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Verfasst am: 08.11.2007, 00:52 |
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| Leilah |
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| Anmeldedatum | 15.10.2007 | | Beiträge | 152 | | Wohnort | Kassel |
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Ich muss sagen, dass ich immer das kalte Grausen kriegen, wenn ich die vielen Fehler (Rechtschreibung und Inhalt) in den Schulbüchern meiner Kinder sehe. Nein, nicht etwa in ihren eigenen Schulheften , sondern tatsächlich in den Schulbüchern. Dafür habe ich kein Verständnis.
Darüber hinaus ist mir, als ich ihnen ab und zu beim Chatten im Internet über die Schulter schauen durfte, aufgefallen, dass die Jugendlichen dort teilweise so viele Schreibfehler machen, dass die Texte fast unverständlich werden. Die Rede ist hier von Oberschülern. Unbegreiflich!
Aus meiner Arbeit in Zeitungsredaktionen weiß ich, dass die Leser dort so gut wie keinen Fehler verzeihen, sondern tatsächlich anrufen oder den Redakteur auf der Straße ansprechen, wenn ihnen eine Kleinigkeit aufgefallen ist. Da heißt es dann vorwurfsvoll: "Also, Sie als Zeitungsschreiber sollten aber richtige Rechtschreibung beherrschen. Meine kleine Nichte weiß doch schon, wie sich "XY" schreibt!"
Dass viele Fehler stressbedingt sind oder sogar vom Computer fabriziert werden (z. B. Trennungsfehler) interessiert dann keinen mehr. Wer schon einmal nachts um 3 Uhr drei komplette Seiten einen Politikredaktion gegen gelesen hat, weiß, wovon ich spreche. |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 08.11.2007, 08:53 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1550 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo,
| Kausde hat Folgendes geschrieben: | | Übersetzungen beispielsweise durchlaufen in der Regel nur ein Korrektorat. Wenn der Autor Logikfehler in seinem Werk hat, ist da nichts dran zu machen, bzw. darf das nicht einfach geändert werden. |
Den Korrektor gehen Logikfehler auch nichts an. Natuerlich darf er sie anmerken, aber seine Aufgabe ist es, Zeichensetzungs-, Rechtschreib- und Grammatikfehler zu finden. Und damit duerfte er in der Regel bereits reichlich ausgelastet sein.
| Zitat: | | Das Problem bei solchen Richtlinien für x akzeptable Fehler pro Manuskript ist einfach, dass meistens ein zeitlich enger Rahmen für Korrektorat bzw. Lektorat gesteckt ist. Um wirklich gründlich zu arbeiten, braucht es einfach seine Zeit, da so ein Text ja mehrmals durchgeackert wird. Aber wer hat heute schon Zeit? |
Zeitungs- und Zeitschriftenverlage verzichten fast immer vollstaendig auf ein Korrektorat. Buchverlage haben zwar noch ein Lektorat und Korrektorat, aber in der Regel personell viel zu duenn besetzt, weil es Geld kostet. Dass immer mehr Titel gedruckt werden, hat nun einmal eine sinkende durchschnittliche Auflage zur Folge, d.h. die Kosten muessen mit immer weniger Buechern hereingeholt werden.
Und dann gibt es natuerlich auch ein Qualitaetsbewusstsein, oder besser gesagt sein Fehlen. Entscheidend ist, ob sich ein Buch verkaufen laesst, alles andere interessiert nicht.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 08.11.2007, 09:17 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1550 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Leilah,
| Leilah hat Folgendes geschrieben: | | Ich muss sagen, dass ich immer das kalte Grausen kriegen, wenn ich die vielen Fehler (Rechtschreibung und Inhalt) in den Schulbüchern meiner Kinder sehe. |
Bloss sind sie nicht schlechter als auch viele andere Buecher. Als sprachinteressierter Mensch schaut man aber natuerlich bei Schul- und Kinderbuechern besonders genau hin.
Mehr als schlampige Schulbuecher aergern mich immer Kinderbuecher, die nur so von primitiver Sprache strotzen. Oder Lehrer, denen jedes Sprachgefuehl abgeht und fuer die Sprache nur aus Regeln besteht.
| Zitat: | | Darüber hinaus ist mir, als ich ihnen ab und zu beim Chatten im Internet über die Schulter schauen durfte, aufgefallen, dass die Jugendlichen dort teilweise so viele Schreibfehler machen, dass die Texte fast unverständlich werden. Die Rede ist hier von Oberschülern. Unbegreiflich! |
Ich glaube, wir sind einfach zu alt
Wenn ich lese, was unsere Kinder in Foren oder Chats schreiben, denke ich auch manchmal, das darf doch nicht wahr sein. Bloss ihre Deutschaufsaetze sehen voellig anders aus. Auf meine Kommentare sagen sie meist nur, "Papa, das ist etwas ganz anderes" oder "Papa, du bist zu langsam fuer diese Welt".
| Zitat: | | Aus meiner Arbeit in Zeitungsredaktionen weiß ich, dass die Leser dort so gut wie keinen Fehler verzeihen, sondern tatsächlich anrufen |
Dann duerfte in manche Redaktionen aber kein Durchkommen mehr sein. Mein Eindruck ist dass nur eine Minderheit Fehler zur Kenntnis nimmt. Deshalb ist es ja auch nur moeglich, dass in den Redaktionen derartig gespart werden kann.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 08.11.2007, 10:47 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 01.05.2007 | | Beiträge | 1323 | | Wohnort | Emden |
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| Zitat: | | Bloss ihre Deutschaufsaetze sehen voellig anders aus. Auf meine Kommentare sagen sie meist nur, "Papa, das ist etwas ganz anderes" oder "Papal, du bist zu langsam fuer diese Welt". |
Oh Graus, das kenne ich auch. In den Deutscharbeiten Einser und Zweier, aber außerschulisch 3 bis 4 Fehler pro Zeile.
"Wo ist das Problem", heißt es dann, "hauptsache die Zensuren stimmen".
Mir wäre das zu anstrengend mit zwei Rechtschreibreformen zu leben - eine ist schon schwierig in meinem Alter!  |
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