Norden |
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Hallo,
hier auch ein Link zum Thema
Grüße
Heiner |
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Verfasst am: 06.10.2008, 14:39 |
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| Siegfried |
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| Anmeldedatum | 09.07.2008 | | Beiträge | 451 |
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| Heiner hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
hier auch ein Link zum Thema
Grüße
Heiner |
10 Autor/innen mit Millioneneinkommen - wie viele davon sind Deutsche? 0 !
Außerdem ist diese Liste schlecht recherchiert:
| Zitat: |
Erfolgreiche Autoren
Platz acht: Ken Follett. Eines seiner bekanntesten Werke ist "Die Säulen der Erde". Der Amerikaner verdient 20 Millionen Dollar.
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Der "Amerikaner Ken Follett" ist in Wahrheit Brite. Peinlich, so was.
Grüße
Siegfried |
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Verfasst am: 06.10.2008, 14:50 |
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| JulyRose |
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| Anmeldedatum | 20.09.2008 | | Beiträge | 29 | | Wohnort | Düsseldorf |
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Ich spring auch noch mal aufs Pferd, obwohl ihr's ja schon ausreichend zu Tode geritten habt - sprich, die Diskussion ist ja eigentlich schon sehr rund und wir haben festgestellt, dass man sich nicht mal gerade hinsetzen und Schriftsteller werden kann und man außerdem durchs Schreiben nicht zwingend reich wird und nicht zwingend davon leben kann.
Reich bin ich nicht.
Leben kann ich vom Schreiben.
Ich steh' noch am Anfang, mache neben meiner Schreiberei - im stillen Kämmerlein, wie sich das gehört - auch Übersetzungen aus dem Amerikanischen, ich lektoriere, ich biete Workshops an, ich schreibe Auftragsarbeiten, bei denen viele von Euch vermutlich entweder angewidert das Gesicht verziehen, weil sie von dem, was ich schreibe, nichts halten. Andere klatschen begeistert in die Hände.
Schriftstellerin bin ich; habe mich durch Auftragsarbeiten, Übersetzungen, Lektorat und Workshops/Seminare freigestrampelt, um den finanziellen Background zu schaffen, einen historischen Roman zu schreiben. Ich habe mich also auch ein Stückweit verkauft, wenn man das so sehen will, aber ich habe es gerne getan, mir macht die Arbeit Spaß. Es ist die Arbeit mit Worten, die Schriftsteller auszeichnet, und wenn ich einen Tag nicht schreiben kann, werde ich grantig. Dafür kann ich aber auch tagelang alleine sein, muss es sogar können, und Bücherstapel in der Unibibliothek um mich herum aufzutürmen ist meine größte Leidenschaft. Studenten gucken mich befremdlich an.
Ich hatte die Wahl. Ich hätte weiterhin 40 Stunden in der Woche in einer Buchhandlung arbeiten können, wie ich es sieben Jahre getan hatte. Aber ich wollte nicht. Ich wollte schreiben, mit allen damit verbundenen Konsequenzen. Es ist nicht immer leicht, es ist aber das Beste, was ich tun konnte. Für mich gab es keinen anderen Lebensentwurf, ich habe immer sehr zielstrebig auf das zugesteuert, was ich jetzt mache.
Vielleicht zeichnet das einen Schriftsteller aus? Einen, der davon leben kann und es vielleicht auch auf Dauer wird? Illusionen mache ich mir keine, es kann ja allzu schnell eine Menge schiefgehen. Aber jetzt, im Augenblick, ist es das Richtige für mich. Alternativen ausgeschlossen. Auch die Rückkehr zum Hobbyautor: ausgeschlossen.
Herzliche Grüße
Juliane |
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Verfasst am: 06.10.2008, 15:04 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 4200 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Ohne überheblich klingen zu wollen:
Ich arbeite seit nunmehr vier Jahr-
zehnten als freier Autor - und habe
alles das, was ich zum Leben be-
nötige. Bin allerdings, was die Genres
und Aufträge betrifft, flexibel...  |
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Verfasst am: 06.10.2008, 15:09 |
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| JulyRose |
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| Anmeldedatum | 20.09.2008 | | Beiträge | 29 | | Wohnort | Düsseldorf |
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Also nee, überheblich wollte ich nicht klingen.
Nur aufzeigen, wie's gehen kann. Dass ich auch noch mal Auftragsarbeiten annehme, schließe ich nicht aus, im Gegenteil.
Juliane |
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Verfasst am: 06.10.2008, 15:20 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 4200 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Juliane, der "Überheblich"-Hinweis hat nicht Dir gegolten, sondern ist aus "vorauseilender Vorsicht meinerseits" erfolgt. Alles klar?  |
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Verfasst am: 08.10.2008, 20:30 |
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| MW |
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| Anmeldedatum | 08.10.2008 | | Beiträge | 259 |
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... ich denke, als autor sollte man schreiben, um des schreibens willen. erfolg lässt sich nicht erzwingen. einfach am ball bleiben und sich über kleine erfolge freuen - und am traum festhalten! aber der traum sollte wohl weniger das geld, sondern eher die tolle geschichte sein. und wenn´s dann noch irgendwann geld regnet: umso besser.
was anderes ist, wenn ich bereit bin, mein leben auf´s "auftragsschreiben" umzustellen. sprich als journalist zu arbeiten. aber das hat recht wenig mit der romantischen vorstellung des schriftsteller im schein der kerze... |
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Verfasst am: 08.10.2008, 20:57 |
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| Haifischfrau |
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| Anmeldedatum | 04.02.2008 | | Beiträge | 621 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo MW
die beiden erstgenannten Links funktionieren nicht!
lg
maryanne |
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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Verlagssuche
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